Ich willige einX

Diese Website verwendet das Besucheraktions-Pixel von Facebook für statistische Zwecke. Mit einem Cookie kann so nachvollzogen werden, wie unser Marketing auf Facebook wirkt und wie wir es verbessern können. Wir freuen uns, wenn Sie uns Ihr Einverständnis hierzu erteilen. Eine genaue Beschreibung zum „Besucheraktions-Pixel“, zu Cookies im Allgemeinen und Ihrem Widerspruchsrecht, das Sie jederzeit ausüben können, steht Ihnen in unserer Datenschutzerklärung unter hier zur Verfügung.

Nachwuchsförderung

Heftige Kritik: 300 statt 100 Euro im Jahr - FC Coburg verdreifacht Beitrag

Der FC Coburg hat eine Verdreifachung seines Mitgliederbeitrages beschlossen. Darüber regen sich mehrere Eltern auf.
260 Kinder werden derzeit im Nachwuchsleistungszentrum von 21 lizenzierten Trainern ausgebildet. Der Mitgliedsbeitrag von monatlich gut acht Euro wird nun auf 25 erhöht. Foto: Hans Haberzettl
 
von CHRISTOPH BÖGER
Ein Elternbrief macht beim FC Coburg seit Donnerstagvormittag die Runde und sorgt für jede Menge Aufregung. Mehrere Väter und Mütter sind verärgert. Die vier Vorstände des Klubs haben nämlich einstimmig beschlossen, den Mitgliedsbeitrag für die im Nachwuchsleistungszentrum rund 260 betreuten Jugendlichen von bisher 100 auf künftig 300 Euro im Jahr zu erhöhen.

Dafür haben Betroffene wenig Verständnis und drohen nun mit der Abmeldung und ihrem Rückzug aus der Eliteförderung. Vorsitzender Walter Luft, der gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen Marcus Seiler, Alexander Pietsch und Sebastian Hammerschmidt diese unpopuläre, jedoch ihrer Meinung nach dringende Maßnahme beschlossen haben, erklärt im Gespräch mit dem Tageblatt die Gründe.


"Fehlende Manpower"

"Die Anforderungen an die notwendige Manpower des gesamten Vereines werden immer höher." Der starke Zuwachs an Kindern und Jugendlichen würde sich vor allem sehr stark in der Anzahl der angestellten Trainer widerspiegeln. Aktuell beschäftigt der Verein im Nachwuchsbereich insgesamt 21 den Erfordernissen des Bayerischen Fußball-Verbandes (Lizenzen & Qualifikationen) angemessene Trainer und einen DFB-lizenzierten Torwarttrainer. Dieses Team bewältige allein im Juniorenbereich pro Saison etwa 1750 Trainingseinheiten, rund 275 Pflicht- und Freundschaftsspiele, 110 Hallenturniere sowie 70 Sommerturniere.


Erheblicher finanzieller Aufwand

"Insgesamt sind das pro Jahr etwa 3600 Stunden, die unsere Trainer und wir als Verein in die Ausbildung und Betreuung der Kinder investieren", erklärt Luft. Die Folge sei ein erheblicher finanzieller Aufwand.
Mehr als 80 000 Euro investiert der FC Coburg nach Angaben der Vorstände aktuell pro Jahr in seine umfangreiche Nachwuchsarbeit - für Trainergehälter samt Steuern und Sozialabgaben, Verbandsbeiträge, Unfallversicherungsbeiträge, Schiedsrichter, Fahrtkosten, Turniergebühren, Mieten, Passgebühren, Trainingsmaterial, Trikotausstattung, Steuerberater und sehr viel mehr.


Nicht mehr kostendeckend

Demgegenüber würden Einnahmen aus dem Nachwuchsbereich durch die Mitgliedsbeiträge und der Bewirtung aus Heimspielen der Juniorenteams stehen, die aber summiert bei weitem nicht kostendeckend sind. "Die Differenz zur Kostendeckung müssen wir aus Spenden, Sponsoring und Veranstaltungseinnahmen generieren".
Das sei in den letzten Jahren ganz gelungen. Doch durch das stetige Wachstum entstehe nach Informationen Lufts jedoch eine immer größere Differenz aus Ausgaben und Einnahmen: "Da wir unser finanzielles Engagement in unseren Nachwuchs mindestens halten wollen, um unser Leistungsniveau weiter ausbauen zu können, haben wir uns entschlossen den NLZ-Beitrag von monatlich gut acht Euro auf 25 zu erhöhen", so Luft.


Üblich und vom BFV empfohlen

Mit diesem neuen Beitragsniveau würde sich der FC Coburg auf gleicher Höhe wie viele andere NLZ stellen und zudem auf einem Niveau, das auch den Empfehlungen des Bayerischen Fußballverbandes entspricht.
Ganz wichtig ist Luft in diesem Zusammenhang, mit einem immer wieder zu hörenden Vorwurf aufzuräumen:


Keine Quersubventionierung

"Es ist sehr wichtig, dass jeder weiß, dass eine Quersubventionierung unseres Herrenbereiches durch die NLZ-Beitragserhöhung nicht erfolgt. Das ist Quatsch", betont der Vereinschef. Die Entscheidungsträger sind sich bewusst, dass diese Erhöhung einer Verdreifachung des bisherigen Beitrages entspricht. Doch im Vergleich zu den Kosten anderer Sportarten wie Reiten, Tennis, Tanzen oder Fitnessstudio und unter Berücksichtigung der Anzahl an Trainings- und Betreuungsstunden sei dieser Beitrag auch in der Höhe gerechtfertigt. Luft zeigt Verständnis für die aufkommende Diskussion unter den Eltern und Spielern, ist sich jedoch sicher, dass die große NLZ-Familie für diese drastische Maßnahme Verständnis zeigt, schließlich "fließt jeder Cent in die Ausbildung unserer Kinder".
Newsletter kostenlos abonnieren


noch Zeichen



Bitte melden Sie sich an, um kommentieren zu können:

Sie sind noch nicht registriert? Bitte hier registrieren.