Coburg
Kanupolo

Coburger Ausrufezeichen im Ausland

Die Wassersportler des PSC Coburg schwimmen aktuell auf einer Erfolgswelle: Pia Schwarz und Leonie Wagner wurden in den A-Nationalmannschaftskader berufen.
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Die Coburgerin Leonie Wagner (Nr. 14) behauptet sich beim Deutschland-Cup gegen eine Spielerin von KCNW Berlin. Fotos: privat
Die Coburgerin Leonie Wagner (Nr. 14) behauptet sich beim Deutschland-Cup gegen eine Spielerin von KCNW Berlin. Fotos: privat
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Die Kanupolo-Spieler des PSC Coburg können auf aufregende Wochen im europäischen Ausland (Frankreich und Dänemark) mit einigen respektablen Erfolgen zurückblicken.

Die Reise für einige Coburger Wassersportler begann mit einem Turnier der Nationalmannschaften in Saint Omer, einer Kleinstadt im Norden Frankreichs. Hier fand der erste Wettkampf der von der European Canoe Association (ECA) ausgerichteten Turnierserie statt. Elf europäische Nationen in vier Spielklassen (Herren, Damen, Herren-U21, Damen-U21) waren am Start.

Gleich drei deutsche Mannschaften konnten sich im Finale durchsetzen: Die deutschen Herren, die Herren-U21 und die Damen-U21 spielten siegreich gegen ihre französischen Gegner. Das deutsche Damenteam unterlag den Niederländerinnen im Halbfinale in der Verlängerung mit Golden Goal, konnte sich dann aber gegen Großbritannien noch den dritten Platz sichern.

Der ECA-Cup in Frankreich diente jedoch nicht nur als Vorbereitungsturnier, sondern wurde von den Nationaltrainern als Sichtungs- und Nominierungsturnier genutzt. Speziell für die Damen und Herren galt es, die endgültigen Teams für die World Games-Teilnahme vom 28. bis 30.Juli in Breslau (Polen) aufzustellen.


Vier Coburgerinnen im U21-Kader

Besonders die Coburger Damen glänzten mit guten Leistungen in Frankreich. Folglich wurden Leonie Wagner und Pia Schwarz erneut in den Damen A-Kader berufen. Während die international erfahrenen Coburgerinnen Emily Bildat als Torfrau und Annika Adler als Spielführerin schon sicher im U21-Kader standen, mussten sich Jule Schwarz und Annika Knöpfel noch bewähren. Groß war die Freude, als sie in die U21-Nationalmannschaft berufen wurden. Einzig der Coburger Herrenspieler Tom Schwarz, momentan für den Meidericher KC aktiv, muss noch zittern, denn die Nominierung des Herren-U21-Kaders steht noch aus.

Zwischen den Nationalmannschaftsturnieren fand auf dem Baldeneysee bei Essen das größte Kanu-Polo-Turnier der Welt statt: der 46. Deutschland Cup. Anders als der Name vermuten lässt, messen sich dort nicht nur die besten Mannschaften Deutschlands, sondern das Turnier ist international hochkarätig besetzt. Diese Tatsache bekamen auch die Coburger Damen zu spüren.

Gleich im ersten Spiel mussten sie sich dem WSF Liblar geschlagen geben. Hochmotiviert und kampfbereit gingen sie ins nächste Spiel. Doch trotz aller guten Vorsätze gewannen die Französinnen aus Acigné mit dem Siegtreffer zum 5:4 in der letzten Minute. Damit waren die Hoffnungen der ambitionierten Coburgerinnern auf einen der vorderen Ränge begraben. Trotz der Siege gegen MOSW Choszczno (Polen) und SGCP Two (Singapur) wurden die Sportlerinnen aus Franken eben nur Gruppendritter. Das Team unter der Führung von Trainer Klaus Schmalbach versuchte in der mittleren Runde das bestmögliche Ergebnis, den 9. Rang, zu sichern und den neuen Spielerinnen ausreichend Spielpraxis zu bieten. So kamen die Neuzugänge Alice Rietzmann sowie die aus dem Kanurennsport stammende Corinna Schwarz zu reichlich Spielerfahrung und die aus der Verletzungspause zurückgekehrte Annika Adler zu einem ersten Wettkampf mit ihrem Vereinsteam. Es spielten außerdem: Annika Knöpfel, Jule Schwarz, Leonie Wagner und Pia Schwarz. Dank drei weiteren Siegen gegen Michiel de Ruyter (Niederlande), TS Doncaster (Großbritannien) und den KCNW Berlin erreichten die Sportlerinnen vom PSC Coburg den 9. Platz. Die Herrenspieler Malte Jungmann und Tom Schwarz erreichten mit dem Meidericher KC den 14.Platz.


Doppelsieg in Dänemark

Der zweite ECA-Cup aus der Turnierserie der Europäischen Kanugemeinschaft fand im zehn Kilometer nördlich von Kopenhagen gelegenen Fischerort Skovshoved statt. Der PSC Coburg war durch die Damenspielerinnen Leonie Wagner und Pia Schwarz, sowie die U21-Spielerinnen Annika Adler, Jule Schwarz, Emily Bildat und Annika Knöpfel vertreten. Da keine U21-Spielklasse zustande kam, traten die "kleinen Mädchen" ebenfalls in der Damenklasse an. Gleich im ersten Spiel trafen die beiden deutschen Damenteams aufeinander. Die Partie ging mit 4:1 an die "großen" Damen. Im weiteren Turnierverlauf spielten sich diese wunderbar aufeinander ein und konnten als Gruppensieger ins Halbfinale einziehen. Die U21 gewann die Spiele gegen Finnland, Schweden und Dänemark, unterlag jedoch dem polnischen Team. Als Dritter der Vorrunde trafen sie die Polinnen erneut im Halbfinale und revanchierten sich mit einem 7:1-Erfolg. Auch die Mannschaft des A-Kaders war im Halbfinale erfolgreich und schlug Schweden mit 4:1.
So kam es im Damenfinale zu einem weiteren Showdown zwischen den deutschen Teams. Die Damen spielten ihre Routine aus und gewannen gegen die U21 am Ende deutlich mit 5:1 aus. Auch die deutschen Herren warteten mit einer soliden Leistung auf und verbuchten den zweiten Sieg in Folge beim ECA-Cup.


Coburger U14 mit Überraschung

Beim 1. deutschen Schüler-Cup in Barsinghausen (Niedersachsen) belegen die jüngsten Kanupolo-Spieler des PSC Coburg den 2. Platz. Die Coburger rechneten sich vor dem Turnier keine großen Chancen aus, insbesondere weil sie mit einem sehr kleinen Kader anreisen mussten, wovon drei Akteure noch über wenig Wettkampferfahrung verfügten.
Aber die drei "Kleinen" Emely Matthäi, Finn Menger und Jana Selenko fanden zusammen mit Nele Schmalenbach und Jakob Hilmer schnell zu ihrem Spiel und eroberten sich mit vier Siegen in der Vorrunde gegen VMW Berlin, RSV Hannover, Rothe Mühle Essen II sowie CCC Barsinghausen souverän den 1. Tabellenplatz.
Nach zwei Unentschieden in der Zwischenrunde gegen die beiden Gruppensieger TUS Warfleth und Rothe Mühle Essen I kam es im Finale zum abermaligen Duell mit Warfleth. Die Norddeutschen entschieden die spannende Partie mit 6:4 für sich. Am Ende fehlte den Vestestädtern die Kraft, da sie ohne Auswechselspieler auskommen mussten. ps/ks
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