Coburg
Traumspiel

Dr. Stocke-Anlage in Coburg wird herausgeputzt

Die Vorbereitung im Stadion für das Bayern-Spiel laufen derzeit auf Hochtouren. Mehr als 30 freiwillige Helfer errichten drei Tribünen.
Artikel einbetten Artikel drucken
Platzwart Bernd Grell mäht mit seinem Spindler ab sofort täglich den "heiligen Rasen" auf exakt 2,2 Zentimeter. Schließlich sollen die Bayern-Stars optimale Voraussetzungen vorfinden. Fotos: Christoph Böger
Platzwart Bernd Grell mäht mit seinem Spindler ab sofort täglich den "heiligen Rasen" auf exakt 2,2 Zentimeter. Schließlich sollen die Bayern-Stars optimale Voraussetzungen vorfinden. Fotos: Christoph Böger
+1 Bild
Noch hat der "heilige Rasen" im Dr. Stocke-Stadion graue Flecken. "Aber die wachsen bis nächsten Sonntag noch raus", ist sich Bernd Grell sicher. Der Platzwart sitzt ab sofort jeden Tag auf seinem großen Spindler und mäht das Rasenspielfeld. "Die Halme müssen exakt auf 2,2 Zentimeter runter geschnitten werden - so ist es vorgeschrieben...".
Schließlich soll den Bayern-Profis erstklassige Bedingungen präsentiert werden, wenn der Deutsche Rekordmeister am Sonntag, 20. August ab 17 Uhr in Coburg zum Traumspiel gegen einen Auswahl des gastgebenden Fanclubs Red Residenz antritt.


30 bis 40 freiwillige Helfer

Am Donnerstagvormittag trafen sich deshalb knapp 40 freiwillige Helfer, um die Tribüne auf der Gegengerade aufzubauen. Auf dieser haben 1600 Leute Platz - ausschließlich Sitzplätze. Hinter beiden Toren werden zwei weitere Tribünen mit jeweils 3500 Stehplätzen in den nächsten Tagen errichten. Insgesamt sollen mehr als 12000 Zuschauer die Gelegenheit bekommen, die Stars aus München hautnah zu erleben. Das Traumspiel ist nahezu ausverkauft, das Stadion wir aus allen Nähten platzen.
"Ohne so viele ehrenamtliche Helfer würde das hier sicher nicht funktionieren", sagt Harald Hofmann. Der Stadtrat aus Neustadt ist selbst Mitglied beim Fanclub und packt gerne mit an. Der eingefleischte Bayern-Fan, der in den letzten Jahren viele Höhen und Tiefen der "Roten" live miterlebte, montierte gestern fleißig an der Tribüne mit - als Hausmeister in der Neustadter Frankenhalle war er in seinem Element und sein Rat bei den Kollegen auch gefragt.
Norbert Scholz, der Fanclub-Präsident und Hauptinitiator des Traumspiels, schaute in seiner Mittagspause ebenfalls bei den Aufbauarbeiten vorbei und biss dabei gemeinsam mit seinen fleißigen Helfern gerne in eine Leberkäs-Semmel. Für ihn und seine Mitstreiter gibt es noch viel zu tun bis zum großen Tag, dem Zufall überlässt der umtriebige Organisator dabei aber nichts.


Kritik aus München...?

Und was Scholz gar nicht mag, ist jegliche Kritik rund um "das Spiel seines Lebens" oder gar eine Berichterstattung mit negativem Touch". Einen solchen hätte nämlich der letzte Tageblatt-Artikel und speziell die dabei gewählte Überschrift - "Aus Traumspiel wird Alptraum" - gehabt. Darin ging es um eine Verletzung (Kreuzbandriss), den sich ein Spieler des Fanclubs (Benjamin Müller vom TSV Meeder) bei einer Trainingseinheit für das Traumspiel zuzog.
Nicht nur Scholz hat sich über die Schlagzeile maßlos geärgert. Sogar der FC Bayern München hätte sich schon beschwert. In der Tageblatt-Redaktion haben sich Rummenigge & Co. bisher allerdings noch nicht gemeldet - leider. Dass aber unmittelbar vor so einem Großereignis in Coburg bei dem einen oder anderen derzeit die Nerven etwas blank liegen, ist durchaus verständlich...
Verwandte Artikel
Verwandte Fotoserien
Noch keine Kommentare
Sie sind nicht angemeldet.
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentieren zu können!
registrieren