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Stadtbild

Fünf Coburger Gebäude sind nun mehr als vorzeigbar

Erneut zeichnete der Verein Stadtbild Coburg fünf Hausbesitzer aus, die durch die Restaurierung ihrer Häuser und Zäune das Bild der Stadt verschönerten.
Am Marienberg 2 wurde ein Gebäude mit Türmchen von Eigentümer Guido Jochum neu hergerichtet. Foto: Katja Nauer
 
von KATJA NAUER
"In rund eineinhalb Jahren sind alle Objekte fertiggestellt und die letzten Spendengelder aufgebraucht", schätzt Dr. Hans-Heinrich Eidt vom Verein Stadtbild. Bisher hat Eidt, der seit mehr als 40 Jahren Vorsitzender des Vereins ist, 243 Anträge bearbeitet. Rund 60 Prozent davon erhielten eine Förderung seitens des Vereins oder befinden sich noch mitten im Verfahren. Möglich machte dies eine Spende von Michael Stoschek und Christine Volkmann. Rund 4,2 Millionen Euro spendeten der Unternehmer und seine Schwester dem Verein mit dem Ziel, die Stadt zu verschönern. "Eine Million haben wir als Rücklage für die Gestaltung des Portals der Einfahrt zur Schlossplatztiefgarage zurückbehalten, falls diese kommen sollte", informiert Eidt. Denn Michael Stoschek wünscht sich eine passend zum Stadtbild gestaltete Einfahrt.

Rund 50.000 Euro hat der Verein, immer in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz, soeben für fünf Projekte in die Hand genommen. Nun präsentierte er das Ergebnis der Öffentlichkeit. Am Haus Badergasse 11 wurde bis zum Frühjahr 2017 die ziegelrote Fassade überarbeitet, die einige Risse aufwies, und die Fenster erneuert. Bewohnt wird es von den Brüdern Sebastian und Stephan Mundt. Beim Anwesen Oberer Bürglaß 12 prangt über dem Eingang die Jahreszahl 1793. John Holmes, der das Haus in einer Eigentümergemeinschaft besitzt, ließ die Holzsprossenfenster im ersten und zweiten Stock erneuern und wendete dafür rund 8000 Euro auf. Das Haus Viktoriastraße 5 wurde im Jahr 2003 von einem armenischen Ehepaar gekauft, das nicht lange danach verstarb. Die drei Söhne übernahmen das Gebäude. "Da habe ich lange gebraucht, bis ich die Eigentümer ausfindig gemacht habe", sagt Eidt und begutachtet mit Wohlwollen die neu gestaltete graue Fassade des Hauses, das auf das Jahr 1869 datiert wird. "Jetzt haben wir eine gute Lösung gefunden."

Mit Hilfe von Stadtbild Coburg nahmen die Söhne die Restaurierung in Angriff. "Das Dach war kaputt, es waren Risse im Mauerwerk und die Holzfenster mussten überarbeitet werden." Weil die Gewerke teurer wurden als geplant, gab Stadtbild Coburg zusätzlich ein Darlehen. Howhannes Karapetian und sein Bruder Samwel nahmen die Plakette aus Eidts Händen sichtlich erfreut entgegen.

Am Marienberg 2 wurde ein Gebäude mit Türmchen von Eigentümer Guido Jochum neu hergerichtet. "Früher gab es da ursprünglich wohl aufgeblendetes Fachwerk", vermutet Eidt. Der Turm sei vollkommen marode, das Haus völlig verwahrlost gewesen. In das Objekt, das auf 1910 geschätzt wird, habe Jochum viel Arbeit hineingesteckt. Eidt zeigte sich mit der Restaurierung zufrieden: "In seiner jetzigen Form sieht das Haus doch "recht nobel" aus."

Besonders stolz ist der Stadtbild-Vorsitzende auf einen Metallzaun mit Sandsteinsockel, der vorbildlich restauriert worden sei. Eigentümerin Sabine Ludloff kann sich mittlerweile über zwei Plaketten von Stadtbild Coburg freuen. Zuerst wurde das dazugehörige Anwesen in der Goethestraße 7 vorbildlich hergerichtet, nun war die historische Umzäunung an der Reihe. "Der Zaun war wunderschön handwerklich gearbeitet", schwärmt Eidt, "aber leider total verrostet und vergammelt." Eine Fachfirma aus dem Landkreis überarbeitete die Metallteile. Wo etwas fehlte, wie etwa die beiden Torspitzen, die mit Zapfen und Blättern verziert sind, wurde sachgerecht ergänzt. Von dem Ergebnis ist Eidt begeistert: "Das hat die Kunstschmiedefirma wunderbar wieder hinbekommen." Sabine Ludloff, die mit ihrem Mann im Jahr 1991 in das Haus der Schwiegereltern zog, erläutert: "Seit dem Krieg fehlten die Aufsätze. Wir ließen sie anhand alter Fotografien nachkonstruieren."
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