Coburg
Luftgewehr-Bundesliga

SG Coburg hat Platz 4 wieder im Visier

Die personell dezimierten Coburger Schützen setzten sich mit 3:2 gegen das Tabellenschlusslicht aus Kronau durch.
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Jürgen Wallowsky gewann an Position 2 knapp mit 391:390 Ringen gegen seine Kronauer Kontrahentin Melanie Ebend.  Foto: Hagen Lehmann
Jürgen Wallowsky gewann an Position 2 knapp mit 391:390 Ringen gegen seine Kronauer Kontrahentin Melanie Ebend. Foto: Hagen Lehmann
Vöhringen/CoburgDie Coburger Luftgewehrschützen haben ihre Chancen auf den Einzug in die Bundesliga-Endrunde gewahrt: Gegen den Tabellenletzten SSV Kronau setzte sich die Mannschaft um Kapitän Jürgen Wallowsky, wie gestern bereits gemeldet, im schwäbischen Vöhringen mit 3:2 durch.

SSV Kronau - SG Coburg 2:3

Die Vorzeichen für die SG standen nicht gerade günstig: Mit Nikola Mazurova, Bernhard Pickl (beide mit Nationalteams im Einsatz) und Adela Bruns (Babypause) fielen alle drei ausländischen Topschützen aus. Dazu ging Katharina Stang mit starken Rückenschmerzen in den Wettkampf. Unbeeindruckt zeigte die Schützin aus Dörfles-Esbach an Position 5 lange Zeit eine gute Leistung, bevor sie am Ende (keine 10er-Wertung in den letzten fünf Schüssen) ihrer körperlichen Verfassung etwas Tribut zollen musste. Stang unterlag ihrem Kontrahenten Christian Butz mit 383:387 Ringen.
Spiegelverkehrt verlief der Wettkampf für Sabrina Hößl, die in Abwesenheit von Mazurova und Pickl, an Position 1 gesetzt war. Die 20-Jährige legte zwar ein starkes Finish hin, verlor aber ihr Duell aufgrund einiger Patzer in der ersten Serie gegen Steffen Hillenbrand mit 394:395 Ringen. Seine ganze Routine spielte einmal mehr Jürgen Wallowsky bei seinem knappen Erfolg gegen Melanie Ebend aus (391:390). Eine klare Angelegenheit für die Coburger waren die beiden anderen Paarungen: Sowohl Manuel Wittmann an Position 3 (395:388 gegen Ralf Hillenbrand) als auch Lorenz Gluth an vierter Stelle (393:382 gegen Christopher Fix) dominierten ihre Gegner nach Belieben und holten sich dafür ein Sonderlob von SG-Betreuer Reinhard Mohr ab: "Beide haben sehr gut und schnell geschossen und damit ihre Gegner unter Druck gesetzt."

Mit dem Endergebnis ist Mohr trotzdem nicht gänzlich zufrieden, denn trotz des personellen Engpasses liebäugelte er mit einem deutlicheren Erfolg. "Leider haben alle Kronauer weit über ihre Verhältnisse geschossen. Von den Durchschnittsergebnissen her wäre auch ein klares 5:0 möglich gewesen", erklärt Mohr.


Machbares Restprogramm

Nach sieben von elf Wettkämpfen hat sich das Feld der Luftgewehr-Bundesliga noch mehr zusammengezogen. Die Coburger liegen zwar weiter im hinteren Mittelfeld (Platz 8, 6:8 Punkte), haben aber nur noch zwei Punkte Rückstand auf Rang 4, der zur Teilnahme am Finalwochenende am 3. und 4. Februar in Paderborn berechtigt. Da die bisherigen vier Coburger Niederlagen (jeweils 2:3) allesamt sehr knapp ausfielen, weist die SG ein gutes Einzelpunkteverhältnis (18:17) auf - ein nicht zu unterschätzender Faktor im Kampf um die Finalplätze. Das Restprogramm der Vestestädter scheint zumindest auf dem Papier auch machbar. "Alle Gegner, auf die wir noch treffen, sind auf Augenhöhe", sagt Mohr.

Am 9. und 10. Dezember trifft Coburg in Kronau auf SSG Dynamit Fürth (Platz 6) und auf SSVG Brigachtal (Platz 11). Während die SG dann wieder auf die tschechische Topschützin Mazurova zurückgreifen kann, muss Fürth verletzungsbedingt auf die zwölffache Weltmeisterin Sonja Pfeilschifter verzichten. Mit zwei Siegen wäre die Türe zum Finale wieder weit offen. "Die Hoffnung haben wir noch lange nicht aufgegeben", gibt sich Mohr kämpferisch.


Die Statistiken


SSV Kronau -
SG Coburg 2:3

Steffen Hillenbrand - Sabrina Hößl 395:394, Melanie Ebend - Jürgen Wallowsky 390:391, Ralf Hillenbrand - Manuel Wittmann 388:395, Christopher Fix - Lorenz Gluth 382:393, Christian Butz - Katharina Stang 387:383
Gesamtringe: 1942:1956
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