Coburg
2. Handball-Bundesliga

Foluszny und Krechel ebnen Coburg den Weg

Dank der Paraden der beiden Torsteher im richtigen Moment machte der HSC 2000 Coburg einen Fünf-Tore-Rückstand gegen Konstanz wett.
Artikel einbetten
Um jeden Ball wurde in der HUK-Arena verbissen gekämpft. Das Happyend gab es für Hagelin & Co.Timo Geldner
Um jeden Ball wurde in der HUK-Arena verbissen gekämpft. Das Happyend gab es für Hagelin & Co.Timo Geldner
+10 Bilder
Durchschnaufen beim HSC 2000 Coburg. Denn nach dem umkämpften Derby-Erfolg in Eisenach und drei sieglosen Heimspielen gelang gegen die auswärts noch punktlose HSG Konstanz ein hart erkämpfter 31:28-Erfolg. Gefeierter Mann - Torwart Oliver Krechel mit 16 Paraden, doch die Initialzündung gab sein Torwartkollege Patryk Foluszny mit einem parierten Strafwurf als Coburg mit fünf Treffern zurücklag.
Während Coburg weiter "ohne sechs" zurechtkommen musste, hatte die HSG Konstanz mit Konstantin Poltrum, eigentlich die Nummer Eins im Tor der Mannschaft vom Bodensee, mit einer Handverletzung ebenfalls einen schwerwiegenden Ausfall zu verkraften.
Beim HSC füllten die nicht eingesetzten Benedikt Kellner und Jakob Knauer die entstehenden Lücken auf dem Spielformular, fehlten aber der 2. Mannschaft bei deren knapper Heimniederlage. "Kiwi" spielte nach seinem Pferdekuss am Freitag in Eisenach mit dick bandagiertem linkem Oberschenkel.


Die Fans mussten lange stehen

Die Fans mussten lange auf den ersten Treffer warten, was auch an dem auffällig langsamen Spielaufbau der Gäste lag. Deren 5:1-Deckung stand besser als die der Eisenacher zwei Tage zuvor und beim HSC waren viele Ungenauigkeiten im Spielaufbau.
Pässe kamen nicht beim Nebenmann an, gute Chancen wurden vergeben, die Aufmerksamkeit zur Balleroberung bei einem von Krechel parierten Strafwurf fehlte, Konstanz nutze seine Optionen für den schnellen Anwurf. Vor allem die rechte Angriffsseite mit Kaletsch und Klingler spielte die Coburger Deckung schwindelig, acht der bis dahin elf Tore resultierten auf dieser HSG-Seite.
Vielleicht wäre da mal ein vorgezogener Abwehrspieler angesagt gewesen, um dort den Spielfluss zu brechen. Hinzu kamen einige seltsame SR-Entscheidungen, nicht nur in dieser Phase. Das alles führte dazu, dass Coburg lange einem knappen Rückstand hinterherlief.


Zuckerpass von Riehn auf Billek

Ein "Zuckerpass" über 25 Meter von Till Riehn auf Florian Billek brachte endlich wieder einen Ausgleich, wenig später ging der HSC in Führung.
Nun lief es genau anders herum, der HSC legte vor, Konstanz zog nach. Doch Coburg kam erneut aus dem Rhythmus, weil Konstanz geschickt verteidigte und im gebundenen Spiel die HSC-Würfe immer wieder blockte, Lücken gut zustellte. Auf der anderen Seite brachte Konstanz den Ball besser zum Nebenmann und ging auch verdient mit einer Führung in die Pause, da sie sechs Minuten keinen Treffer zuließen.
Daraus wurden fast neun Minuten in denen die Gäste auf fünf Treffer davonzogen. Dann kam die entscheidende Phase dieser Partie: Patryk Foluszny parierte beim ersten seiner zwei Einsätze einen Strafwurf und dann wurden drei Reflexe von Oliver Krechel, der einen sensationellen Tag erwischte, in kurzer Folge zur Wende. Das war die Initialzündung für einen HSC-Fünf-Minuten-Sprint mit dem sie den Rückstand wettmachten, kurz darauf erstmals selbst wieder in Führung gingen.
Aber es blieb spannend, weil die Gäste trotz dessen nicht locker ließen, weiter ihre Chance suchten. Coburg war jetzt aber dynamischer und vor allem zielstrebiger als über weite Strecken der ersten Halbzeit. Die doch spürbare Verunsicherung war Zuversicht gewichen, was sich auch auf die Aktionen auswirkte.
Konstanz stellte nochmals seine Abwehr um, deckte offensiv, doch Coburg ließ es sich nicht mehr nehmen. Eine Schrecksekunde gab es noch einmal als Flo Billek beim Stand von 28:26 seinen ersten Strafwurf vergab, aber dann im Nachwurf traf.
Verwandte Artikel
Noch keine Kommentare
Sie sind nicht angemeldet.
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentieren zu können!
registrieren