Coburg
1. Handball-Bundesliga

Gorr gehen vor Magdeburg-Spiel die Linkshänder aus

Im Hinspiel zeigten die Coburger gegen Magdeburg die schlechteste Saisonleistung. Am Sonntag möchte sich der HSC besser verkaufen, es drohen aber Ausfälle.
Artikel einbetten
Romas Kirveliavicius (rechts) blieb zuletzt im Heimspiel gegen Wetzlar zum ersten Mal in dieser Saison ohne Fehlwurf (3 von 3).  Foto: Timo Geldner
Romas Kirveliavicius (rechts) blieb zuletzt im Heimspiel gegen Wetzlar zum ersten Mal in dieser Saison ohne Fehlwurf (3 von 3). Foto: Timo Geldner
Im Hinspiel hatte sich der HSC 2000 Coburg am SC Magdeburg gewaltig "verschluckt", kassierte kurz vor Weihnachten eine auch in der Höhe verdiente 27:42-Heimniederlage. Wenn es am Sonntag (Anwurf um 17.15 Uhr) in der GETEC-Arena zum Rückspiel kommt, sind die Erfolgsaussichten der Coburger noch geringer.

Die Magdeburger haben in eigener Halle nur einmal im Saisonverlauf verloren, das allerdings deutlich mit 22:37 gegen Hannover-Burgdorf. Werden die letzten 16 Spiele des Coburger Gegners als Maßstab genommen, ist dieser sogar Tabellenführer. Nach der Pleite gegen Hannover verlor das Team von Trainer Bennet Wiegert nur noch beim THW Kiel, schlug die Kieler im Rückspiel, siegte gegen die Rhein-Neckar Löwen und knöpfte Flensburg einen Punkt ab.


Schlechte Leistung als Ansporn

"Es stimmt", erinnert sich Coburgs Trainer Jan Gorr, "im Hinspiel hatten wir nicht den Hauch einer Chance, da haben wir echt Grenzen aufgezeigt bekommen. Aber genau das muss jetzt unser Ansporn sein, dies trotz der gegebenen Tabellensituation besser zu lösen."

Das wird aber eine ganz knifflige Aufgabe für die Coburger. Da ist zunächst die SCM-Deckung mit einem "der besten Innenblocksysteme der Liga mit Musa und Lemke", so Gorr. Dann kommt das schnelle Umschaltspiel, bei dem nicht nur Rechtsaußen Robert Weber regelmäßig lauert. Denn Magdeburg ist für seine konsequenten Gegenstöße bekannt, hat große Stärken in erster und zweiter Welle. Die HSC-Akteure müssen im Angriff aufpassen, dass ihnen die Bälle nicht entgleiten, weil diese dann nur Sekunden später Jan Kulhanek oder Oliver Krechel um die Ohren fliegen. "Wir waren in den letzten Spielen ja auf einem guten Bundesliganiveau unterwegs. Wir müssen unsere Chancen diszipliniert herausspielen, einfach alles in die Waagschale werfen, was wir haben."


Sprunggelenksprobleme bei Billek

Das ist allerdings weniger, als Jan Gorr gerne hätte. Denn am Mittwochabend stand ihm mit dem gerade wieder genesenen Stefan Lex nur ein etatmäßiger Linkshänder zur Verfügung. "Girts Lilienfelds laboriert anhaltend an einer Schulterproblematik, Lukas Wucherpfennig hat eine Virusinfektion erwischt. Florian Billek ist bei seinem Einsatz in der 2. Mannschaft gegen Elbflorenz jemand auf den Fuß getreten. Seitdem hat er Probleme mit dem Sprunggelenk."

Eine Situation, die den HSC-Trainer seit Saisonbeginn begleitet. "Wir müssen abwarten, wie es bis zum Sonntag aussieht", hofft er darauf, dass Lex nicht der einzige Linkshänder im Team bleibt. Aber egal wer aufläuft, Magdeburg bleibt für die Coburger eine Riesennummer und wird unter Normalumständen nicht zu bezwingen sein.




Sonntag, 17.15 Uhr: SC Magdeburg - HSC Coburg


HSC 2000 Coburg: Jan Kulhanek, Oliver Krechel; Philipp Barsties, Markus Hagelin, Lukas Wucherpfennig (?), Stefan Lex, Dominic Kelm, Sebastian Weber, Steffen Coßbau, Florian Billek (?), Till Riehn, Nico Büdel, Adnan Harmandic, Girts Lilienfelds (?), Tom Wetzel, Romas Kirveliavicius
Trainer: Jan Gorr

SC Magdeburg: Jannick Green Krejberg, Dario Quenstedt; Zeljko Musa, Fabian van Olphen, Jacob Bagerstedt, Yves Grafenhorst, Mads Christiansen, Christian O'Sullivan, Marko Bezjak, Robert Weber, Michael Damgaard, Nemanja Zelenovic, Finn Lemke
Trainer: Bennet Wiegert

SR: Hanspeter Brodbeck /Simon Reich
Spielaufsicht: Lars Schaller
Verwandte Artikel
Noch keine Kommentare
Sie sind nicht angemeldet.
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentieren zu können!
registrieren