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Gute Geschäfte auch in der Krise

Die Coburger Firma Dehler im Stadtteil Neuses ist ein Beispiel dafür, dass man auch am teuren Standort Deutschland erfolgreich fertigen kann. Und zwar durch die Spezialisierung auf Nischen und Sonderanfertigungen und die Produktion in sehr hoher Qualität.
Die Näherinnen schneiden Stoffe zu, nähen Bezüge, konfektionieren Schaumstoffe und polstern diese zu kompletten Möbeln.
 
Dehler produziert und vertreibt Matratzen und weitere Produkte aus Schaumstoff. „Wir setzen auf den hochwertigen Bereich und auf Sonderanfertigungen – alles, was man nicht im Laden kaufen kann“, erklärt der Geschäftsführer, Thomas Ebert. Die Coburger Firma fertigt neben klassischen Matratzen auch zum Beispiel achteckige Matratzen und spezielle Sonderformen für Boote und Wohnmobile. Das Familienunternehmen ist darüber hinaus im Objektgeschäft tätig und beliefert Hotels, Krankenhäuser und Studentenwohnheime mit Matratzen. Für die Privatkunden gibt es Matratzen und Lattenroste im Werksverkauf. Ein weiteres Tätigkeitsfeld ist die Produktion von Bouldermatten (boulder: englisch für Felsblock). Das sind Fallschutzmatten für Kletterhallen und Boulderräume, in denen ohne Seilsicherung geklettert wird. Diese müssen besondere Qualitätsanforderungen erfüllen, weil sie Stürze der Kletterer abfangen. Dehler liefert übrigens auch die Matten für das Kletterzentrum Coburg. Die Herausforderung, in die ganze Welt zu liefern, löst Dehler mit Logistikpartnern aus der Region. Mit 25 Mitarbeitern handelt es sich um einen eher überschaubaren Betrieb, der aber auch größere Projekte abwickelt, zum Beispiel 600 Matratzen oder 80 Quadratmeter große Matten. „Unsere Stärke liegt jedoch klar in der Flexibilität, verschiedenste Einzelstücke in kurzer Zeit zu produzieren“, sagt Geschäftsführer Ebert. Nicht nur alle Dehler-Erzeugnisse werden in Deutschland hergestellt, sondern auch der Großteil der Zulieferteile stammt aus dem Inland, zum Beispiel Schäume und Möbelstoffe. Das macht die Produktion zwar teurer als bei anderen Anbietern, sorgt aber auch für eine gleichbleibend hohe Qualität. Das ist besonders bei den Schaumstoffen wichtig. Der dritte Geschäftsbereich von Dehler ist die Produktion von Polstermöbeln für Kindergarten und Schule. Das Coburger Unternehmen bildet Näherinnen und Kaufleute aus. Auf einer Produktionsfläche von rund 700 Quadratmetern schneiden die Mitarbeiter Stoffe zu, nähen Bezüge, konfektionieren Schaumstoffe und polstern beides zu einem fertigen Möbel. Es wird auftragsbezogen produziert, wodurch kaum Lagerhaltung nötig ist. In den vergangenen Monaten investierte die Firma rund 200 000 Euro in den Büroausbau, die Modernisierung der Heizungsanlage und die Neugestaltung der Gebäudefassade. Von der aktuellen Wirtschaftskrise ist Dehler laut Thomas Ebert nicht betroffen. Stattdessen ist der Geschäftsführer sogar optimistisch: „Wir freuen uns auf den Sommer, wenn beispielsweise Schulen ihre Ausstattung modernisieren.“

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