Erfolgreich in der Welt der Chips

Die Firma SPA entwickelt für ihre weltweiten Kunden spezielle Software und Anlagen für die 100-prozentig fehlerfreie Produktion der winzigen elektronischen Bauelemente.
 
Wenn es um die mikroskopisch winzige Welt von Speicher- und anderen Chips geht, hat der Laie Schwierigkeiten, dem Gespräch von Fachleuten zu folgen. Zu unvorstellbar sind Dimensionen, wo ein menschliches Haar monströs riesig wirkt. In genau diesem Bereich ist die Coburger Firma SPA Software-EntwicklungsGmbH tätig, und das mit Erfolg. „Seit zwölf Jahren wachsen wir kontinuierlich“, sagt Georg Sauer, einer der beiden Geschäftsführer.
Chips für jede Anwendung Ob in Autos, Spielzeug, Aufzügen, Kaffeemaschinen oder sonst wo: Es gibt Chips für unterschiedlichste Anforderungen. SPA produziert aber keine Chips, sondern sorgt für deren 100-prozentige Qualität bei der Produktion. Und zwar durch die Entwicklung von Software für Prüftechnik und zentrale Datenerfassung. „In dem Bereich, wo wir tätig sind, können Fehler tödlich sein“, erklärt Geschäftsführer-Kollege Axel Dressel. Wenn etwa ein Airbag wegen eines fehlerhaften Chips ohne Grund bei 200 Stundenkilometern auslöst, „dann haben wir ein Problem“. Denn die Aufgabe von SPA ist es, solche technischen Einrichtungen zu entwickeln, die diese Ausschussteile aufspüren und aussondern – und das in Sekundenbruchteilen. Die zu prüfenden Chips befinden sich auf einem so genannten Wafer – eine runde, einen Millimeter dicke Siliziumscheibe (Wafer: englisch für Waffel, Oblate). Eine Maschine vermisst die winzigen Bauelemente, prüft sie auf Kratzer und Schmutz, die nächste kennzeichnet fehlerhafte Teile mit einem Punkt. Bei der Entwicklung solcher Maschinen, die in Reinräumen zum Einsatz kommen, arbeiten die Coburger mit der Rödentaler Firma Lieb zusammen. Darüber hinaus entwickelt SPA mit dem japanischen Hersteller Olympus spezielle Software zur Vermessung elektronischer Bauteile. Weitere Standbeine sind Tests von neuer Software und Beratung bei der Entwicklung von Produktionsanlagen. Die Kunden von SPA finden sich rund um den Globus, viele sind Halbleiterhersteller wie Micronas, Infineon, AMD und Bosch. Über Fernwartungszugänge haben die Spezialisten jederzeit Zugriff auf die Anlagen der Kunden. „Datenbanken, Schnittstellen, Oberflächenprogrammierung: Wir können den gesamten Produktionsprozess erfassen“, erklärt Georg Sauer. Ihre Mitarbeiter hätten sie bislang meist in der Region rekrutieren können, berichten die Geschäftsführer. „Hier haben wir gute Erfahrungen gemacht.“ Insgesamt 30 Menschen, davon 25 fest angestellte, beschäftigt das Unternehmen. Neben Informatikern, Ingenieuren und Kaufleuten arbeiten auch Quereinsteiger bei SPA. Die Altersstruktur reicht von Mittzwanzigern bis zum 75-Jährigen. Gefragt nach der Konkurrenzsituation in dieser Branche, erklärt Axel Dressel, dass es natürlich auch noch weitere Anbieter von Software-Lösungen gebe. „Aber mit diesem breiten Spektrum so wie wir – bis hin zum Anbieten von Maschinen –, da sind wir ziemlich konkurrenzlos.“ Und wohin geht die weitere Entwicklung? „Wir wollen weiter wachsen, aber moderat“, sagt Georg Sauer. „Und wir stehen zum Standort Coburg.“
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