Coburg
Rugby

Gebrauchter Tag für Coburg Wolves

Die Coburger waren im ersten Saisonspiel der Verbandsliga Bayern bei Meister chancenlos. Aufgrund vieler Verletzungen spielten die Wolves in Unterzahl.
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Wenig zu bestellen hatten die Coburger Rugby-Spieler um Abdul Latiff Bin Said (mit Ball), einem malaysischen Nationalspieler, beim Meister FC Eintracht Bamberg.  Foto: privat
Wenig zu bestellen hatten die Coburger Rugby-Spieler um Abdul Latiff Bin Said (mit Ball), einem malaysischen Nationalspieler, beim Meister FC Eintracht Bamberg. Foto: privat
Die Rugby-Mannschaft des TV 1848, die Coburg Wolves, haben ihre Auftaktpartie der Verbandsliga Bayern Nord beim letztjährigen Meister FC Eintracht Bamberg deutlich mit 7:60 verloren.
Das erste Heimspiel steht am Samstag, 11. November, um 14.30 Uhr auf dem Rugby-Spielfeld an der Rosenauer Straße 43a an. Der Gegner ist die 2. Mannschaft des TSV 1846 Nürnberg, deren 1. Mannschaft in der Rugby-Regionalliga Bayern spielt.

FC Eintracht Bamberg -
TV 1848 Coburg 60:7

Die Höhe der Niederlage im ersten Auswärtsspiel spiegelt nicht ganz den Spielverlauf wider. Die Coburger Wölfe sind zu diesem Spiel mit nur einem Ersatzspieler angereist. Bereits in der 5. Minute hatte sich der "Innendreiviertel" Michael Kempe am Knie verletzt und musste humpelnd das Feld verlassen. Mit der Einwechslung des einzigen Auswechselspielers, Thomas Geckel, musste die Aufstellung das erste Mal neu formiert werden. Trotzdem gingen die Coburger in der 10. Minute nach aggressiver Verteidigung durch ihren Mannschaftskapitän Emanuel Bauer mit 5:0 in Führung. Abdul Latiff Bin Said, ein Neuzugang aus Malaysia, erhöhte problemlos auf 7:0.

Nur 10 Minuten später verletzte sich "Verbinder" Arnaud Koch beim unglücklichen Tiefhalten eines gegnerischen Angreifers am Mittelfinger und konnte nicht mehr weiterspielen. Somit waren die Coburg Wölfe mit 14 Spielern gegen 15 Bamberger in der Unterzahl. Es dauerte nur eine Minute bis der stark aufspielende Bamberger Kapitän durch die Abwehr der Wolves brach und mit einem Versuch auf 5:7 verkürzte. Den Ausgleich schafften die Gastgeber allerdings nicht.
Die körperlich stärkeren Stürmer der Bamberger gewannen in der Überzahl zunehmend Spielanteile. Durch das kompakte Auftreten der Bamberger Stürmer und das unnötige Abseitsspiel der Coburger kurz vor der eigenen Malfeldlinie gelang es Bamberg, in den restlichen 19 Minuten der ersten Halbzeit eine Führung herauszuarbeiten. Durch vier Versuche mit jeweils fünf Punkten und zwei "Erhöhungskicks" zog die Eintracht auf 29:7 davon.


Alle Chancen ausgelassen

Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit führte eine erneut absolut vermeidbare Abseitsstellung der Wolves zu einem Strafkick direkt vor den eigenen Malfeldstangen. Die bulligen Stürmer der Bamberger waren in der 44. Spielminute nicht mehr zu halten und erhöhten den Vorsprung auf 34:7. In der 52. Minute schrumpfte die Mannschaft des TV 48 aufgrund einer Gelben Karte für den stark spielenden Stürmer Tim Culmbacher auf 13 Feldspieler. Der angeschlagen mitgereiste Jugendleiter des TV 48, Daniel Bätz, hat sich spontan dazu entschieden, dem Team in dieser Situation zu helfen und wurde eingewechselt. Aufgrund der personellen Situation haben der Schiedsrichter und die gegnerische Mannschaft dem in der ersten Halbzeit verletzungsbedingt ausgewechselten Michael Kempe erlaubt, wieder mitzuspielen. Trotzdem konnten die Coburger ihre wenigen Chancen zur Ergebniskorrektur nicht nutzen. Die Übermacht der Bamberger führte zu weiteren vier Versuchen und drei "Erhöhungskicks" der Bamberger. Die 7:60-Niederlage war besiegelt.
An diesem Tag verfolgte den TV 1848 im wahrsten Sinne des Wortes das Verletzungspech, denn vier Minuten vor Spielende hatte sich der bis dahin bravourös kämpfende malaysische Schlussspieler Aidil Mohd Zaid bei einem Zusammenprall die rechte Schulter ausgekugelt und musste ins Bamberger Krankenhaus gebracht werden. Das Spiel war also ein Match mit unglücklichen Umständen, das die Spieler schnellstmöglich vergessen sollten. Die Vorzeichen für das Heimspiel am Samstag sind deutlich besser, denn viele Spieler die in Bamberg urlaubsbedingt oder aus privaten Gründen fehlten, sind wieder an Bord.
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