Die Hummel Manufaktur GmbH mit Sitz in Rödental, Hersteller der weltbekannten Hummel-Figuren, hat beim Amtsgericht Coburg Insolvenzantrag gestellt. Das Unternehmen sah sich auf Grund von Liquiditätsengpässen zu diesem Schritt gezwungen. Hummel beschäftigt 70 Arbeitnehmer, deren Löhne und Gehälter durch Insolvenzgeld drei Monate vollumfänglich abgesichert sind. Im Januar sprach Geschäftsführer Peter Hohenstein bei einem Besuch von Landrat Michael Busch im Unternehmen noch von 13 Auszubildenden. Auch deren Stellen sind jetzt bedroht.

Die Hummel Manufaktur GmbH hat die Herstellung der Hummel-Figuren 2013 nach zwei bereits vorangegangenen Insolvenzverfahren übernommen und die Produktion zunächst wieder ausgebaut. Das Amtsgericht Coburg hat den Coburger Fachanwalt für Insolvenzrecht Klaus-Christof Ehrlicher zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.


Hoffnung für die Beschäftigten

Das Unternehmen wird zunächst noch vollumfänglich fortgeführt. Bereits unmittelbar nach Bekanntwerden des Insolvenzantrags haben erste Interessenten Kontakt mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter aufgenommen. Mit rund 2500 Beschäftigten war Goebel einst einer der bedeutenden Arbeitgeber in der Region. Absatzeinbrüche mehrere Wechsel im Management und immer wieder gescheiterte Versuche, das Unternehmen weiter zu führen kennzeichnen die Firmengeschichte.

Noch immer gibt es Fans der Figürchen aus Rödental in aller Welt. Der M.I. Hummel Club zählt nach Angaben der Geschäftsleitung vom Januar dieses Jahres noch rund 26.000 Mitglieder, davon allein 20.000 in den USA. In Spitzenzeiten waren es an die 80.000 Er stellt ein wichtiges Vermarktungsinstrument für das Unternehmen dar.