Coburg
Eröffnung

Eröffnung der Markthalle in Coburg: Das sagen die ersten Besucher

Am Freitag wurde die neue Markthalle offiziell eingeweiht. Die Coburger füllten die Gänge schnell. Begeistert von der Umsetzung sind allerdings nicht alle.
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Die Markthalle füllte sich am Freitagmorgen recht schnell. Besonders beliebt war die Bäckerei. Foto: Dominic Buckreus
Die Markthalle füllte sich am Freitagmorgen recht schnell. Besonders beliebt war die Bäckerei. Foto: Dominic Buckreus
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Kurz nach der Öffnung am Freitagmorgen um 8.45 Uhr ist der Besucherandrang in der neuen Markthalle am Albertsplatz noch überschaubar. Die Coburger tasten sich langsam vor, richten ihren Blick interessiert an die Angebote von Bäcker und Feinkostladen und erkunden Stück für Stück die 1200 Quadratmeter großen Verkaufsflächen. Vor dem Eingang versperrt noch ein Lkw die Sicht auf die Schiebetür. Die letzten Lieferungen für die Bäckerei werden ausgeladen und auf Schiebewägen in die Halle gefahren.

Um 9 Uhr fährt der Laster weg. Jetzt steht Norbert Tessmer (SPD) vor der Eingangstür und hält ein großes eisernes "T" in der Hand. Das gehörte einst zum Schriftzug der Metzgerei Weschenfelder, die früher in dem Gebäude ansässig war. Zu seinem Amtsantritt habe er es geschenkt bekommen, erzählt Tessmer. "Jetzt möchte ich, dass es wieder ,back to the roots' geht", sagt er und zerschneidet zur offiziellen Eröffnung der Markthalle das obligatorische Band.


Mehr Lebensmittel gewünscht

Mittlerweile hat sich die Halle weiter gefüllt. Ein bisschen eng geht es im Gang zwischen Feinkost und Bäcker zu, zumal auch eine Säule in der Mitte den Weg versperrt. Etwas weiter hinten stehen Tische und Stühle. Sie bieten Platz für rund 40 Kunden. Diese sind auch schnell besetzt. Manche genießen dort ihr Frühstück oder einen Kaffee, andere lassen die Halle erstmal auf sich wirken. Von dort aus kann man auf den hinteren Teil der Halle blicken, in dem die neueste Mode fein säuberlich aufgebaut ist. Aber nur wenige Besucher bummeln durch die Reihen der Klamottenständer.

Die Coburgerin Adelheid Nix (67) hat sich das Ambiente etwas anders vorgestellt. Vor allem die Rohre, die entlang der Decke zu sehen sind, stören sie. "So ist es schon eine gute Idee, aber ich dachte, es kommen noch mehr Läden mit Lebensmitteln", sagt sie.



Besser gefällt es der 15-Jährigen Vivien Hausner, auch wenn sie sich die Markthalle etwas größer vorgestellt habe, sagt die Coburgerin. "Eigentlich bin ich zufrieden. Ich hätte mir aber definitiv mehr Lebensmittel gewünscht."

Ähnlich geht es Heidi Meixner. Sie sei "etwas enttäuscht", sagt die Coburgerin. Zwar sei der Bäcker und der Kaffee gut, "aber wenn man hier sitzt, sieht man nur die Textilien". Sie hat sich ebenfalls mehr Lebensmittel gewünscht.

Ein 59-jähriger Coburger, der gerade die Halle verlässt, stört sich ebenfalls am Bekleidungsgeschäft. "Unter einer Markthalle stelle ich mir etwas anderes vor", sagte er. Dennoch gefalle ihm das Ambiente und er hält den Standort auch für besser, als den Steinweg. Nur einen Metzger hätte er sich noch gewünscht, erklärt er.


Der Glaube an die Markthalle

Werner Häfele, Geschäftsführer der Markthalle Coburg GmbH, stimmt dem zu: "Ich finde es schade, dass kein Metzger gekommen ist." Trotzdem wirkt er zufrieden. Die Kombination aus Genuss und Mode, findet er "spannend", sagt er. "Ich glaube, dass diese Kombination funktioniert."

Rainer Möbus ist der Chef der Rodacher Fruchtsäfte GmbH. Er ist von den ersten Minuten begeistert: "Es läuft gut an. Aber man muss sehen, wie es nach der ersten Euphorie wird", räumt er ein.
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