Rödental
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Mobilität für alle Rödentaler

Zwei neue, barrierefreie Fahrzeuge wurden für die Rödentaler Stadtbuslinien in Betrieb genommen.
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Josef und Claudia Babucke zeigen die Rollstuhlrampe, wie sie in jeden der zwei neuen Rödentaler Stadtbusse führt. Foto: Manja von Nida
Josef und Claudia Babucke zeigen die Rollstuhlrampe, wie sie in jeden der zwei neuen Rödentaler Stadtbusse führt. Foto: Manja von Nida
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"Wir bewegen Rödental - bayernweit barrierefrei." Damit sind zwei neue Midi-Stadtbusse der Linien 1 und 2 beschriftet. Die neuen Transportmittel für Passagiere sind behindertengerecht mit Rollstuhlrampen für Kinderwagen und Rollstühle ausgestattet und fahren nun nahezu überall in der Keramik- und Puppenstadt Rödental durch das Stadtgebiet. Die neuen Busse begutachtete am Wochenende Bürgermeister Marco Steiner (FW). Claudia und Josef Babucke stellten beide Fahrzeuge offiziell vor.

Die Firma Babucke aus Meeder hatte als Betreiber den Zugschlag der europaweiten Ausschreibung der Stadt Rödental erhalten. "Nach acht Jahren werden unsere Stadtbusse ausgetauscht. Das war jetzt so weit und jetzt sind sie barrierefrei", informierte Stadtkämmerin Karin Beier.


Der Freistaat Bayern gibt einen Zuschuss

Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hatte angekündigt, die Belange von Menschen mit Behinderungen und mit eingeschränkter Mobilität im gesamten öffentlichen Raum und im ÖPNV berücksichtigen zu wollen. Deswegen wird dieses Projekt bis zum Jahr 2023 vom Freistaat Bayern gefördert. Das kam der Stadt Rödental bei der Anschaffung neuer Linienbusse sehr gelegen. Es gibt keine Stolperfallen in den Bussen, alles ist ebenerdig und erleichtert den Einstieg. Sicherheitsgurte an jedem der 15/18 Sitzplätze sorgen für zusätzliche Sicherheit, auch für Rollstühle und Kinderwagen, sogar mit Laufschienen. Leuchtend gelbe Stangen zum Festhalten geben ein weiteres, sicheres Gefühl, besonders bei den drei Stehplätzen. Und selbst die Busfahrer böten Hilfe beim Ein- oder Aussteigen an, wenn jemand sie brauche, ergänzte Claudia Babucke. "Wir schätzen diese bewährte Zusammenarbeit mit der Firma Babucke bereits seit Jahren", dankte der Bürgermeister.

Das Stadtbusfahren ist in Rödental schon längst zur gelungenen Alternative geworden, auch ohne ein eigenes Fortbewegungsmittel mobil zu sein, egal wohin. Sei es zum Einkaufen, zu Arztbesuchen oder um sich ins gesellschaftliche Leben stürzen. Die Mercedes-Busse chauffieren ihre Fahrgäste mit modernstem Fahrkomfort durch die Straßen. "Und gerade für Senioren ist das besonders wichtig, damit sie auch ohne Auto mobil bleiben", machte Steiner deutlich, dass ihm das am Herzen liege.


Stadtbusse seit den 90er Jahren

In den 90er Jahren startete die Stadt die Stadtbusfahrten. Vor acht Jahren erhielt die Firma Babucke den Auftrag. Im Schnitt werden die Busse von gut 1200 bis 1500 Fahrgästen pro Monat auch genutzt. "Das merkt man auch bei den Anrufen und Rufmeldungen. Für viele ist das ein ganz wichtiges Verkehrsmittel, weil sie dadurch die Anbindungen an den Zug oder damit auch zur Arbeitsstelle kommen", sagte Steiner. Lobenswert fand er zudem, zusammen mit der Firma Babucke die Fahrpläne auf die Bedürfnisse der Bevölkerung hin einzurichten. Teils werde sogar der Fahrplan wunschgemäß angepasst. "Das ist auch uns wichtig, dass wir orientiert nach Bedarf fahren und nicht ohne Sinn und Zweck", ergänzte Claudia Babucke. So sei man auch jederzeit in der Lage, als Unternehmer mit der Stadt den Fahrplan zu ändern.

Wenn ab 1. September der neue Fahrplan erscheint, sollen Sehenswürdigkeiten von Rödental (Schlosspark, Museum, Froschgrund) für die Bürger und Gäste ebenso zu erreichen sein. Im Internet unter www.stadt-roedental.de können die Fahrpläne sowie kleine Faltpläne betrachtet oder heruntergeladen werden. Mehr Informationen dazu liegen auch im Rathaus in der Zentrale aus.

Und den Rufbus gibt es ja auch noch. Ganz umsonst ist diese Mobilität für die Stadt Rödental nicht. "Das ist ein fester Posten in unserem Haushalt, den wir auch jedes Jahr dafür bereitstellen", sagte Steiner. Der Zuschussbedarf liege bei rund 150.000 Euro pro Jahr.
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