Coburg
3. Handball-Liga Ost

HSC Coburg II bleibt 13 Minuten ohne Tor

Die Reserve des HSC verkauft sich im zweiten Spiel in Folge unter Wert: Gegen den SC Magdeburg II musste sich die Röhrig-Truppe mit 21:27 geschlagen geben.
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Auf den harten Boden der Tatsachen landeten Kenny Schramm und die Coburger Handball-Reserve in der zweiten Halbzeit.  Foto: Iris Bilek
Auf den harten Boden der Tatsachen landeten Kenny Schramm und die Coburger Handball-Reserve in der zweiten Halbzeit. Foto: Iris Bilek
CoburgÜber drei Viertel der Spielzeit hat die 2. Mannschaft des HSC Coburg am Sonntagnachmittag bei ihrem ersten Auftritt in der HUK-Arena prima mit dem SC Magdeburg II mitgehalten. Aufgrund einer völlig unerwarteten Schwächephase, in der Magdeburg alles gelang und dem HSC das Pech an den Händen klebte, fiel die Niederlage mit 21:27 unnötig hoch aus.

Nach drei Spieltagen gibt es mit der SG Leutershausen (29:22 gegen HC Erlangen II) nur noch eine Mannschaft ohne Punkteverlust, während im Tabellenkeller mit dem GSV Eintracht Baunatal (23:26 bei HSC Bad Neustadt) und MSG Groß-Bieberau (28:34 bei HSV Bad Blankenburg) nur noch zwei Mannschaft ohne jeden Pluspunkt dastehen.

HSC 2000 Coburg II -
SC Magdeburg II 21:27 (11:13)

"Heute lief einfach alles gut für uns", äußerte sich SCM-Trainer Vanja Radic nach der Partie. Bei den Coburgern kann davon nicht die Rede sein. Aber obwohl die Röhrig-Schützlinge das Visier oft schlecht eingestellt hatten, teils zu hektisch agierten und auch zu viele Fehler produzierte, waren sie zumindest 45 Minuten mindestens auf Augenhöhe. Neben den eigenen Fehlern standen auch die Referees im Fokus, die vom Coburger Anhang ungewohnt oft ausgepfiffen und sogar vom gegnerischen Trainerteam kritisiert worden sind.

Bis zum 3:3 in der 12. Minute traf der HSC bereits zweimal das Metall und scheiterte ebenso oft frei stehend. Aber auch die Gäste fanden ihren Meister im aufmerksamen HSC-Keeper Tim Titze. Danach wurde das Spiel endlich torreicher. Bis zum 8:8 (20.) lief Magdeburg immer einem knappen HSC-Vorsprung hinterher, erhöhte dann aber nach der 10:9-Führung innerhalb von vier Minuten auf 13:10.

Druckvoll begannen die Gelb-Schwarzen nach einer Kabinenpredigt die zweite Halbzeit. Kenny Schramm und zweimal Andi Wolf brachten mit ihrer Routine ihr Team innerhalb von knapp vier Minuten wieder mit 14:13 in Front. Die kompromisslose Abwehr der Magdeburger ließ sich jedoch nicht einschüchtern und deren clever agierende Angriff hielt die Partie bis zum 18:18-Ausgleich (44.) in der Partie. Dann kam der große Einbruch der HSC-Reserve: Bis zur 57. Minute blieb Coburg trotz einiger guter Möglichkeiten ohne einen Torerfolg. Magdeburg konnte locker auf 25:18 davonziehen und die Partie war damit gelaufen.


Stimmen zum Spiel

Ronny Göhl (HSC-Co-Trainer): "Wir haben kein Angriffsspiel gefunden, den Ball eigentlich nur hin und her geschoben, nicht mannschaftlich gespielt. Nur Eins gegen Eins ist zu wenig. Die Deckung war in der 1. Halbzeit noch in Ordnung, wir belohnen uns aber im Angriff nicht. In die 2. Halbzeit kommen wir gut rein, verlieren dann den Faden und dann gibt es nichts weiter zu sagen."

Vanja Radic (Trainer SC Magdeburg): "Ich habe es mir deutlich, deutlich schwerer vorgestellt. Ich habe im Video die Truppe von Coburg gesehen. Da sind viele richtig gute Spieler dabei. Unsere Deckung hat einfach gut gepasst heute. Und auch vorne ist uns sehr viel gelungen."

Nikola Franke (HSC-Spieler): "Wir haben in keinster Weise das gemacht, was wir uns vorgenommen hatten. Wir wussten was kommt und wie Magdeburgs Abwehr spielt, haben aber trotzdem genau das gemacht, was wir nicht wollten: den Ball laufen lassen. Die Abwehr war im Positionsangriff gefestigt gestanden, leider haben wir aber über die rechte Seite zu viele Tore bekommen. Von den 27 Toren resultieren auch zu viele aufgrund unserer Fehler durch einfache Konter. Letzten Endes heißt es, abhaken, nach vorne schauen und als Lerneffekt für unsere junge Mannschaft mitnehmen und beim nächsten Mal die Halle mit beiden Punkten verlassen."


Die Statistik

HSC 2000 Coburg II: Tim Titze, Patryk Foluszny ; Marvin Munoz (1), Nikola Franke (1), Lukas Dude (1/1), Benedikt Kellner (4/1), Maximilian Drude, Jonathan Rivera (1),Christopher Härtl, Jakob Knauer (1), Kenny Schramm (5), Andreas Wolf (7), Jannik Merkwirth, Patrick Pernet, Dominik Bühler
SR: Florian Reuther/Michael Tobiasch (Idstein)
Zuschauer: 285
Zeitstrafen: 1/1
Strafwürfe: 3/3
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