Die Marktlücke wurde zum Markterfolg

Die Firma Krausser Druckluft in Lautertal übernimmt das Aufstellen, Warten und Reparieren von Kompressoren bei den Kunden. Weil sich das Unternehmen gut entwickelt, wurde in ein neues Gebäude investiert.
Der  Handel mit Kompressoren und Druckluftwerkzeugen ist das eine wirtschaftliche Standbein des Unternehmens, ein anderes ist die Montage kompletter  Baugruppen im Kundenauftrag.
 
Während andere Unternehmen Investitionen und Arbeitsplätze streichen, lässt die Firma Krausser Druckluft in Oberlauter einen Neubau für Lager und Werkstatt errichten. Finanz- und Wirtschaftskrise – war da was? „Wir sind sowohl bei Kunden als auch Produkten breit aufgestellt. Deshalb mache ich mir im Moment keine allzu großen Sorgen“, erklärt Geschäftsführer Henry Krausser. Krausser war früher bei einem großen Kompressorenhersteller in der Region beschäftigt. „Dabei fiel mir eine Marktlücke auf: der Service rund um den Kompressor.“ Also beendete er das Angestelltendasein und machte sich selbstständig. Seine Firma übernimmt das Aufstellen, Warten und Reparieren von Kompressoren bei den Kunden, das Verlegen von Druckluft-Leitungen und das Einrichten von Arbeitsplätzen. Außerdem sind drei Techniker damit beschäftigt, Baugruppen im Kundenauftrag zu montieren. Insgesamt hat die Firma derzeit 13 Mitarbeiter, heuer soll ein weiterer eingestellt werden. Erwirtschaftete das Unternehmen 2004 eine Million Euro Umsatz, waren es im vergangenen Jahr schon 2,5 Millionen. Ein wichtiges Standbein ist der Handel mit Kompressoren und den dazugehörigen Werkzeugen, wie Schrauber, Bohrmaschinen und Schleifer. „Den Hauptumsatz machen wir mit Pneumatik und Armaturen.“ Als Kunde kommt praktisch jeder Industriebetrieb in Frage, denn Druckluft wird in nahezu allen Branchen eingesetzt, um Werkzeuge anzutreiben oder Güter zu bewegen. „Viele Arbeiten ließen sich ohne Druckluft nicht in der gewohnten Schnelligkeit und Präzision ausführen“, erklärt Henry Krausser. Überall, wo Werkzeuge stark gefordert werden, lohne sich der Einsatz von Pneumatik. „Sobald es um bestimmte Stückzahlen geht, setzen die Unternehmen auf Automatisierung – und das ist mit Druckluft verbunden.“ Einen Großteil des Geschäfts macht Krausser Druckluft mit Autozulieferern, Möbelherstellern und Kunststoffverarbeitern. Die Kunden finden sich in einem Umkreis von rund 100 Kilometern. „Was wir verkaufen, wollen wir auch schnell warten und reparieren können“, begründet Henry Krausser diese Ausrichtung. Dass das Medium Druckluft recht teuer ist, ist ein Vorteil für Krausser. Denn die pneumatischen Systeme müssen regelmäßig gewartet werden, um Verluste durch Lecks in den Rohrleitungen zu vermeiden. Die Kundenakquisition war am Anfang schwierig, berichtet Krausser. „Es lief nur über Klingelputzen.“ Seit etwa zehn Jahren aber sei die Firma so etabliert, dass „Mundpropaganda“ für neue Kunden sorgt. „Ein wichtiger Türöffner sind unsere kurzen Lieferzeiten. Die meisten Artikel sind über Nacht lieferbar.“ Die Entscheidung, ein neues Gebäude zu errichten, war schon vor rund einem Jahr gefallen. Das Investitionsvolumen beträgt rund 150.000 Euro. Geld, das zum größten Teil für Aufträge an heimische Firmen ausgegeben wird.
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