Coburg
Fussball-Bezirksliga West

Mönche verlieren in der Nachspielzeit

In der 92. Minute kassiert Mönchröden den Treffer zum 1:2 gegen Ebensfeld. Der FC Coburg erkämpft sich in dreifacher Unterzahl einen Punkt beim FC Mitwitz.
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Daniel Puff und der TSV Mönchröden mussten sich unglücklich mit 1:2 im Wildpark gegen den TSV Ebensfeld geschlagen geben.  Foto: Hagen Lehmann
Daniel Puff und der TSV Mönchröden mussten sich unglücklich mit 1:2 im Wildpark gegen den TSV Ebensfeld geschlagen geben. Foto: Hagen Lehmann
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Vor dem Spiel wäre ein 1:1 zwischen dem FC Mitwitz und dem FC Coburg wohl als "normales" Spiel abgestempelt worden. Angesichts der Tatsache, dass die Vestekicker aufgrund von drei Platzverweisen eine halbe Stunde mit acht Spielern gegen elf Mitwitzer bestehen mussten, gleicht das Unentschieden schon fast einer Sensation. Daniel Alles, Gökhan Sener und Fabian Carl mussten den Platz allesamt zwischen der 48. und der 61. Minute verlassen, ihre verbliebenen Teamkollegen warfen alles in die Waagschale und retteten das 1:1 über die Zeit. Der FCC bleibt nun zumindest weiterhin in Reichweite zu Rang 2. Tabellenführer FC Eintracht Bamberg ist nach einem 5:0-Erfolg gegen Oberhaid aber bereits mit sieben Punkten Vorsprung enteilt.

Kein Glück hatte der TSV Mönchröden. Nachdem Lukas Köhn erst in der 85. Minute gegen den TSV Ebensfeld ausgleichen konnte, setzte es in der zweiten Minute der Nachspielzeit den bitteren K.o. Nach einer ordentlichen ersten Hälfte geriet der TSV Meeder beim SV Merkendorf mit 1:6 gehörig unter die Räder. Mehr ausgerechnet hatte sich auch der SV Bosporus Coburg, der seine Heimpartie gegen den TSV Schammelsdorf deutlich mit 0:3 verlor.

FC Mitwitz -
FC Coburg 1:1 (0:1)

Coburg bestimmte weitestgehend die Anfangsphase, biss sich aber an der vielbeinigen Heimdefensive einschließlich ihres aufmerksamen und mitspielenden Keepers Jan Winterstein die Zähne aus. Mitwitz lauerte auf Konter, welche mit langen Diagonalbällen eingefädelt wurden. So ein schneller Vorstoß führte fast zur Heimführung, aber der sehr gute Gäste-Schlussmann Oleksandr Churilov kam noch rechtzeitig aus seinem Kasten, um den durchgebrochenen FC-Torjäger Luis Langbein den Ball noch vom Fuß wegzuschnappen. Dann ließ sich der Coburger Daniel Alles direkt vor der Mitwitzer Haupttribüne zu einem rüden Foul an Marc Hofmann hinreißen, wobei diese Gelbe Karte noch Folgen haben sollte. Auf der anderen Seite fiel nach einem Foulspiel an Calle Schiebel der Gäste-Führungstreffer. Sertan Sener war es, der mit einem sehenswerten Freistoß über die Mauer unhaltbar aus 22 Metern direkt in den linken Winkel zum 1:0 für die Vestekicker traf.

Auf der Gegenseite nutzte Dominic Fischer eine Lücke in der Coburger Abwehr aus und lief ganz alleine auf das Gästetor zu, aber auch er fand in Churilov seinen Meister. Nach der Pause nahm ein Spiel einen Lauf, wie man es wohl nur selten erlebt hat. Nach einem tollen Pass von Lukas Wrzyciel auf die linke Angriffsseite, spurtete Luis Langbein zum Ball und ging im Zweikampf mit Daniel Alles zu Boden. Die Konsequenz war die Gelb-Rote Karte gegen Alles. Jetzt wurde die Partie immer unansehnlicher, da sich viele Fouls und Nickligkeiten einschlichen.
Nach einem weiteren harten Einsteigen gegen einen Mitwitzer Spieler zeigte der junge Unparteiische Vorteil an. Luis Langbein nutzte diese Situation kaltschnäuzig aus, indem er das Leder von der rechten Strafraumecke herrlich mit links in den langen, oberen Winkel zum 1:1-Ausgleich schlenzte (56.).

Nur zwei Minuten später dezimierte Gökhan Sener seine Mannschaft weiter, da auch er schon verwarnt erneut ein Foul begann, wofür er mit Gelb-Rot den Platz verlassen musste (58.). Das aufgeheizte Match drohte zu eskalieren, da die Gäste-Verantwortlichen mit diesen Entscheidungen alles andere als einverstanden waren. Erst recht, als wiederum nur drei Minuten später dem Coburger Fabian Carl wegen Schiedsrichterbeleidigung der rote Karton unter die Nase gehalten wurde und auch er vorzeitig zum Duschen konnte. In der Folge rannte Mitwitz zwar ununterbrochen an, konnte sich jedoch keine großen Möglichkeiten herausspielen. Einzig Luis Langbein war es, der mit Solos für Gefahr sorgte, aber im Abschluss auch Pech hatte oder an Churilov scheiterte. Durch viele Unterbrechungen schaffte es der FCM nicht mehr, den erhofften Siegtreffer zu erzielen.

