Ich willige einX

Diese Website verwendet das Besucheraktions-Pixel von Facebook für statistische Zwecke. Mit einem Cookie kann so nachvollzogen werden, wie unser Marketing auf Facebook wirkt und wie wir es verbessern können. Wir freuen uns, wenn Sie uns Ihr Einverständnis hierzu erteilen. Eine genaue Beschreibung zum „Besucheraktions-Pixel“, zu Cookies im Allgemeinen und Ihrem Widerspruchsrecht, das Sie jederzeit ausüben können, steht Ihnen in unserer Datenschutzerklärung unter hier zur Verfügung.

Attraktion

Ein Tag in Ahorn rund um das Schaf

Das Schaffest in Ahorn ist längst mehr als eine landwirtschaftliche Schau. Von Jahr zu Jahr kommen mehr Besucher.
Die Coburger "Füchse" dürfen nicht fehlen beim oberfränkischen Schaffest. Foto: Gabi Arnold
 
von GABI ARNOLD
Vom Coburger Fuchsschaf über das Merino-Landschaftsschaf bis hin zum blauköpfigen Fleischschaf gab es am Sonntag in der Alten Schäferei in Ahorn mehrere Schafrassen zu sehen. Insgesamt präsentierten zehn Aussteller aus dem oberfränkischen Raum sieben Rassen.

Ein bunter Markt mit 30 Händlern lockte abseits von den heißen Rhythmen und Sambatrommeln in Coburg zahlreiche Besucher in das beschauliche Kleinod in der Gemeinde Ahorn. Unter dem Motto "Scharf auf Schaf" zeigte erstmals ein Spitzenkoch, wie Lammfleisch verwertet und zubereitet werden kann.
Längst ist das mittlerweile 14. oberfränkische Schaffest kein Geheimtipp mehr, sondern die Zahl der Besucher steigt von Jahr zu Jahr, wie die Museumsleiterin Chris Loos bestätigte. Neben den Schäfern und Preisrichtern waren heuer auch deutlich mehr Händler dabei, die ihr Sortiment rund das Schaf wie Strickwaren oder Gefilztes anboten.


Tags Schafe, abends Samba

Durch das Areal schlenderten Frank und Tanja Heublein aus Weidach und schauten auch den Preisrichtern bei der Bewertung der Schafe zu. "Abends feiern wir Samba und tagsüber sind wir hier und genießen die Ruhe," erklärte das Paar. Preisrichter Josef Rebitzer begutachtete die Tiere auf Bemuskelung, Wuchs, Zustand des Fells und blickte in das Maul der Tiere, um später die Sieger küren zu können.

Mit dabei waren diesmal auch Jungzüchter, die sich Wissen aus fachkundigem Munde für die bevorstehende Prüfung für die deutschen Meisterschaften einholten. Zum Beispiel der zwölfjährige Luca Schwab aus dem Großheirather Gemeindeteil Rossach. Ein Coburger Fuchsschaf und zwei Lämmchen hatte er zur Schau mitgebracht. Das Hobby habe er von seinem Opa Hartmut Rauschert übernommen, der im Itzgrund Fuchsschafe halte und Zweiter Vorsitzender der Vereinigung der oberfränkischen Schafshalter sei, erzählte Luca Schwab.


Es gibt gutes Geld für solche Schafböcke

Nebenan hatte Schäfer Heinrich Ringel Rhönschafe ausgestellt. Stolz erzählte er, dass er für einen stattlichen Zuchtbock einen Spitzenpreis von 1200 Euro habe erzielen können. Normalerweise, weiß Renate Baierlein vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Bayreuth, bringe ein Bock zwischen 200 bis 500 Euro ein.
Auch in der Scheune war viel geboten. Dort stellten sich 20 Teilnehmer, darunter auch zwei Männer aus Bayern und Thüringen, dem Wettbewerb im Spinnen. Da hieß es, eine Stunde lang kräftig in die Pedale zu treten, um konzentriert das Garn zu einem möglichst langen Faden zu spinnen. Mit dem Schaffest, so Baierlein, soll aber auch das Produkt Lammfleisch aus der Nische geholt werden. Dazu hatten die Initiatoren Peter Hagen, den Spitzenkoch im Gasthof Krone in Seblitz, eingeladen. "Er zeigt, dass Lamm nicht nur Kotelett und Lende sind, sondern, dass man wirklich alle Teile verwerten kann", sagte Baierlein beeindruckt.


Dank an Michael Stoschek

Landrat Michael Busch (SPD), der auch Vorsitzender des Zweckverbandes der Museen im Coburger Land ist, begrüßte unter den Gästen vor allem Michael Stoschek. Dank des Coburger Unternehmers, so Busch, sei wieder Leben in die Alte Schäferei eingezogen.

Sechs Coburger Fuchsschafe, darunter zwei Lämmchen, bewohnen nun das Areal. Der Bürgermeister der Gemeinde Ahorn, Martin Finzel (parteilos), freute sich, dass damit eine alte Tradition fortgesetzt werde. Die Coburger "Füchse" sollten zur Landschaftspflege eingesetzt werden, sagte Finzel. Übrigens erhielten die rötlich schimmernden Paarhufer gestern ihre Namen: Marie, Maja, Karl und - auf Vorschlag des Bürgermeisters - Meta.

Bockschätzen, Kadieren von Wolle, das Scheren der Tiere sowie ein kleiner Streichelzoo rundeten das Programm ab. Die fränkischen Straßenmusikanten streiften umher und brachten Stimmung in das barocke Ensemble. Da das Schaffest immer besser ankomme, so Loos, soll in es im kommenden Jahr auf zwei Tage ausgedehnt werden. "Wir wollen das insgesamt noch größer aufziehen", versprach die Museumsleiterin.
Newsletter kostenlos abonnieren


noch Zeichen



Bitte melden Sie sich an, um kommentieren zu können:

Sie sind noch nicht registriert? Bitte hier registrieren.