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Tag des Rauchmelders

Noch fehlt der kleine Helfer in vielen Haushalten

Bald endet die Frist zum Einbau. Noch zögern viele im Kreis Coburg dies hinaus. Die Feuerwehr hat positive Erfahrungen gemacht.
Am 31. Dezember endet die Frist. Spätestens dann müssen alle Wohnungen mit Rauchmeldern ausgestattet sein. Symbolfoto: AA+W/fotolia.com
 
von DOMINIC BUCKREUS
Viel Zeit bleibt Eigentümern nicht mehr, um ihre Häuser und Wohnungen mit Rauchmeldern auszustatten. Am 31. Dezember endet die Frist, die der Freistaat ihnen dafür gesetzt hat. Dennoch scheinen es viele noch hinauszuzögern, diese potenziellen Lebensretter zu kaufen. Diesen Eindruck hat zumindest Cedric Lindner. Als Fachbereichsleiter für Bauwesen im Landratsamt ist er zuständig für die Umsetzung der Rauchmelderpflicht.
"Von den Rückfragen, die wir erhalten, gehen wir davon aus, dass da noch einige ran müssen", sagt er. Die meisten Leute erkundigen sich bei ihm und seinen Kollegen über die grundsätzlichen Bestimmungen (siehe Infokasten): Wer ist verantwortlich, ab wann gilt das und wo muss der Rauchmelder überall hin?


Vorsicht in der Küche

Verpflichtend muss der Eigentümer den Rauchmelder anbringen in Fluren und Zimmern, in denen geschlafen wird, erklärt Lindner. "Es ist aber ratsam, dass man auch alle anderen Räume damit ausstattet", ergänzt er. Nur in der Küche ist Vorsicht geboten: Beim Kochen könne schon der Dampf bei herkömmlichen Geräten Alarm auslösen. Es gebe aber spezielle Melder, die erst anschlagen, wenn zusätzlich zum Rauch auch Hitze entsteht, erklärt Lindner. So könnten eventuelle Fehlalarme beim Kochen minimiert werden.
Von solchen blieben die Feuerwehren im Landkreis eher verschont, sagt Kreisbrandrat Manfred Lorenz: "Bislang hält sich das in Grenzen." Zumal die Rauchmelder nicht aus technischen Gründen falschen Alarm schlagen, ergänzt er. Für einen Fehlalarm zahlen müsse auch niemand. "Wenn der Rauchmelder sich einschaltet, dann ist das eben so. Da hat man nichts falsch gemacht. Man sollte in keinem Fall davor zurückschrecken, die Feuerwehr zu rufen", betont er.
Der Kreisbrandrat ist froh über die eingeführte Pflicht. Die sensiblen Geräte würden dafür sorgen, dass die Einsatzkräfte rechtzeitig vor Ort sind, erklärt er. Dazu gibt es noch einen weiteren Vorteil: Bei zwei Bränden heuer im nördlichen Landkreis hatten die Bewohner den Alarm nicht bemerkt. "Die Nachbarn haben dann die Feuerwehr verständigt, da konnten wir rechtzeitig helfen. So was gibt's auch", sagt Lorenz.


Weniger Brände

Wie oft Rauchmelder geholfen haben, einen Brand zu melden, darüber führt die Feuerwehr keine Statistiken. Im Jahr 2016 ist die Zahl der Einsätze insgesamt aber stark gesunken. 1029 mal rückten die Helfer im Landkreis Coburg aus. Das waren 456 Einsätze weniger als im Jahr zuvor. Dabei bekämpften sie 192 Brände im Landkreis. Einen besonderen Grund habe dies laut Lorenz aber nicht.
Um die Eigentümer noch einmal auf ihre Pflicht hinzuweisen, nutzen Initiativen den heutigen "Tag des Rauchmelders". "Das ist jetzt rechtzeitig noch eine kleine Ermahnung, falls das in Vergessenheit geraten sollte", erklärt Lorenz.


Keine Kontrollen

Ob der Eigentümer die Frist eingehalten hat, wird nicht überprüft, sagt Lindner: "Es wird keine flächendeckenden Kontrollen seitens der Bauaufsicht geben." Ist ab 2018 jedoch kein Rauchmelder vorhanden, könnte sich bei einem Brand die Versicherung weigern, zu zahlen, erklärt er. "Meistens ist in den Verträgen geregelt, dass gesetzliche Vorschriften eingehalten werden müssen. Wenn bei einem Brand Menschen zu Schaden kommen, kann das noch ein Verfahren nach sich ziehen."
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