Coburg
2. Handball-Bundesliga

HSC Coburg will den "Selbstbedienungsladen" schließen

Im Derby beim ThSV Eisenach und zwei Tage später gegen die HSG Konstanz wollen die Fans des HSC 2000 Coburg ihr Team voller Emotionen sehen.
Artikel einbetten
Die Mienen der HSC-Anhänger und Verantwortlichen sprechen Bände: Die HUK-Arena wurde zuletzt zum Selbstbedienungsladen. Am Sonntag gegen Konstanz hofft der Klub endlich wieder auf einen Heimsieg, denn der letzte datiert aus dem September.Foto: Timo Geldner
Die Mienen der HSC-Anhänger und Verantwortlichen sprechen Bände: Die HUK-Arena wurde zuletzt zum Selbstbedienungsladen. Am Sonntag gegen Konstanz hofft der Klub endlich wieder auf einen Heimsieg, denn der letzte datiert aus dem September.Foto: Timo Geldner
Ungünstiger könnten die Voraussetzungen für den HSC 2000 Coburg vor dem zweiten Doppelspieltag der Saison nicht sein. Mit 4:6 Punkten aus den letzten fünf Spielen, drei sieglosen Auftritten in eigener Halle und mit einem halben Dutzend Verletzter braucht der HSC trotzdem vier Punkte aus den Spielen am Wochenende, warten als Gegner doch zwei Teams aus dem punktgleichen Schlussquartett auf den Abstiegsplätzen.
Am Freitagabend geht es zum ThSV Eisenach (Anwurf um 19.30 Uhr), am Sonntag um 17 Uhr empfängt das Team die HSG Konstanz. Eigentlich Pflichtaufgaben, aber alles andere als einfach: "Wir brauchen uns über einfach oder nicht einfach im Moment nicht unterhalten. Wir haben genug mit uns selbst zu tun. Wir haben gezeigt, dass wir es können. Wir müssen es nur schaffen, dass wir Konstanz reinbekommen, mehr Sicherheit im Spiel drin ist, egal was der Gegner macht. Und das sind am Doppelspieltag wieder zwei, wo wir punkten müssen. Dafür werden wir alles tun.".


Beide haben etwas gut zu machen

Spielführer Till Riehn, der sich seinen 150. Auftritt im HSC-Trikot vergangene Woche wohl ganz anders vorgestellt hatte, hat in der derzeitigen Situation auch kein Patentrezept. Ist das also heute Abend eine Partie der Enttäuschten? Trainer Jan Gorr umschreibt es so: "Auf jeden Fall treffen zwei Teams aufeinander, die auf unterschiedliche Art mit dem aktuellen Saisonverlauf nicht zufrieden sind." Eisenach hat nach langer Durststrecke vergangene Woche gewonnen, will den ersten Heimsieg nachlegen. Geht es nach Gorr, soll sein Team an die Saarlouis-Leistung anknüpfen und wird sich für den Sonntag trotz der Verletztenmisere nicht schonen können.
"In Eisenach wird von draußen viel Stress gemacht, die Werner Aßmann-Halle ist bekannt dafür. Deswegen müssen wir deutlich effektiver agieren." Doch auch ähnlich wie in Coburg geht in Eisenach der Satz vom "Selbstbedienungsladen" um, weil die Gastgeber in dieser Saison noch keinen Punkt vor eigenem Publikum holten.


Letzter Heimsieg im September

Den "Selbstbedienungsladen" HUK-Coburg Arena will der HSC am Sonntag darauf gegen die HSG Konstanz schließen. Die Arena, in den letzten Spielen zu diesem geworden (letzter Heimsieg Ende September), hat ihren Schrecken verloren. Spätestens jetzt wissen die Gegner, da geht was. Das hat auch die HSG Konstanz wahrgenommen, die den Coburgern mit einer aggressiven 6:0-Deckung begegnen wird.
"Im Angriff stechen Paul Kaletsch und Mathias Riedel hervor, ansonsten sind sie wegen ihrer kollektiven Teamausrichtung schwer auszurechnen", weiß Gorr um die Probleme, die am Sonntag auf seine Mannschaft zukommen. Nicht zu vergessen natürlich der Ex-HSCler Matthias Gerlich, der den HSC-Fans noch in bester Erinnerung sein dürfte.
Die hat, gerade aufgrund der hinzugekommenen Verletzung von Petr Linhart und damit einem halben Dutzend Ausfällen, wohl mehr mit sich selbst zu tun, wie Till Riehn festgestellt hat, muss aber in beiden Spielen die taktischen Finessen des Gegners im Blick haben. Konstanz stand in Coburg, nach Balingen und Bietigheim die dritte schwere Station in Serie, schon einmal kurz vor einem Erfolg.
Im August 2015 mühten sich die Coburger in der ersten Pokalrunde zu einem 25:24 gegen den damaligen Drittligisten. Wichtig wird es für den HSC in beiden Spielen sein, sich komplett anders zu präsentieren wie am vergangenen Wochenende. Die Fans wollen ihr Team jedenfalls wieder voller Emotionen sehen. Pfiffe sollen diese mal ausbleiben.


Der Doppel-Spieltag


Freitag, 19.30 Uhr:
ThSV Eisenach gegen
HSC 2000 Coburg

HSC 2000 Coburg: Patryk Foluszny, Oliver Krechel - Markus Hagelin, Lukas Wucherpfennig, Felix Sproß, Dominic Kelm, Petr Linhart, Sebastian Weber, Stefan Lex, Benedikt Kellner, Florian Billek, Till Riehn, Marko Neloski, Tobias Varvne, Romas Kirveliavicius.
Trainer: Jan Gorr.

ThSV Eisenach: Stanislaw Gorobtschuk, Jan Steffen Redwitz - Hannes Iffert, Adrian Wöhler, Ibai Meoki-Etxebeste, Daniel Luther, Matthias Gerlich, Duje Miljak, Marcel Schliedermann, Jonas Richardt, Noah Streckhardt, Marcel Popa, Justin Mürköster, Marcel Niemeyer, Willy Weyhrauch, Alexander Saul.
Trainer: Christoph Jauernik. - SR-Duo: Thomas Kern / Thorsten Kuschel.


Sonntag, 17 Uhr:
HSC 2000 Coburg gegen
HSG Konstanz

HSG Konstanz: Konstantin Poltrum, Stefan Hanemann - Fabian Schlaich, Benjamin Schweda, Mathias Riedel, Tom Wolf, Paul Kaletsch, Felix Krüger, Fabian Maier-Hasselmann, Felix Gässler, Tim Jud, Chris Berchtenbreiter, Maximilian Schwarz, Sebastian Bosing, Felix Klingler. - Trainer: Daniel Eblen.
SR: Oliver Dauben / David Rohmer.
Verwandte Artikel
Noch keine Kommentare
Sie sind nicht angemeldet.
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentieren zu können!
registrieren