Coburg
3. Handball-Liga Ost

HSC-Reserve: Punkt, Rot und ein Verletzter

Für den HSC II reichte es auch beim Tabellenvorletzten nicht zum Sieg. Kellner flog nach einem Allerweltsfoul von der Platte. Knauer verletzte sich.
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Jakob Knauer (links) zog sich im Spiel der HSC-Zweiten eine Schulterverletzung zu und muss vorerst pausieren. Im Zweitligaspiel in Eisenach (Bild) kam der Ex-Berliner in der 1. Mannschaft zum Einsatz. Foto: Iris Bilek
Jakob Knauer (links) zog sich im Spiel der HSC-Zweiten eine Schulterverletzung zu und muss vorerst pausieren. Im Zweitligaspiel in Eisenach (Bild) kam der Ex-Berliner in der 1. Mannschaft zum Einsatz. Foto: Iris Bilek
Auch beim Tabellenvorletzten der 3. Liga Ost machte sich das Manko der Coburger Zweitliga-Reserve nachteilig bemerkbar. In Bad Blankenburg blieben wieder zu viele gute Tormöglichkeiten ungenutzt. Am Ende muss man mit dem einen Zähler beim 24:24 sogar zufrieden sein, denn geführt haben die Coburger das ganze Spiel nicht.

Das Remis reichte der HSC-Zweiten jedoch zumindest dazu aus, dass der Abstand zu den Abstiegsplätzen gewahrt wurde. Dass der Vorletzte, SG Bruchköbel, mit dem 25:25 bei der HSG Rodgau Nieder-Roden bis zehn Sekunden vor dem Ende den Dritten fast straucheln ließ, zeigt die Ausgeglichenheit dieser Spielklasse.


HSV Bad Blankenburg gegen
HSC 2000 Coburg II 24:24 (12:9)

Der Gastgeber setzte sich mit 6:3 ab (15.). Drei Siebenmeter, eine gelbe Karte und eine Zeitstrafe gegen Coburg, standen in diesem Moment zwei gelben Karten, ein verworfener Strafwurf und zwei vergebene Großchancen gegenüber. Ein Start, der die Gemüter erhitzte. Etwas leichter hätte sich der HSC II auf alle Fälle tun können, wenn nicht immer wieder beste Gelegenheiten ungenutzt geblieben wären. So geriet man unnötigerweise ins Hintertreffen. Drude, Wucherpfennig und Schramm brachten ihre Mannschaft nach knapp 20 Minuten wieder auf 6:7 heran.

Kurz darauf gab es aus HSC-Sicht eine unfassbar konfuse SR-Entscheidung: Disqualifikation aus heiterem Himmel gegen Benedikt Kellner, und es kam noch dicker, als Jakob Knauer nach einer Abwehraktion verletzt ausscheiden musste. Beide Rückschläge verkraftete die Mannschaft gut und kam nach dem 6:9 (24.) zwei Minuten später, beim 9:10 durch Wolf, Drude und Munoz sogar in Unterzahl wieder heran. Durch zwei Strafwürfe erhöhten die Einheimischen auf drei Tore bis zur Pause.

Vielversprechend ging es mit Toren von Pernet und Wolf in die 2. Hälfte. Danach wurde wieder ein Siebenmeter verworfen und Bad Blankenburg setzte sich über 15:12 nach knapp 37 Minuten mit vier Toren auf 17:13 ab. Aber auch diesmal ließen sich die Gäste nicht unterkriegen, holten sich mit Pernet (2) und Drude den Anschluss (17:16), waren dann aber ein wenig unkonzentriert und lagen bald wieder mit vier Treffern im Rückstand (18:22).

Mit toller Moral ausgestattet vermasselten die Coburger dem HSV den jetzt nahen doppelten Punktgewinn. Nach dem 22:23 durch Schramm egalisierten Franke und letztlich Wolf mit einem Siebenmeter 45 Sekunden vor dem Schlusspfiff, die vermeintlich komfortable 24:22-Führung der Gastgeber.


Stimmen zum Spiel

HSC-Trainer Martin Röhrig: "Wir haben heute unfassbar viele 100-prozentige Chancen ausgelassen, normal kann man dann nicht mehr punkten. Dazu kommt die Rote Karte gegen Benedikt und die schwere Verletzung von Jakob, die ich gerne gegen den Punkt eingetauscht hätte. Aber alle haben vorbildlich gekämpft und sich den Punkt verdient. Max Drude und Patrick Pernet haben ihr bestes Saisonspiel gemacht, Patryk Foluszny in der Schlussphase sein Tor vernagelt und Jonny Rivera war der Fels in der Abwehr."

Jonathan Rivera (HSC-Abwehrstratege): "Es war ein typisches Spiel von uns. Meiner Meinung nach hat sowohl die Abwehr als auch der Angriff gut gespielt, aber vorne gingen einfach unendliche Möglichkeiten nicht rein. Das hat unser ganzes Spiel markiert. Ich muss leider sagen, dass wir am Ende mit dem einen Punkt zufrieden sind. Die Rote Karte von Kellner ist ein Witz, kaum "Zwei-Minuten-würdig". Die Verletzung von Jakob Knauer war eine unglückliche Aktion in der Abwehr."
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