Die neue Saunalandschaft im Coburger Aquaria nimmt langsam Formen an. Der Ausbau des 600 Quadratmeter großen Hauptgebäudes läuft, dahinter stehen bereits die zwei Holzbohlenhäuser, die die Kamin- und die Finnische Sauna beherbergen werden, mit dem Tauchbecken daneben. Das Ziel sei, spätestens zum 1. Januar die neue Sauna zu eröffnen, sagt Joachim Gronau. Festlegen will sich der SÜC-Prokurist mit Verweis auf den derzeitigen Bau-Boom und die Geschäftslage im Handwerk allerdings nicht.


Extrem abhängig vom Wetter

"Wir sind einigermaßen im Plan", sagt auch Aquaria-Betriebsleiter Jörn Pakoßnick-Kirchner beim Pressetermin am Donnerstag. Dass es noch keinen offiziellen Eröffnungstermin gebe, liege zum Beispiel daran, dass man beim Verputzen des neuen Saunagebäudes "extrem vom Wetter abhängig" sei, sagt Pakoßnick-Kirchner. Hinzu kommt, dass Teile aus der alten Sauna in die neue übernommen werden sollen - zum Beispiel das noch relativ neue Drehkreuz, erläutert der Betriebsleiter. "Dafür werden wir die Sauna dann auch mal eine Woche komplett schließen müssen."
Bis die neue eröffnet wird, gelten noch die derzeitigen Eintrittspreise, was sich dann ändern wird, steht aber schon fest. Erwachsene Besucher zahlen künftig für drei Stunden 14 Euro (bisher zehn Euro) und für die Tageskarte 16,50 Euro (11,20 Euro). Kinder und Jugendliche zahlen 11,50 Euro (8,40 Euro) für drei Stunden und 14 Euro (9,40 Euro) für die Tageskarte. Neu ist ein Abendtarif ab 18 Uhr: 11 Euro (Erwachsene) und neun Euro (Kinder/Jugendliche). Ebenfalls neu ist eine Tageskarte für Familien; sie kostet ab 31 Euro, je nach Zahl der Erwachsenen und Kinder.
Der Familientarif sei der Tatsache zu verdanken, dass die neue Saunalandschaft wesentlich mehr Platz biete als die alte Sauna, sagt Pakoßnick-Kirchner. Allein im Innenbereich werden den Besuchern insgesamt rund 50 Liegen zur Verfügung stehen. 80 Besucher pro Stunde dürften daher kein Problem sein, glaubt der Betriebsleiter.
Bei der Berechnung der neuen Eintrittspreise verglichen die Verantwortlichen auch Tarife anderer Betriebe in der Umgebung. Wenn man bedenke, dass anderswo schon zehn Euro für 45 Minuten Salzgrotte verlangt würden, liege die Aquaria-Sauna nicht nur im guten Durchschnitt, sondern biete mit ihren vielen verschiedenen Angeboten doch einen hohen Mehrwert, betont Pakoßnick-Kirchner.


Neue Karten, neue Rabatte

Außerdem werde auch weiterhin Geldwertkarten angeboten, mit denen sich einiges sparen lasse. Ab 1. Januar wird es statt fünf Kartenvarianten aber nur noch vier geben: Die Preise liegen dann bei 20, 50, 100 und 250 Euro - die Rabatte entsprechend bei 10, 15, 20 und 25 Prozent. Damit wurde der bisherige Maximal-Rabatt von 29 Prozent zwar leicht nach unten korrigiert, aber selbst damit sei das Aquaria noch großzügig, betont Pakoßnick-Kirchner. Wenn man sich in der Region umschaue, gelte die Devise: "Je größer das Bad, desto kleiner der Rabatt." Die bisherigen Geldwertkarten behalten ihre Gültigkeit, werden nach dem Ablauf aber nicht mehr verlängert.
Fest stehen auch schon die neuen Öffnungszeiten der Sauna (täglich bis 21 Uhr): Montag ab 13 Uhr (vormittags werden Reinigungsarbeiten erledigt), Mittwoch ab 9 Uhr, Donnerstag ab 11 Uhr (um vorher Kurse anbieten zu können), an den übrigen Tagen, einschließlich Samstag und Sonntag ist die Sauna ab 10 Uhr geöffnet, dienstags ist die komplette Sauna den weiblichen Besuchern vorbehalten. Bei den Besucherzahlen peilten die Betreiber 27 500 an, sagt Joachim Gronau. In der alten Sauna habe man in den besten Zeiten 20 000 Besucher gezählt, das Ziel sei also nicht zu hoch gesteckt.


Preiserhöhung im Centbereich

Beim Eintritt fürs Hallenbad gibt es eine leichte Preiserhöhung, wobei die letzte Anpassung schon fünf Jahre her sei, wie Pakoßnick-Kirchner betont. Erwachsene Besucher zahlen ab 1. Januar in allen Tarifen jeweils 50 Cent mehr, die Tageskarte kostet dann zum Beispiel sechs Euro (bisher 5,50 Euro), entsprechend wurde auch die Familienkarte angepasst. Für Kinder/Jugendliche steigt der Preis jeweils um 30 Cent. Der Eintritt fürs Freibad bleibt gleich, allerdings werde der Tagespreis des Hallenbades während der Freibadsaison künftig nicht mehr reduziert.