TSV Mönchröden -
TSV Ebensfeld 1:2 (0:0)

Die "Mönche" bestimmten die Anfangsphase und erspielten sich eine Feldüberlegenheit. Danach konnten die Gäste die Partie ausgeglichener gestalten. Die erste nennenswerte Torchance gehörte den Gastgebern, Späth verzog aber aus aussichtsreicher Position. Auch Ebensfeld hatte Torgelegenheiten: Zuerst verfehlte Popp knapp mit seinem Flachschuss das lange Eck des TSV-Gehäuses, wenig später hatte Chr. Quinger mit seinem Kopfball kein Glück. Bis zur Pause dominierten die beiden Abwehrreihen und ließen wenig zu. Gleich nach Wiederbeginn handelte sich Wicht die Rote Karte ein und schwächte damit sein Team. Trotzdem gestaltete der einheimische TSV das Spiel ausgeglichen und setzte Akzente. In der 75. Minute verwertete Holzheid eine Flanke von Popp zum überraschenden 0:1. Die Gastgeber steckten jedoch nicht auf. Ehrlich scheiterte nach gelungener Vorarbeit (80.) von K. Greiner aus kurzer Distanz am großartig reagierenden Keeper Reschke. Dennoch gelang dem Hüttl-Team der verdiente Ausgleich durch einen von Köhn sicher verwandelten Handelfmeter. Die kalte Dusche für die Heimelf folgte allerdings in der Nachspielzeit, als Amon das 1:2 für seine Farben erzielte.

Bosporus Coburg -
TSV Schammelsdorf 0:3 (0:1)
Nach dem Sieg in Würgau wollten die Coburger ihren ersten Heimsieg einfahren. In den ersten Minuten sahen die Zuschauer ein ausgeglichenes Spiel. In der 10. Minute verfehlten die Schammelsdorfer mit einem gefährlichen Freistoß aus großer Distanz das Tor nur knapp. Das 0:1 in der 15. Minute kam durch einen Fehler in der Bosporus-Abwehr zustande, so dass Pascal Herbst den Ball nur noch verwandeln musste.

In der Folge zeigte die Heimmannschaft gute Aktionen. Chris Schneider wäre fast der Ausgleich gelungen. Doch viele Ballverluste des SVB hemmten den gewünschten Spielfluss. In der 60. Minute fiel das 0:2 für die Gäste, wobei die Coburger hier den Schammelsdorfer Torschützen Ohland im Abseits sahen. Kurz danach verwertete Michael Massak einen Freistoß zum 0:3. In den letzten Minuten hatten die Platzherren noch vereinzelte Chancen, doch blieb es beim 0:3. An Spielqualität wurde wenig geboten, so dass der Schlusspfiff eher eine Erleichterung war. ob
SV Merkendorf -
TSV Meeder 6:1 (1:1)

Einen aufgrund der starken zweiten Halbzeit auch in dieser Höhe verdienten Heimsieg feierte die Mannschaft von Trainer Stephan Essig. Bereits in der 2. Minute gingen die Gastgeber in Führung: Torschütze war Marc Dürbeck. Doch die Gäste aus Meeder zeigten sich davon nicht sonderlich beeindruckt. Einen schnellen Angriff über die Außenbahn nutzte Tom Thiel zum Ausgleich (5.). Danach verlief die Begegnung ausgeglichen, beide Teams hatten mehrfach die Möglichkeit zum Torerfolg. Frank Schneider musste einen Ball auf der Linie klären. Kurz darauf scheiterte Geburtstagskind Waldi Kappel am Torwart TSV-Keeper Schultheiß. Nach 35 Minuten überschlugen sich die Ereignisse. Erst scheiterte Gästestürmer Tim Knoch am gut reagierenden Michael Menze im Tor des SVM. Im Gegenzug traf Spielführer Daniel Schulz zum 2:1. Danach waren die Gastgeber eindeutig die bessere Mannschaft. Nach schönem Doppelpass von Michael Rausch mit Marco Rießland war dieser frei durch und vollendete zum 3:1 (50.). In der 59. Minute wurde Marc Dürbeck gut angespielt - er erzielte das 4:1. Drei Minuten später schlug der Merkendorfer Torjäger erneut zu. Benjamin Martin setzte ihn in Szene und Dürbeck gelang sein drittes Tor. Nachdem Dürbeck im Strafraum nur per Foul gebremst werden konnte, verwandelte Michael Rausch den Strafstoß sicher zum 6:1 (71.).
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