Coburg
Handball-Bezirksoberliga

Bad Rodach bietet Primus großen Kampf

Die SG wartet zwar weiter auf ihren ersten Sieg, zeigte aber bei der 28:34-Niederlage gegen die HG Kunstadt ihre mit Abstand beste Saisonleistung.
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Christoph Tendera von der SG Bad Rodach/Großwalbur (mit Ball) überzeugte mit fünf Treffern. Foto: Iris Bilek
Christoph Tendera von der SG Bad Rodach/Großwalbur (mit Ball) überzeugte mit fünf Treffern. Foto: Iris Bilek
Die Kräfteverhältnisse in der Handball-Bezirksoberliga haben sich auch am 9. Spieltag nicht verändert. Allerdings hatten Tabellenführer HG Kunstadt (34:28 in Bad Rodach) und der Drittplatzierte HSG Rödental/Neustadt (26:23 gegen Hut/Ahorn) mehr Mühe als erwartet. Einzig der Tabellenzweite, HaSpo Bayreuth II, präsentierte sich in Ebern beim 35:23 souverän.

SG Bad Rodach/Großwalbur - HG Kunstadt 28:34 (14:17)
Die weiterhin stark ersatzgeschwächte SG empfing am Samstag den noch verlustpunktfreien Meisterschaftsmitfavoriten HG Kunstadt. Entgegen der Prognose entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, bei dem die SG die ersten Führungsminuten für sich verbuchen konnte (2:1, 2. Minute). Die Gäste antworteten mit einem Drei-Tore-Lauf und gingen in der 4. Minute mit 4:2 in Führung. Die Spieler der SG ließen sich jedoch weder vom Gegner, noch von einem strittigen Siebenmeter oder durch Probleme mit dem Hallenboden und Wischer aus der Ruhe bringen. So ließ man den Favoriten nicht davonziehen (6:8, 8:12, 13:16).
Herauszuheben aus einer guten Mannschaftsleistung ist Linksaußen Rottenbach, der mit seinem variantenreichen Wurfbild Swoboda im Kunstadter Tor ein ums andere Mal überwand. Eine der wenigen Überzahlsituationen kurz vor der Halbzeit konnte Bad Rodach/Großwalbur allerdings nicht nutzen und ging mit 14:17 in die Kabine.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit schlichen sich vermehrt technische Fehler und Pech im Abschluss ins Rodacher Spiel ein, was die HG im Stile einer Spitzenmannschaft zu nutzen wusste: So stand es in der 39. Minute 22:15 für die Gäste. Wenn die Zuschauer nun einen Einbruch erwarteten, so wurden sie eines Besseren belehrt. Insbesondere die beiden "Halben" Lutz und Tendera inspirierten sich gegenseitig zu mehreren schönen Treffern.
Und auch Schlund auf Rechtsaußen griff nach reiflicher Überlegung positiv ins Spielgeschehen ein. Die routinierten Kunstadter ließen die Hausherren jedoch nicht auf weniger als vier Tore herankommen (21:26, 27:31). Trotz der Heimniederlage lässt die gezeigte Leistung der Rodacher einen klaren Aufwärtstrend gegenüber den vergangenen Partien erkennen. Wird daran in den nächsten Wochen angeknüpft, sollte der erste Saisonsieg bald gelingen.
SG Bad Rodach/Großwalbur: Lippold; L. Wutschka (4/3), Franzl, Lutz (7), Rottenbach (6), Tendera (5), Ellis (1), Paul (1), Kräußlich (2), Schlund (2) HG Kunstadt: Swoboda; Karapetjan (8/3), Jung (5), Andersson (5/2), O. Oester (4), Maile (4), Lakiza (3), N. Oester (2), Stirbati (2), Brungs (1), Petersen. bw

HSC 2000 Coburg III -
SG Bamberg/H. 24:24 (14:10)

