Rödental
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Rödental ist eine Sorge los

Seit Jahren wird nach einer Lösung für das einstige Götz-Gebäude an der Gnaileser Straße gesucht. Jetzt ist es verkauft
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Das Grundstück Gnaileser Straße 2 ist endlich verkauft und soll bald abgerissen werden. Foto: Rainer Lutz
Das Grundstück Gnaileser Straße 2 ist endlich verkauft und soll bald abgerissen werden. Foto: Rainer Lutz
In Bürgerversammlungen fiel schon ab und an das Wort "Schandfleck", Bürgermeister Marco Steiner (FW) spricht lieber von einem "städtebaulichen Missstand", wenn es um das frühere Gebäude der Puppenfirma Götz geht. Jetzt wurde der Komplex verkauft und soll zumindest zeitnah abgerissen werden.
"Seit vielen Jahren beschäftigt das leerstehende Gebäude "Gnaileser Straße 2" die Rödentaler Bürgerinnen und Bürger. Auch von Seiten der Verwaltung wurden in den zurückliegenden Jahren verschiedene Versuche unternommen, dass der städtebauliche Missstand beseitigt wird. Seit Übernahme des Amtes als Bürgermeister wurden von mir regelmäßig Gespräche mit Grundstückseigentümer und potenziellen Interessenten geführt", schreibt Steiner in einer Mitteilung an die Medien. Auch ein Erwerb des Grundstücks durch die Stadt Rödental war schon ins Auge gefasst worden.


Leitplanung geändert

"Aus den zahlreichen Gesprächen wurde erkannt, dass die Schaffung eines Baurechtes für eine gewerbliche Nutzung die Chance auf eine Neuordnung der Fläche deutlich steigern könnte", erklärt der Bürgermeister, warum die Verwaltung eine entsprechende Bauleitplanung von der Verwaltung angeregt hatte, die im Januar 2017 vom Stadtrat als Satzung beschlossen wurde. "Dass nun bereits einige Monate später eine Gesellschaft das Grundstück für eine mögliche gewerbliche Nutzung erworben hat, ist ein besonders erfreuliches Ergebnis", so Steiner. Auf das Erscheinungsbild der Stadt Rödental werde sich jetzt "extrem positiv auswirken", dass bereits kurzfristig ein Abriss des Gebäudes stattfinden soll.


Beinahe schon verkauft

Schon 2014, kurz vor dem Ende der Amtszeit von Gerhard Preß als Rödentaler Bürgermeister, schien eine Lösung für das in den 50er Jahren errichtete Fertigungsgebäude gefunden, das kurz nach der Wende noch für die Unterbringung von Aussiedlern genutzt wurde und seit Jahren leer stand. Die benachbarte Wöhner GmbH & Co. KG kündigte damals an, das Gelände kaufen und dort ein neues Bürohaus errichten zu wollen. Gerhard Preß und Frank Wöhner präsentierten sogar schon ein Modellbild des künftigen neuen Unternehmensteils.
Das war im Frühjahr. Im September des gleichen Jahres platzte der Traum von der schnellen Lösung, weil Frank Wöhner die Investition nun von der Entscheidung des Kreistags zu einem möglichen Flugplatz bei Neida abhängig machte. Der Ankauf des Grundstücks blieb aus. Der Baukörper verfiel seither immer weiter.


Flugplatzfrage

Nun wurde das Gelände tatsächlich verkauft. Als Käufer nennt Marco Steiner allerdings nicht die Wöhner GmbH & Co KG. In seiner Mitteilung heißt es aber: "Für die Entscheidungsfindung des Erwerbers könnte auch hilfreich gewesen sein, dass die Stadt Rödental jüngst durch den Beitritt in der Projektgesellschaft Verkehrslandeplatz dokumentiert hat, sich auch künftig für wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen einzusetzen."


Namensparallele

Auf Anfrage betont der Bürgermeister, dass nicht die Wöhner GmbH & Co. KG. der Käufer ist. Angekauft sei das Gelände vielmehr durch die Conterra Grundbesitz GmbH worden. Geschäftsführerin des in Coburg ansässigen Unternehmens ist Tanja-Maria Wöhner.
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