Coburg
HSC-Fan-Talk

Sorgt das Ziel Wiederaufstieg für zu viel Druck?

Nur eine von zahlreichen Fragen, die den Coburger Anhängern bei der ersten Gesprächsrunde mit Trainer Jan Gorr und Spielern unter den Nägeln brannten.
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Beim ersten Fan-Talk des HSC 2000 Coburg standen Spieler und Trainer Rede und Antwort (von links): Torwart Oliver Krechel, Neuzugang Felix Sproß, Moderator Tim Pechauf und Trainer Jan Gorr Wolfgang Desombre
Beim ersten Fan-Talk des HSC 2000 Coburg standen Spieler und Trainer Rede und Antwort (von links): Torwart Oliver Krechel, Neuzugang Felix Sproß, Moderator Tim Pechauf und Trainer Jan Gorr Wolfgang Desombre
CoburgDer erste Fan-Talk des HSC 2000 Coburg stand unter dem Motto "Fans fragen - Spieler und Coach stehen Rede und Antwort". Bei dem ersten Treffen dieser Art stellten sich Trainer Jan Gorr, Torwart Oliver Krechel und Neuzugang Felix Sproß den Fragen von Radio-1-Moderator Tim Pechauf am Dienstagabend im "Bayrish-Pub". Aber fast die 1. Mannschaft hatte sich nach ihrer Trainingseinheit fast komplett ein Stelldichein gegeben.
Was lag da näher, als einmal die neuen Spieler vorgestellt zu bekommen. Er nutze gerne alle Möglichkeiten, junge Spieler, die in das Anforderungsprofil der 1. Mannschaft passen, auch einzusetzen, erklärte Trainer Jan Gorr auf die Frage eines Fans nach dem ersten Einsatz eines Spieler aus Mazedonien. Der designierte Neuzugang Marko Neloski (wir berichteten) brauche erst eine Spielberechtigung, die der Rückraumspieler, wie Gorr hoffe, bis zum Wochenende auch bekommen werde.


Gorr: "Mit 3:3 Punkten zufrieden"

Natürlich war ein Resümee nach den ersten Spieltagen von den Fans erwartet. Gorr sei mit dem ausgeglichenen Punktstand zufrieden. Gegen die Top-Mannschaft VfL Lübeck-Schwartau könne man nach einem sehr umkämpften Spiel auch verlieren. Gegen den Wilhelmshavener HV habe die Mannschaft unbedingt zwei Punkte holen wollen, und habe dann mit einem Punkt etwas enttäuscht die Heimreise angetreten.
Es sei nicht korrekt, wenn man jetzt vom Wiederaufstieg spricht und die Mannschaft damit enorm unter Druck setzt, war der Vorwurf an Trainer Jan Gorr aus dem Fankreis.
Leistungsdruck sei grundsätzlich immer vorhanden und die 1. Bundesliga das ambitionierte Ziel. Letztes Jahr hat der HSC in der 1. Liga gespielt und sei aber nicht gut gewesen, gab Gorr zu. Es sei jedoch wahnsinnig schön gewesen und habe einfach fasziniert. "Da wollen wir wieder hin", sagte der Coach. An diesem ehrgeizigen Ziel werde gearbeitet und die Spieler würden jede Trainingseinheit nutzen.
Er sei sich sicher, dass "wir es schaffen werden", aber ob es bereits in dieser Saison gelingt, sei fraglich. Das Team sei auf dem richtigen Weg, aber auf Knopfdruck funktioniere es halt nicht. Sportler wollen nach den Worten von Oliver Krechel ein Ziel haben, an den sie sich auch messen können.
Haben die Spieler ein Ritual vor dem Spiel? Ein oder mehrere Kännchen Kaffee und dazu ein Stück Kuchen gehören bei Oliver Krechel unbedingt vor dem Spiel dazu. Auch Trainer Jan Gorr genießt das koffeinhaltige Getränk und "ein Stück Kuchen muss einfach dabei sein".


Ritual mit Kaffee und Kuchen

Wer in der 1. Mannschaft spielt, entscheidet allein die Leistung des Spielers. Sie müssen an ihre Grenzen gehen und dann habe er als Trainer die Qual der Wahl. Einsatzzeiten müssen erarbeitet werden und er wisse, dass junge Leute nicht in Perfektion funktionieren: "Ich verteile keine Bonuskarten."
Am Freitag soll an die gute Leistung gegen Bietigheim angeknüpft werden. Der HSC müsse sich nicht verstecken und werde im Spitzenspiel gegen Tabellenführer Balingen alles geben. "Warum sollen wir nicht gewinnen können?"
Auf die Frage, ob der Etat sich nach dem Abstieg in die 2. Liga verändert habe, gab es die Antwort des Trainers, dass es im Vergleich zur letzten Saison klare Abstriche gibt. Gibt es wieder organisierte Fahrten zu Auswärtsspielen? Zum Spiel nach Rimpar ist ein Sonderzug oder der Einsatz von Bussen geplant, erklärte Steffen Ramer, Geschäftsführer Marketing & Vertrieb. Zum Spiel nach Eisenach am 10. November sollten schon zwei bis drei Busse zusammenkommen, sagte Ramer. "Wir wollen dort eine gelbe Wand hinzimmern."
Wie er sich als Torwart auf einen Siebenmeter vorbereitete, war eine weitere Frage in dem einstündigen Fan-Talk. Es sei eine Mischung aus Reaktion und Videoanalyse, antwortete Torwart Oliver Krechel. Felix Sproß schaut als Spieler auf die Bewegung des Torwartes und entscheidet dann aus der Situation heraus, in welche Ecke er den Ball platzieren will. Spätestens nächste Woche will der HSC seine neue Homepage präsentieren, informierte Ramer. Spieler und Trainer seien froh, wenn die Zuschauer bis zum Schlusspfiff hinter der Mannschaft stehen, so der Appell an die Fans, wenn es auch einmal nicht so gut laufen sollte. Zuschauer hätten einen großen Einfluss auf die Spieler und auch die Schiedsrichter, merkte Trainer Jan Gorr an.


Fan-Einfluss auf Schiedsrichter

Es sei legitim, so den Heimvorteil zu nutzen und durch eine prächtige Stimmung könne das Spiel auch einmal gedreht werden. Die Stimmung in der HUK-Arena sei immer gut und der HSC hätte die besten Fans, lobte Oliver Krechel.
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