Coburg
3. Handball-Liga Ost

Bei der HSC-Reserve schwinden am Ende die Kräfte

Mit nur neun Feldspielern unterliegt der HSC 2000 Coburg II der HSG Rodgau Nieder-Roden mit 23:25.
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Trotz aufopferungsvollen Kampfes reichte es für die HSC-Reserve um Dominik Bühler nicht zu einem Remis gegen die HSG Rodgau.  Foto: Iris Bilek
Trotz aufopferungsvollen Kampfes reichte es für die HSC-Reserve um Dominik Bühler nicht zu einem Remis gegen die HSG Rodgau. Foto: Iris Bilek
Die Reserve des HSC 2000 Coburg musste sich in der 3. Handball-Liga Ost gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden zu Hause knapp mit 23:25 geschlagen geben. In kompletter Besetzung hätten die Coburger gute Gewinnchancen gehabt, aber neben Lukas Wucherpfennig waren auch die Jugendnationalspieler Benedikt Kellner und Jakob Knauer für die 1. Mannschaft im Einsatz. Dazu musste Nikola Franke verletzungsbedingt passen.

Keine Überraschung gab es in den Begegnungen der Topteams. Tabellenführer Großwallstadt besiegte zu Hause den Northeimer HC mit 34:23, die SG Leutershausen gewann gegen die SG Bruchköbel mit 33:29 und kletterte wieder auf Platz 2, da der HC Erlangen II bei der HSG Hanau mit 24:25 verlor.

Überraschend waren die 21:27-Niederlage des TV Gelnhausen beim bisherigen Schlusslicht HSV Bad Blankenburg und die 27:29-Heimniederlage des HSC Bad Neustadt gegen den TV Germania Großsachen, der gleich vier Plätze gutmachte. Um zwei Plätze schob sich die MSG Groß-Bieberau/Modau (12.) mit dem unerwartet klaren 35:28-Erfolg über den SC Magdeburg II (bisher 4.) nach vorne.

HSC 2000 Coburg II -
HSG Rodgau 23:25 (14:12)

Trotz des schnellen 1:0 durch Jonathan Rivera kamen die Coburger erst nach einigen Minuten in ihren Rhythmus. Die Abwehr war aber auf der Hut und bügelte die kleinen Fehler meist mit einem guten Stellungsspiel aus. Keiner der Kontrahenten konnte sich zunächst Vorteile verschaffen. Nach dem 4:5 (13.) fanden die Gastgeber endlich auch im Angriff zu ihrem Spiel und erzielten über das 5:7 und 7:7 mit dem sechsten Treffer von Andreas Wolf wieder die Führung (8:7, 19.).

Aber auch ein Zwei-Tore-Vorsprung (11:9) nach einem Treffer von Patrick Pernet brachte keine Ruhe ins Coburger Spiel. Die Gäste profitierten in der Folge von einigen Nachlässigkeiten der Hausherren und gingen mit drei Toren in Folge wieder in Führung. Kurz vor der Halbzeit gaben Wolf und zweimal Kenny Schramm die passende Antwort und brachten den HSC wieder mit zwei Toren in Front (14:12).


Zwei ärgerliche Zeitstrafen

Auch nach dem Wechsel hielten die ersatzgeschwächten Coburger mit großem Einsatz die knappe Führung, nur die Trefferquote war weiterhin verbesserungswürdig. Die sehr offene Deckung der Gäste, teils mit vier Spielern an der Freiwurflinie, brachte Coburg aus dem Konzept. Folgerichtig eroberte die HSG Rodgau Nieder-Roden während einer Coburger Zeitstrafe in der 43. Minute wieder die Führung (17:18).

Der HSC gab sich noch lange nicht auf und blieb in der hektischen Schlussphase weiterhin im Spiel (21:22, 55.; 23:24, 59.). Zwei etwas umstrittene Zeitstrafen gegen die Coburger machten dann aber die letzten Hoffnungen auf ein Remis zunichte.


Stimmen zum Spiel

Dominik Bühler (ein Treffer): "Wir haben uns alle zusammen voll reingehauen, weil wir zahlenmäßig weniger waren. Am Ende verlieren wir allerdings etwas die Kräfte. Ich weiß auch nicht genau, was dann los war, eventuell einige Unkonzentriertheiten. Auch von mir persönlich war der Abschluss nicht so berauschend. Aber wir haben jedenfalls alles gegeben und Vieles versucht. Schade, dass es am Ende nicht mit einem Sieg geklappt hat."

Ronny Göhl (HSC-Trainer): "Wir verlieren gegen eine personell starke Mannschaft mit zwei Toren zu Hause. Ein riesiges Kompliment an die Jungs, sie haben heute eine super Abwehr gespielt und im Angriff Geduld gezeigt. Wir hadern bis zur Pause etwas mit der Chancenverwertung und dummen Zwei-Minuten-Strafen. Ich denke, wenn man die zwei letzten Zeitstrafen nicht bekommt, schaffen wir zumindest ein Unentschieden.
Es ist halt total ärgerlich, wenn man sieht, mit welcher Mannschaft wir heute gespielt haben und mit was für einer Einstellung und Leistung wir trotzdem agiert haben, aber am Ende nichts dafür bekommen. Kompliment auch an Patrick Pernet und Jannik Merkwirth, die sonst weniger Einsatzzeiten bekommen, ihre Sache aber sehr gut gemacht und auch Verantwortung übernommen haben."
Jan Redmann (Trainer HSG Rodgau): "Wir haben so unglaublich schlecht gespielt, weil wir uns dem cleveren Spiel des Gegners angepasst haben, der aus einer Personalnot heraus das Beste gemacht hat. In der zweiten Halbzeit haben wir es dann zeitweise ein bisschen besser gemacht, aber wir müssen lernen, dass wir unser Spiel spielen. Es war ein ganz wichtiger Sieg heute, dank der Coburger Personalpolitik ein bisschen einfacher."


Die Statistik:


HSC 2000 Coburg II: Tim Titze, Patryk Foluszny; Marvin Munoz, Jannik Merkwirth (2), Maximilian Drude, Patrick Pernet (4/3), Maximilian Drude (2),
Jonathan Rivera (1), Dominik Bühler (1), Kenny Schramm (2), Andreas Wolf (11)

Schiedsrichter: David Große/Sven Kreutz (Nordhausen)
Zuschauer: 77
Strafwürfe: 3/3 - 5/4
Zeitstrafen: 7 - 1
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