Coburg
Handball

Petr Linhart verstärkt Coburger Handballer

Der HSC hat auf die hartnäckige Schulterverletzung von Girts Lilienfelds reagiert und als Ersatz einen tschechischen Nationalspieler verpflichtet.
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Neuzugang Petr Linhart (rechts) und HSC-Geschäftsführer Florian Dotterweich  Foto: privat
Neuzugang Petr Linhart (rechts) und HSC-Geschäftsführer Florian Dotterweich Foto: privat
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Petr Linhart wird ab der kommenden Saison das Trikot des HSC 2000 Coburg tragen. Der 27-jährige Tscheche, der aktuell noch beim französischen Erstligisten Fenix Toulouse unter Vertrag steht, hat in dieser Woche einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschrieben und wird ab der kommenden Saison für die Vestestädter auf Torejagd gehen.

Die HSC-Verantwortlichen reagieren mit der Verpflichtung Linharts auf die schwere Schulterverletzung von Girts Lilienfelds. Der 34-jährige Lette laboriert seit Monaten an

einer Verletzung der Wurfschulter und konnte bereits in den letzten Spielen nicht mehr eingesetzt werden.
Lilienfelds wurde bereits von einem Schulter-Spezialisten in Bremen operiert und wird der Bundesligamannschaft auf zunächst unbestimmte Zeit nicht zur Verfügung stehen können.


"Schon viel Positives gehört"

Der 1,95 Meter große und 90 Kilogramm schwere Petr Linhart freut sich bereits auf die neue Aufgabe in der Vestestadt: "Es war schon immer mein Traum, in der deutschen Bundesliga zu spielen. Ich bin sehr dankbar, dass mir der HSC Coburg das Vertrauen schenkt und ich Teil dieser Mannschaft werde. Auch über die Fans und das professionelle Umfeld habe ich schon viel Positives gehört - ich freue mich auf Deutschland und den HSC Coburg."

Der Linkshänder steht aktuell noch beim französischen Erstligisten Fenix Toulouse unter Vertrag und wird Ende Juni mit seiner Frau in die Vestestadt ziehen.


Viel Gefahr aus der zweiten Reihe

Florian Dotterweich, Geschäftsführer für Finanzen und Personal beim HSC 2000 Coburg, sieht in der Verpflichtung Linharts viel Potenzial: "Wir haben uns viel Zeit genommen um den Spielermarkt zu sondieren, da es sich durchaus als schwierig gestaltet, zu einem so späten Zeitpunkt noch einen Spieler für diese Position zu finden, der auch entsprechende Qualität mitbringt. Mit Petr haben wir einen gestandenen Spieler verpflichten können, der vor allem aus der zweiten Reihe viel Torgefahr ausstrahlt. Zusammen mit Stefan Lex sind wir auf Rückraum Rechts für die zweite Liga sehr gut aufgestellt."



Gorr: "Anderer Spielertyp als Lilienfelds"

Herr Gorr, vor einigen Wochen sind Sie noch davon ausgegangen, dass der Kader für die
nächste Saison steht. Nun ist der HSC doch noch mal auf dem Transfermarkt aktiv geworden.
Was sind die Gründe?

Jan Gorr: Das stimmt. Eigentlich waren die Personalplanungen bereits abgeschlossen. Dann haben wir die nicht so optimistische Prognose für die Schulterprobleme von Girts Lilienfelds erhalten und uns für eine Operation entschieden. Da hier mit einer längeren Ausfallszeit zu rechnen ist, wollten wir unser Team nicht mit dieser Hypothek in die neue Spielzeit gehen lassen. Denn diese Saison hat gezeigt, dass man personelle Engpässe zwar phasenweise, aber nicht über einen längeren Zeitraum kompensieren kann.

Wie geht es Girts Lilienfelds mittlerweile?
Girts hat die Operation soweit gut überstanden und wird jetzt mit einem ausführlichen Reha-Programm starten. Er hat sich diese Verletzung in einem Spiel zum Ende der Hinrunde zugezogen. Da Stefan Lex zu dieser Zeit ebenfalls ausgefallen war, hat er aber bis März auf die Zähne gebissen und sich trotz großer Probleme in den Dienst der Mannschaft gestellt. Das war sehr wertvoll für uns und alles andere als selbstverständlich. Jetzt müssen wir Girts aber die Gelegenheit geben, wieder vollständig gesund zu werden. Mit Petr Linhart kommt ein aktueller tschechischer Nationalspieler zum HSC.

Was können Sie uns über den Spieler Linhart sagen?
Petr ist ein anderer Spielertyp als Girts. Er ist eher ein Schütze aus der zweiten Reihe und wird sich somit auch gut mit Stefan Lex ergänzen. Insgesamt ist es natürlich sehr schwierig, zu einem so späten Zeitpunkt noch einen guten Spieler auf dieser Position zu finden. Hier haben wir uns wahnsinnig viele Kandidaten angeschaut und letztlich auch ein bisschen Glück mit der Tatsache gehabt, dass Petr bei seinem aktuellen Club nicht so richtig zum Zuge kam. Er hatte eine Knieverletzung vor seinem Wechsel nach Frankreich und somit einen schweren Start. Petr hat mit seinen 27 Jahren schon eine Menge internationale Erfahrung gesammelt und in meinen Augen noch eine Menge an Potenzial. Das gilt es mit ihm gemeinsam herauszukitzeln.
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