Coburg
Klettern

Sofie Paulus klettert ganz oben mit

Die 21-jährige Studentin vom DAV Coburg landete bei der deutschen Meisterschaft im Lead-Klettern in Hilden auf Platz 5.
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Die Coburgerin Sofie Paulus beim Felsklettern: hier in der Route "Equipe Tricolor, 10-" am Rolandfels im Kleinziegenfelder Tal) Foto: privat
Die Coburgerin Sofie Paulus beim Felsklettern: hier in der Route "Equipe Tricolor, 10-" am Rolandfels im Kleinziegenfelder Tal) Foto: privat
Mit Coburger Beteiligung hat die deutsche Meisterschaft im "Lead-Klettern" in Hilden stattgefunden. Sofie Paulus, die noch beim Qualifikationswettbewerb der süddeutschen Meisterschaft mit dem etwas ungewöhnlichen Routenbau gehadert hatte und deutlich unter Wert auf Platz 9 gelandet war, wusste diesmal voll zu überzeugen.

Speziell im Halbfinale, für das sich in den zwei Kletterrouten der Hauptrunde 26 Starterinnen qualifizierten, kletterte die 21-jährige Studentin allen davon. Nach diesem Halbfinale lag sie in Führung und musste als letzte Starterin in die Finalroute einsteigen. Es gelang ihr dann allerdings nicht mehr, eine ähnliche Leistung abzurufen. Es ist extrem schwierig, die nötige Spannung über einen so langen Wettkampftag aufrechtzuerhalten. Am Ende erreichte Paulus aber einen ganz starken fünften Platz. Fürs Podium haben nur zwei Züge gefehlt, trotzdem war die Coburgerin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Bemerkenswert war die Leistung vor allem, da Paulus ihren zentralen Fokus gar nicht auf das Hallen- und Wettkampfklettern legt. Die Hallenwettkämpfe sind für sie eher eine grobe Standortbestimmung, die sie ohne spezielle Vorbereitung angeht. Umso erfreulicher, dass sie sich wie im Vorjahr wieder in der deutschen Spitze platzieren konnte.


Reisen durch ganz Europa

Wie viele ambitionierte junge Kletterer konzentriert Paulus ihre Aktivitäten im Wesentlichen auf das Felsklettern und versucht dort, möglichst viele Routen hoher Schwierigkeit zu schaffen.
In der aktuellen Saison konnte sie bereits 20 Routen ab dem Schwierigkeitsgrad 10- meistern bzw. "rotpunkten", wie es im Fachjargon heißt. Neben ihrem Studium (Geowissenschaften in Erlangen) reist sie viel durch die Klettergebiete Europas. Italien, Spanien, Frankreich und natürlich der Frankenjura sind in ihrer Routenliste 2017 vertreten. Für die nächsten Jahre ist es sicher eines ihrer Ziele, auch am 11. Schwierigkeitsgrad zu schnuppern.
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