Trotz der spielerischen Überlegenheit des HSC 2000 Coburg III stand kurz vor dem Abpfiff in der Partie gegen die SG 12 Bamberg/Hallstadt ein Punktgewinn noch auf der Kippe. Doch Nicolas Carl erzielte 47 Sekunden vor dem Ende schließlich noch den mehr als verdienten Ausgleich. Die Gäste waren gegen die Jungs von Trainer Andreas Gahn spielerisch im Nachteil. Sie versuchten das mit ihrer körperlichen Überlegenheit auszugleichen und hatten letztlich Erfolg damit, denn Coburg leistete sich nicht nur mehrere Fahrkarten aus günstigen Wurfpositionen, sondern ließ auch vier Siebenmeter ungenutzt. Die HSC-Dritte kam gut ins Spiel (6:2, 9. Minute) und hielt den Vier-Tore-Abstand in der Folge. Mit kraftvollen und auch schnellen Angriffen waren die "Zwölfer" das ein oder andere Mal erfolgreich, waren aber zur Halbzeit bereits mit 11:16 hinten.
Zu Beginn der zweiten Hälfte verspielten die Coburger ihr Polster, weil sie selbst mit besten Chancen nichts anzufangen wussten und nun auch an der sehr konsequenten Deckung der Bamberger scheiterten. Nach 41 Minuten war die Partie beim 17:17 ausgeglichen. Die Gäste, bei denen vor allem Hans Diller mit acht Treffern auffiel, setzten sich nach und nach ab (22:19, 52.). Nun packte die HSC-Deckung aber wieder entschlossener zu und auch im Angriff waren die Coburger wieder erfolgreich, so dass es vier Minuten vor Ende 23:23 stand. Die Coburger vergaben nach dem 23:24 (59.) zwar ihren vierten Strafwurf, aber holten sich in der Schlussminute mit einem Gegenstoß zumindest noch einen Zähler.
HSC 2000 Coburg III: Stefan Apfel, Fabian Apfel; Justin Spörke (1), Nicolas Carl (4/2), Fabian Gahn (3), Leonard Harreß (8), Patrick Pernet (4/2), Jannik Merkwirth (2), Steffen Ramer, Louis Korn, Nils Wendel (2), Florian Dotterweich, Michael Häfner. ebi

HSG Rödental/Neustadt -
HG Hut/Ahorn 26:23

Es ist wohl eher selten der Fall, dass am Ende eines Spieles zwei zufriedene Mannschaften vom Spielfeld gehen. Am Sonntag in der Frankenhalle war dies der Fall. Rödental konnte zwei Zähler sammeln, die Ahorner Spielgemeinschaft nimmt dafür einen Motivationsschub für das wichtige Spiel gegen Ebern nächste Woche mit.
Das Spiel startete sehr verhalten, in den ersten fünf Minuten gelang es keine der beiden Mannschaften, ein Tor zu erzielen. Als der Torbann gebrochen wurde, kam es zu einer Schrecksekunde für die Gäste. Kreisläufer Friedrich stürzte unglücklich und verletzte sich am Daumen. Niels Greiner, Trainer der HSG Rödental/Neustadt, leistete "Erste Hilfe" und die Gäste konnten die Partie vollzählig fortsetzen. Danach sahen die Zuschauer ein relativ ausgeglichenes Spiel. Der diese Saison stark aufspielende Stefan Döbereiner hielt die HG durch sehenswerte Einzelaktionen in der ersten Halbzeit im Spiel. Mit zwei Toren Vorsprung ging Rödental/Neustadt in die Kabine.
In der zweiten Hälfte zeigte sich ein ähnliches Bild wie in der ersten. Trotz starken Kampfes der Gästetruppe setzten sich die Rödentaler mit fünf Toren ab. Dann aber folgte der große Auftritt des Gästetorhüters Marius Lesch, der bei der Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte besonders motiviert war. Mit starken Paraden im Rücken schmolz der Rückstand der Gäste Tor um Tor und war beim Stand von 20:20 egalisiert. Im Anschluss fehlte den Ahornern allerdings die Cleverness, sich für ihren großen Kampf zu belohnen. Zu viele individuelle Fehler brachten die Gäste auf die Verliererstraße. jb
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