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Fahrzeugtechnik

Sensible Türen und schlaue Sitze

Wenn die führenden Autohersteller der Welt zusammen sind, darf das Coburger Unternehmen Brose Fahrzeugteile nicht fehlen.
Kunden und Fachjournalisten informieren sich am Messestand von Brose bei der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt. Brose-Angaben zufolge stoßen die vorgestellten Neuentwicklungen auf großes Interesse. Brose Fahrzeugteile
 
Brose kann auch Elektroantrieb: Das hat das Unternehmen bei Fahrrädern schon unter Beweis gestellt. Dass Brose dereinst auch ein eigenes vierrädriges Fahrzeug entwickelt, das ganz ohne Muskelkraft angetrieben wird, glaubt Pressesprecherin Katja Hermann indes nicht. Wenn es um Automobile geht, werde sich Brose wie bisher auf sein Know-how und seine Erfahrungen als Zulieferer verlassen, ist sie sich sicher.
"Der IAA-Messeauftritt von Brose steht 2017 im Zeichen von Elektromobilität, autonomem Fahren und Vernetzung", verkündete das Unternehmen gestern, und Katja Hermann zufolge stießen die präsentierten Neuerungen durchweg auf großes Interesse. Da war zum einen die "intelligente Verbindung von Tür- und Sitzfunktionen", die das Ein- und Aussteigen erleichtern sollen: Türen öffnen sich selbsttätig, ohne ans Nebenfahrzeug zu schlagen, die Sitzseiten senken sich ab. Das Unternehmen präsentiert zudem ein innovatives Innenraumkonzept, das sich dynamisch an wechselnde Fahrsituationen anpasst und eine bislang unbekannte Flexibilität bietet. So könnte sich ein Fahrzeug zum kleinen Konferenzraum umbauen lassen, und zwar so, ohne dass Sitze oder Passagiere dabei einander in die Quere kommen, erläutert Katja Hermann.
Auf großes Interesse stießen in Frankfurt auch der "48V-Hybrid-Booster", ein Elektromotor, der das Auto auf kurzen Strecken wie ins Parkhaus oder im Stau bewegen kann, ohne die Batterie zu stark zu belasten, und der elektrische Kältemittelverdichter. Er kann nämlich in Elektrofahrzeugen bei Bedarf als Wärmepumpe genutzt werden und "ermöglicht in Elektro- und Hybridfahrzeugen effektives Heizen oder Kühlen", erläutert Katja Hermann. Der Kältemittelverdichter soll 2020 in Serie gehen.
"Mit unserer jahrzehntelangen Mechatronik-Kompetenz, der intelligenten Verbindung von Mechanik, Elektrik, Elektronik und Sensorik, haben wir uns in einigen Bereichen ein Alleinstellungsmerkmal erarbeitet. Damit sind wir für neue Anwendungen im Fahrzeug gut aufgestellt. Brose nutzt die Chancen, die sich durch den Wandel der Automobilbranche bieten", erklärte am Mittwoch Jürgen Otto, Vorsitzender der Geschäftsführung der Brose Gruppe. Dabei will das Unternehmen nicht nur auf Eigenentwicklungen setzen: "Um unser Produktprogramm für die Zukunft zu erweitern, werden wir unser Kerngeschäft durch Zukäufe und Kooperationen sinnvoll ergänzen und unser Systemangebot ausbauen", erläuterte Otto.
Bis 2019 will Brose nach eigenen Angaben 1,2 Milliarden Euro in neue Produkte, Anlagen sowie den Ausbau weltweiter Standorte investieren. Vor allem China haben die Oberfranken im Blick: Der schon heute größte Automobilmarkt der Welt wird bis 2025 von aktuell rund 28 Millionen auf etwa 40 Millionen Einheiten wachsen. "Wir entwickeln deshalb eigene Konzepte für die chinesischen Autobauer, um bei ihnen die gleiche führende Position zu erreichen wie bei anderen Kunden. China wird der Leitmarkt für Elektromobilität", betonte Jürgen Otto. sb
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