Coburg
2. Handball-Bundesliga

HSC Coburg hält nur eine Halbzeit mit

Der Bergischer HC zeigt den Vestestädtern nach der Pause deutlich die Grenzen auf. Die Gäste entführten vor 2557 Zuschauern verdient mit 29:22 die Punkte.
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Obwohl Marko Neloski nach wie vor die Bindung fehlt, ergriff er öfters die Initiative und hatte damit Erfolg.
Obwohl Marko Neloski nach wie vor die Bindung fehlt, ergriff er öfters die Initiative und hatte damit Erfolg.
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Zuschauer-Rekord in der HUK Coburg Arena - doch die Punkte nahm der Gast mit! 2557 Zuschauer - so viele kamen in dieser Spielzeit noch nicht in in den Coburger Sporttempel - sahen am Freitagabend ein von beiden Mannschaften beherzt geführtes Zweitligaspiel, das der Favorit letztlich verdient für sich entschied. Mit 29:22 (11:11) gewann der Bergische HC das Duell der beiden Ex-Erstligisten und hält die Vestestädter in der Tabelle damit klar auf Distanz.
Die Gastgeber waren auch nur in der ersten Halbzeit gleichwertig, nach der Pause drehte der Bergische HC mächtig auf. Phasenweise wurde dabei sogar der von den HSC-Fans befürchtete Klassenunterschied mehr als deutlich.
"Tobi nein, Kiwi macht sich mit warm", das war die Antwort von Jan Gorr auf die Frage, wie es mit einem Einsatz von Tobias Varvne und Romas Kirveliavicius aussieht. Wobei die Mimik des Coburger Trainers dafür sprach, dass es mit einem Einsatz von "Kiwi" wohl eher nichts werden würde und somit die Mannschaft des Emsdetten-Remis die Kastanien aus dem Feuer holen muss. Kurz darauf kam Torwart Oliver Krechel an Krücken in die Halle, verteilte Autogramme. Personell schloss der HSC die Vorrunde so ab, wie es Woche für Woche war.


HSC 2000 Coburg gegen
Bergischen HC 22:29 (11:11)

Gemächlich, so kann der Spielaufbau des Bergischen HC in vielen Phasen bezeichnet werden, um dann aber zu explodieren. Beim HSC sah das zwar anders aus, war aber auch erfolgreich. Hart war das Foul von Darj nach sechs Minuten, der Stefan Lex ohne Rücksicht auf Verluste in den Wurfarm griff. Jan Gorr brüllte wie ein Rohrspatz.
Das war die Phase, als Coburg nach anfänglichem Rückstand die Initiative ergriff und mit drei Treffern in Führung ging. Die gesamte Rückraumachse des HSC funktionierte und griff entschlossen zu. Anschließend fanden drei freie Bälle nicht den Weg ins Tor, da BHC-TW Rudeck zur Stelle war.
Da auf der anderen Seite Kulhanek aber ebenso hellwach war, behauptete Coburg, auch mit einem sehenswerten Kopfleger von Felix Sproß von der Außenposition, die Drei-Tore-Führung. Trotzdem war in der Phase zu bemerken, dass sowohl Linhardt als auch Neloski noch einiges an Spielpraxis und Bindung zu den Nebenleuten fehlt.


0:2 trotz HSC-Überzahl

Aber der HSC behauptete seine Führung, verschenkte im Aufbauspiel dann zu viele Bälle viel zu leichtfertig. Der BHC sagte "Danke" und kam nicht nur zum Ausgleich, sondern gewann auch ein Unterzahlspiel mit 2:0 und ging in Führung. Aber die hatte nicht lange Bestand, Coburg konterte. Dennoch ging es nur mit einem Remis in die Pause, da die Unparteiischen Abwehr im Kreis gegen Markus Hagelin bei angezeigtem Zeitspiel nur mit einem Freiwurf ahndeten und im nächsten Angriff ein von Marko Neloski schnell ausgeführter direkter Freiwurf, der im Tor landete, zurückgepfiffen wurde. Das führte vor dem Kampfrichtertisch auf dem Weg zum Pausentee auch zu einem heftigen Disput zwischen beiden Trainern und den Unparteiischen.


Primus dreht nach der Pause auf

Was Abpraller betraf, war es wie schon in Emsdetten, die meisten landeten irgendwie beim Gegner, zudem blieb auch nach der Pause die Fehlerquote und der Arbeitsaufwand für einen Treffer bei den Vestestädtern höher. Die BHC-Abwehr legte noch einmal eine Schippe drauf, störte immer mehr den Spielfluss der Coburger, der nun unkoordiniert wirkte.
Aus einem 12:11 wurde ein 14:18, eine hohe Hypothek für die Mannschaft von Jan Gorr, bei der sich die fehlenden Alternativen im Rückraum mehr und mehr bemerkbar machten. Zudem offenbarte jetzt auch die HSC-Abwehr viele Lücken, die weitere Paraden des vor der Pause bärenstarken Kulhanek erschwerten. Hinzu kamen Konzentrationsschwächen im Fang- und Passspiel, die der Spitzenreiter weidlich zu Kontertoren ausnutzte und die Partie locker zu Ende spielte. Eigentlich wollte de HSC Coburg in diesem Spiel zeigen, dass er mit Spitzenmannschaften mithalten kann, doch das gelang den Gastgebern nur im ersten Durchgang. rbi/oph
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