Weltweite Expansion sichert Standort "CO"

Dank Produktinnovationen und Kundennähe durch internationale Standorte agiert Gaudlitz erfolgreich im globalen Wettbewerb. Mit einem speziellen Computertomographen ist das Unternehmen zudem Vorreiter im präzisen Vermessen von Teilen.
 
Vorbei die Zeiten, da die Kunststoff-Industrie als wenig sexy galt. Wer arbeitet schon gern, wo es seltsam riecht, schmutzig und laut ist. Das Bild hat sich gewandelt: Im Fall von Gaudlitz geht ein innovatives, international ausgerichtetes Unternehmen dieser Branche erfolgreich seinen Weg. Seinen Beschäftigten bietet es interessante Entwicklungsperspektiven im hoch qualifizierten Bereich. Gaudlitz verarbeitet zirka 700 Rohstoffe zu hochpräzisen Formteilen aus Thermo- und Duroplasten. Rund zwei Drittel seines Umsatzes erwirtschaftet das Unternehmen im Automobilbereich. Gaudlitz-Teile finden sich zum Beispiel in Sitzverstellungen, Fensterhebern und Bremsen. Weitere Kunden kommen aus den Bereichen Medizin, Elektronik und Maschinenbau. Kunststoffe verdanken ihren Markterfolg der Tatsache, dass bei immer mehr Anwendungen Metalle aus Kosten- und Gewichtsgründen ersetzt werden. Dort, wo das bei Neuentwicklungen passiert, sehen die Coburger ihre Chance. „Wir setzen stark auf die Entwicklung, um neue Märkte zu erschließen“, erläutert Geschäftsführer Oliver Schwarz. Um auf den Märkten der Zukunft mitzuspielen, kann sich Gaudlitz einem weiteren Trend nicht verschließen: dort produzieren, wo die Kunden sind. Denn die international tätigen Hersteller verfolgen den Ansatz, weltweit mit dem gleichen Zulieferer zusammenzuarbeiten. Die Fertigung in unmittelbarer Nachbarschaft sichert auch Folgeaufträge, senkt die Logistikkosten und ermöglicht die Just-in-time-Belieferung. Neben dem Stammsitz in Coburg mit seinen 500 Mitarbeitern verfügt das Unternehmen daher auch über Fertigungsstätten in Wuxi/China (100 Mitarbeiter) und Da ice/Tschechien (5). Darüber hinaus arbeiten die Coburger weltweit mit Vertriebs- und Entwicklungsbüros zusammen. „Außerdem prüfen wir Fertigungsstandorte im NAFTA-Raum“, berichtet Geschäftsführer Schwarz. Die Strategie fasst er so zusammen: „Wir erschließen weltweit Marktchancen und sichern den heimischen Standort.“ Von der Internationalisierung profitiere Coburg, insbesondere der Werkzeugbau. So wurden hier etwa zwei Drittel der Werkzeuge gefertigt, die im chinesischen Wuxi zum Einsatz kommen. Nicht nur im Produktbereich, sondern auch technologisch gilt Gaudlitz als Vorreiter. Ein Beispiel ist der Metrotom. Dieser Computertomograph steht für eine neue Generation der Messtechnik: „Komplexe Bauteile können nun zerstörungsfrei analysiert und vermessen werden. Schwachstellen in Bauteilen werden sofort erkannt und Optimierungsmaßnahmen schneller umgesetzt“, erläutert Walter Franz, Leiter des Kompetenzzentrums. Höheres Tempo, mehr Genauigkeit: Vorteile im globalen Wettbewerb. Entwickelt wurde das Metrotom von Zeiss, Gaudlitz ist weltweit eines der wenigen Unternehmen, das diese Technik einsetzt. „Wir als Pilotkunde entwickeln das Verfahren gemeinsam mit Zeiss weiter, bis es flächendeckend in der Industrie eingesetzt werden kann“, so Walter Franz. Mittlerweile vermessen die Coburger auch für andere Firmen verschiedene Kunststoff- und Metallteile, Formen und Werkzeuge. „Hier sind wir Vorreiter und bauen unseren Know-how-Vorsprung aus“, sagt Schwarz. „Das ist Kompetenz made in Coburg.“
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