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Landestheater Coburg

Mit Unterhaltung die Leute positiv stimmen

Am Landestheater Coburg wird wieder geprobt. Zur Begrüßung in die neue Spielzeit 2017/18 gab Schauspielchef Matthias Straub die Marschrichtung vor.
Fröhliches Wiedersehen im Landestheater: Von Schauspielchef Matthias Straub begrüßt, nahmen die Mitarbeiter des Landestheaters gestern ihre Arbeit für die Spielzeit 2017/18 auf.  Fotos: Carolin Herrmann
 
von DR. CAROLIN HERRMANN
Schauspieldirektor Matthias Straub muss es in die Welt rufen: "Die schreckliche theaterfreie Zeit hat ein Endeeee!" Und Jubel schallt dem "Direktorium" im Landestheater zurück: 1. September, 10 Uhr, Arbeitsbeginn nach der Sommerpause. Begrüßung der über 240 Mitarbeiter des Landestheaters, aber auch gemeint als Zeichen in die Region, die bereits nächste Woche, am 9. September, beim Theaterfest zur Museumsnacht eingeladen ist, wieder reinzuschauen.
Wie sie da gestern auf der Bühne im Großen Haus standen, haben sie eine verantwortungsvolle Übergangsfunktion: Kaufmännischer Direktor Fritz Frömming, Matthias Straub, Ballettchef Mark McClain. Es fehlte Generalmusikdirektor Roland Kluttig, der mit Hexenschuss noch bewegungsunfähig zu Hause lag. "Uns ist ein Intendant abhanden gekommen", grüßte Straub herzlich nach Saarbrücken, wo Bodo Busse nach sieben Jahren Coburg seine neue Aufgabe als Leiter des dortigen Staatstheaters übernommen hat.
"Wir können jetzt ernten, was wir in seiner Zeit hier gesät haben", zeigte sich Straub überzeugt, wobei es durchaus Veränderungen geben werde, etwa dass im Dezember gespielt wird, was das Zeug hält, um im Januar dafür Probenfreiraum zu erhalten.
Die Gespräche mit Busses Nachfolger Bernhard F. Loges liefen bereits "bestens". Loges wird ab 2018/19 übernehmen, also die Umzugs-Spielzeit vor der Generalsanierung. Wie angestrebt, hat das Wasser-geschädigte Landestheater eine letzte Verlängerung der Betriebsgenehmigung erhalten, bis 31. Juli 2019.
Die inhaltliche Marschrichtung gab Straub mit Bezug auf einen Cartoon vor, den er gesehen habe: Trübselig blickende Frau stellt fest: "Mein Bedürfnis nach Information kollidiert gegenwärtig mit meinem Bedürfnis, nicht wahnsinnig zu werden." Das Theater sei aufgerufen, der aus den Fugen geratenden Welt etwas entgegen zu setzen. "Mit viel Unterhaltung die Leute positiv stimmen", rief Straub trotzig. "Ich finde das völlig richtig", unabhängig davon, dass er hier sowieso der "Unterhaltungsfuzzi" sei. Dann könne man auch die Missstände aufzeigen, denn den Bildungsauftrag des Theaters vergesse er keineswegs. Im Gegenteil, die neue Saison bringe durchaus viel politisches Theater.
Fritz Frömming positionierte sich gleich in politischer Richtung: Die eben veröffentlichte Bühnenstatistik weist 39 Millionen Besucher jährlich in Deutschland aus. "Wir sind ein Teil dieses wirklich großen Ganzen", rief er jenen in der öffentlichen Debatte zu, die Theater gerne als teure Elitensache brandmarken. "In Coburg stehen wir für etwa 120 000 Besucher pro Jahr, das soll uns erst Mal eine andere Organisation nachmachen."

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