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Beruf

Eine Coburgerin will "Miss Handwerk" werden

Ramona Brehm ist Kaminkehrerin - und sie liebt ihren Beruf. Deshalb würde sie gerne als Botschafterin jungen Menschen das Handwerk näher bringen.
Die Kaminkehrerin Ramona Brehm aus Coburg möchte "Miss Handwerk 2019" werden. Foto: Michael Stelzner
 
von OLIVER SCHMIDT
Kaminkehrer? Bringt Glück. Aber ansonsten? "Der Beruf wird unterschätzt", sagt Matthias Schneiderbanger. Deshalb werde es immer schwieriger, geeigneten Nachwuchs zu finden. Mathias Schneiderbanger ist Schornsteinfegermeister und führt in Coburg einen Drei-Mann-Betrieb. Genauer gesagt: einen Zwei-Mann-und-eine-Frau-Betrieb. Diese eine Frau ist Ramona Brehm. Die 27-Jährige ist für Mathias Schneiderbanger und für die gesamte Zunft ein echter "Glücksfall", wenn man sowohl ihn als auch sie so reden hört.

Ramona Brehm, die aus Sonneberg stammt und seit 2010 in Coburg wohnt, liebt ihren Beruf. "Er ist sehr abwechslungsreich, man wird handwerklich gefordert und hat viel Kontakt mit Kunden", erzählt sie. Außerdem sei man viel draußen und natürlich auch auf Dächern unterwegs. "Der Blick über Coburg vom Dach der Löwen-Apotheke aus ist super", schwärmt sie. Der höchste Schlot, den sie je erklommen und gekehrt hat, war der von einem Werksgebäude der Firma Brose.

Doch Ramona Brehm schwärmt nicht nur. Sie weiß auch - wie ihr Chef Mathias Schneiderbanger - um die Probleme ihres Handwerks. "Viele junge Menschen finden den Beruf unattraktiv", weiß sie. Vor allem hänge dieses Vorurteil wohl mit der etwas schlechteren Bezahlung im Vergleich zu einem akademischen Beruf zusammen. Aber ist ein Studium deshalb wirklich immer die bessere Alternative?


Botschafter gesucht

"Nein", sagt Ramona Brehm voller Überzeugung. Gerne würde sie deshalb auch andere für diesen oder einen Handwerksberuf begeistern. So ist die Idee entstanden, sich als "Miss Handwerk" zu bewerben. Dieser Wettbewerb wird vom Deutschen Handwerksblatt ausgelobt. Gesucht werden "Botschafter für das Handwerk"; Botschafter, die authentisch vermitteln können, dass Handwerksberufe attraktiv sind, Spaß machen und, ganz wichtig, Zukunft haben. Im vergangenen Jahr hatte sich aus Coburg der Schilder- und Lichtreklamehersteller Steffen Voigt beworben, denn ein "Mister Handwerk" wird natürlich auch immer gesucht. Steffen Voigt schaffte es sogar bis in die Finalrunde.


Abstimmen im Internet

Ganz so weit ist Ramona Brehm noch nicht. Sie hofft nun erst einmal darauf, dass möglichst viele für sie abstimmen - und zwar im Internet unter www.handwerksblatt.de.

Allen voran ihr Chef Mathias Schneiderbanger drückt die. Er ist auch überzeugt davon, dass Ramona Brehm eine gute Botschafterin fürs Handwerk wäre. Denn sie sieht auch die etwaigen Nachteile des Kaminkehrerberufs ganz entspannt - zum Beispiel die Sache mit dem Schmutz. Denn speziell im Winter, wenn die Menschen kräftig heizen, sind Kaminkehrer viel auf Dächern unterwegs. "Natürlich werde ich dann auch manchmal etwas schmutzig", sagt Ramona Brehm und muss im nächsten Moment schon lachen: "Aber was soll's? Es gibt doch Wasser!"

Hintergrund Das Deutsche Handwerksblatt sucht bereits zum neunten Mal bundesweit nach "Mister und Miss Handwerk". Die Bewerbungsfrist endet am heutigen Freitag. Weitere Informationen gibt es unter www.handwerksblatt.de - dort kann auch für die bereits feststehenden Bewerber abgestimmt werden.

zum Thema "Wirtschaft Coburg"

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