Coburg
Luftgewehr-Bundesliga

SG Coburg sucht weiter das Glück

Ein Sieg und eine Niederlage: Die Coburger kehren mit gemischten Gefühlen vom Wettkampf in Teublitz zurück.
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Manuel Wittmann präsentierte sich mit 397 Ringen gegen Saltendorf in starker Verfassung.  Foto: Hagen Lehmann
Manuel Wittmann präsentierte sich mit 397 Ringen gegen Saltendorf in starker Verfassung. Foto: Hagen Lehmann
Dass auch der zahlengeprägte Schießsport keine Mathematik ist, musste die SG Coburg am Wochenende schmerzhaft feststellen. Trotz des besten Mannschaftsergebnisses aller Teams am Samstag und respektabler Einzelresultate am Sonntag, reichte es für die Schützen um Mannschaftskapitän Jürgen Wallowsky nur zu einem Sieg. Nach dem 3:2-Erfolg gegen den Gastgeber Eichenlaub Saltendorf am Samstag, setzte es tags darauf eine hauchdünne 2:3-Niederlage gegen SV Pfeil Vöhringen. "Jeder Wettkampf in dieser Saison stand bisher Spitz auf Knopf und wurde erst mit dem letzten Schuss entschieden. Leider fehlt uns heuer einfach das Quäntchen Glück", sagt SG-Betreuer Reinhard Mohr.

Mit Platz 8 und 4:8 Mannschaftspunkten nach sechs Wettkämpfen sind die Aussichten auf die Teilnahme an der Bundesliga-Endrunde (Plätze 1 bis 4) eher düster. Mindestens vier der verbleibenden fünf Wettkämpfe müssen die Coburger für sich entscheiden, um die Qualifikation doch noch zu schaffen.

Am Samstag lief für die SG noch alles am Schnürchen. Jürgen Wallowsky und Manuel Wittmann (jeweils 397 Ringe) zeigten sich sehr treffsicher und entschieden ihre Duelle deutlich für sich. Auch Bernhard Pickl an Position 1 gewann knapp mit 395:394 gegen Alexander Schmirl. Sogar ein deutlicher Erfolg wäre für Coburg möglich gewesen, doch Sabrina Hößl an Position 2 und Lorenz Gluth an 5 verloren ihre Paarungen haarscharf mit jeweils einem Ring. Trotzdem war die Stimmung im Team nach dem Erfolg gegen den starken Gastgeber "absolut Bombe", verrät Mohr.

Mit entsprechend viel Selbstvertrauen ging die SG ins Duell gegen Vöhringen. Trotzdem war Coburgs Topschütze Pickl gegen Sergei Kamenskiy, der bei Olympia 2016 die Silbermedaille holte, absolut chancenlos. Nachdem der Russe am Vortag 399 Ringe schoss, waren es gegen Coburg 398 - lange Zeit lag er sogar auf "400er-Kurs". "Der war an diesem Wochenende nicht zu packen. Und auch Florian Krumm auf Position 4 wuchs mit 398 Ringen über sich hinaus", so Mohr. Da dann auch noch Hößl wie gegen Saltendorf mit einem Ring verlor, war die knappe Niederlage besiegelt.

Am 25. November geht es für die SG mit dem Wettkampf in Vöhringen weiter. Gegner ist der Tabellenletzte SSV Kronau. Verzichten müssen die Coburger dabei auf ihre beiden Topschützen Pickl und Nikola Mazurova, die an einem Wettbewerb in Australien teilnehmen.


Die Statistiken:



Eichenlaub Saltendorf -
SG Coburg 2:3

Alexander Schmirl - Bernhard Pickl 394:395, Julia Simon - Sabrina Hößl 394:393, Helmut Kächerle - Jürgen Wallowsky 393:397, Claudia Brunner - Manuel Wittmann 394:397, Benjamin Moser - Lorenz Gluth 393:392
Gesamtringe: 1968:1974
SV Pfeil Vöhringen -
SG Coburg 3:2

Sergei Kamenskiy - Bernhard Pickl 398:395, Hannah Steffen - Sabrina Hößl 395:394, Michaela Kögel - Jürgen Wallowsky 390:393, Florian Krumm - Manuel Wittmann 398:391, Daniel Schamel - Lorenz Gluth 391:392

Gesamtringe:
1972:1965
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