Coburg
Gerätturnen

TVK-Mädels schlagen sich beim Bayern-Pokal wacker

Zwei Mannschaften des TV Ketschendorf verkaufen sich beim Finale des Bayern-Pokals teuer. Die Schülerinnen landeten auf dem undankbaren vierten Rang.
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Die Ketschendorferin Anna-Lena Bayersdorfer aus der Aktivenklasse WK11 beim Quergrätschsprung am Boden  Fotos: privat
Die Ketschendorferin Anna-Lena Bayersdorfer aus der Aktivenklasse WK11 beim Quergrätschsprung am Boden Fotos: privat
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Die Turnerinnen des TV Ketschendorf haben auch beim Landesfinale des Bayern-Pokals in Tirschenreuth gut mitgemischt. Eine vordere Platzierung der beiden qualifizierten Ketschendorfer Mannschaften war aufgrund der "astronomischen" Punktzahlen, die die anderen Mannschaften in den Regionalentscheiden auflegten, nicht zu erwarten.

Das Landesfinale wurde am Vormittag eröffnet mit der Klasse WK13 der C-Schülerinnen und WK12 der Jugend A/B. Die TVK-Schülerinnen mussten am Schwebebalken beginnen, den sie erneut nicht zu ihrem Lieblingsgerät erklärten und mit 61,65 Punkten nur das viertbeste Resultat der elf qualifizierten Bayern-Teams einfahren konnten. Die Beste auf dem "Zitterbalken" war ausgerechnet die Jüngste, die 10-jährige Michelle Moore, mit 16,05 Punkten. Gut in Szene setzte sich das TVK-Team dagegen am Boden, wo die Übungen auf einer "Tumbling-Bahn" vorgetragen werden mussten. Mit 17,50 Punkten war Lina Zimmermann nicht nur die beste TVKlerin, sondern die Beste aller 55 C-Schülerinnen des Bayern-Pokals. Zimmermann gefiel mit Dynamik, hohen Salti und sauberem Vortrag, und erhielt nicht nur von den mitgereisten Fans Beifall. Mit sehr guten 65,80 Punkten ging die Disziplin Boden an den TVK. Dahinter folgte der TV Blankenbach.

Am Sprung erreichten die TVK-Mädels, die als jüngste Mannschaft an die Geräte ging, mit 64,95 Punkten nicht das angepeilte Ergebnis. Die 13-jährige Lina Zimmermann glänzte mit 17,75 Punkten beim "Halb-halb" und war auch hier die Nummer 1. Am Stufenbarren musste die Entscheidung fallen: "Stockerl", Fünfter oder auf dem undankbaren vierten Platz? Respekt galt besonders den Mannschaften der TS Jahn München und des TV Blankenbach, die am Stufenbarren schon immer eine "Macht" darstellten. Lina Zimmermann präsentierte ihre P9 an dem Kraft-Gerät flüssig und sauber und stand den Abgangs-Salto sicher. Mit 17,90 Punkten turnte sie 0,20 Punkte mehr als die Zweitbeste dieses Gerätes und entschied auch diese Geräte-Wertung für sich. Leider hatten die anderen TVK-Mädels den Stufenbarren an diesem Tag nicht so lieb, so dass am Ende mit 254,65 nur der undankbare vierte Platz blieb, der aber auf Landesebene unter den 11 besten Mannschaften als sehr gut gelten darf.


Aktive glänzen am Sprung

In der Aktivenklasse WK11 begann die Ketschendorfer Mannschaft am Stufenbarren mit Janina Hügle, gefolgt von Anna Rogler und Katalin Hauck. Anna-Lena Bayersdorfer zeigte sich sehr konzentriert bei ihrer P9 und holte mit 17,35 Punkten das beste Resultat für ihre Mannschaft. Am Balken hatte nur Katalin Hauck keinen "Absteiger", während die Mannschaft insgesamt eine Menge Punkte liegen ließ. Mit 49,85 beendeten die TVK-Aktiven Boden als viertbeste Mannschaft, in die Hauck 17,05 Punkte einbrachte und Beste ihres Teams war. Schon jetzt war klar, dass nach drei Geräten ein Podestplatz nicht mehr zu erreichen war, der durchaus möglich gewesen wäre, wenn die Mannschaft ihr Ergebnis vom Regionalentscheid (205,00 Punkte) hätte wiederholen können. Nun am Sprung "ruckeln" lassen und zeigen, dass man mehr kann, das musste jetzt die Devise sein. Hauck legte sehr gut vor mit 17,90 Punkten, und Bayersdorfer flog mit guten 17,60 über den Tisch.
Noch besser aufgelegt war Anna Rogler mit einem sehr dynamischen Sprung: 18,30 Punkte. Mit 53,80 Punkten erzielte die TVK-Mannschaft das höchste Sprung-Resultat aller Aktiven-Mannschaften vor den TV Blankenbach und dem SC Eckenhaid (beide 52,90). Besondere Freude herrschte natürlich bei Anna Rogler, die mit 18,30 auf "Halb-halb" die einzige Turnerin war, die sich mit deutlich mehr als 18 Punkten in die Siegerliste eintragen konnte und sich gegenüber dem Oberfrankenentscheid an ihrem Spezialgerät noch einmal um 0,45 Punkte steigerte. In der Endabrechnung kamen die Ketschendorfer mit 199,35 Punkten auf Rang 6.

Bei den Jugendturnerinnen A/B (14 bis 17 Jahre) vertrat der SV Steinwiesen den Turngau Coburg-Frankenwald beim Landesfinale. Die Mannschaft ging mit der Vorgabe an die Geräte, nicht als Letzter aus dem "Rennen" zu gehen. Dies gelang nicht. Die durchwegs mit Turnerinnen des Jahrgangs 2003 besetzte Mannschaft hatte in Lara Sesselmann ihre Beste mit 63,45 Punkten. Sesselmann konnte als einzige Turnerin des Frankenwald-Teams an zwei Geräten die 16-Punkte-Marke übertreffen: Am Sprung 16,45 und am Boden 16,05.
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