Coburg
2. Handball-Bundesliga

Coburgs Trainer Gorr fordert Kampf und Leidenschaft

Auswärtsschwäche der HSG Nordhorn-Lingen gilt es zu nutzen. Mit einem Sieg zieht der HSC Coburg in der Tabelle am Gegner vorbei. Das Lazarett lichtet sich.
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Till Riehn und Florian Billek - ein gestandenes Duo. Die Nummer 20 und 21 des HSC 2000 Coburg meldet nach wie vor Ansprüche auf einen Spitzenplatz in der 2. Bundesliga an. Mit einem Heimsieg gegen die HSG Nordhorn-Lingen wollen diese beiden Leitwölfe ihre Ambitionen am Samstag untermauern. Foto: Uwe Gick
Till Riehn und Florian Billek - ein gestandenes Duo. Die Nummer 20 und 21 des HSC 2000 Coburg meldet nach wie vor Ansprüche auf einen Spitzenplatz in der 2. Bundesliga an. Mit einem Heimsieg gegen die HSG Nordhorn-Lingen wollen diese beiden Leitwölfe ihre Ambitionen am Samstag untermauern. Foto: Uwe Gick
"Wir haben jetzt im Dezember noch so viele schwere Spiele, müssen dabei noch so viele Punkte wie möglich holen, da bleibt gar keine Zeit, lange über die erneute Derby-Niederlage nachzudenken". Dominic Kelm hat die Derbypleite von Rimpar längst abgehakt.
Nicht nur ihm scheint bewusst, dass für den HSC 2000 Coburg in den kommenden 17 Tagen so etwas wie die "Wochen der Wahrheit" bevorstehen. Nur mit Siegen kann der Traum vom sofortigen Wiederaufstieg weiterleben!


Wieder mit Linhart und Neloski?

Mit welcher Punkteausbeute er in den verbleibenden vier Spielen 2017 zufrieden wäre, lässt Coburgs Trainer Jan Gorr offen: "Wir schauen nur von Spiel zu Spiel und da ist das nächste das schwerste von den vier". Froh ist der Trainer, wenn sich die Verletztenreihen in den kommenden Wochen lichten. Neben Jan Kulhanek, der bereits letzte Woche wieder zwischen den Pfosten stand, hoffen auch Petr Linhart und Marko Neloski vor ihrem Comeback.
Die HSG Nordhorn-Lingen ist kein Team, das so im Vorbeigehen geschlagen werden kann, auch wenn deren letzter Auswärtssieg vom 30. September datiert. Nur in Aue, Konstanz und Eisenach gewann die HSG.


Mit "Füchse" in der Verlängerung

Aber der deutsche Vizemeister von 2002 und EHF-Pokalsieger von 2008 hat vor dem Saisonstart bereits bewiesen, dass man auch mit Top-Teams mithalten kann. In der 2. Runde um den DHB-Pokal zwangen sie den aktuellen Zweiten der DKB-Handball-Bundesliga, die Füchse Berlin, in die Verlängerung, die sie dann aber mit 31:34 verloren.
"Nordhorn überzeugt mit hoher personeller Kontinuität und starker Abwehr. Luca de Boer und Toon Leenders sind ein Mittelblock, an dem wir erst einmal vorbeikommen müssen." Ist das geschafft, "dann steht mit Björn Buhrmester ein ausgezeichneter Torwart dahinter", weiß Gorr um die Schwierigkeiten zu Torerfolgen zu kommen. Ein einfaches Mittel wären Konter, da hat Coburg, nimmt man gerade das letzte Spiel in Rimpar, aber extremen Nachholbedarf.


Urgestein der 2. Bundesliga

"Nordhorn gehört zu den Urgesteinen in der 2. Liga mit verlässlichen Spitzenleistungen", schätzt Gorr den Gegner als solchen ein, der um die Vergabe der Aufstiegsplätze durchaus mitreden kann. In den vergangenen acht Jahren belegte der HSC-Gegner bis auf eine Ausnahme (10. Rang 2011/2012) in der 2. Liga stets einen einstelligen Tabellenplatz. 2020 will der Verein die Rückkehr in die 1. Liga geschafft haben.
Dafür müssen die Auswärtsleistungen der in eigener Halle noch unbesiegten Mannschaft aber viel besser werden. Das weiß auch Nordhorns Coach Heiner Bültmann. Und Gorr ist vor der niederländisch-deutschen Rückraumreihe des Gegners gewarnt. "Wiese, Miedema, Terwolbeck, Verjans - gegen die brauchst du eine gute Beinarbeit, eine optimale Abwehrleistung. Auch wenn ich ein insgesamt sehr attraktives Spiel erwarte, wird es ohne Kampf und Leidenschaft nicht gehen."


HSC hat die zweitbeste Abwehr

Dazu wird auch gehören, die Konter über Yannik Fraatz auf der rechten und Lasse Seidel auf der linken Seite zu unterbinden. Wie ausgeglichen die HSG besetzt ist, zeigt auch ein Blick auf die Torjägerliste. Dort befindet sich kein Spieler unter den Top 25. Aber der HSC wird sich mit seiner zweitstärksten Abwehr der Liga dagegenstemmen.


Noch zwei "Weihnachtskracher"

Nach dem Nordhorn-Spiel, die derzeit mit 21:11 Punkten zwei Zähler vor dem HSC stehen, geht es nächsten Sonntag zum punktgleichen TV Emsdetten. Danach folgen die "Weihnachtskracher" gegen Spitzenreiter Bergischer HC und dem Tabellenzweiten VfL Lübeck-Schwartau, die vergangene Woche dem BHC die erste Saisonniederlage beibrachten.



Samstag, 19.30 Uhr


HSC Coburg - HSG Nordhorn-Lingen

HSC 2000 Coburg: Jan Kulhanek, Oliver Krechel - Markus Hagelin, Lukas Wucherpfennig, Felix Sproß, Dominic Kelm, Petr Linhart (?), Sebastian Weber, Stefan Lex, Benedikt Kellner, Jakob Knauer (?), Florian Billek, Till Riehn, Marko Neloski (?), Tobias Varvne, Romas Kirveliavicius. - Trainer: Jan Gorr.
HSG Nordhorn-Lingen: Björn Buhrmester, Fabian Kaleun; Nicky Verjans, Stephan Wilmsen, Lutz Heiny, Toon Leenders, Pavel Mickal, Patrick Miedema, Yannik Fraatz, Terwolbeck, Luca de Boer, Vorlicek, Smit, Lasse Seidel, Johannes van Lengerich. Trainer: Heiner Bültmann.
SR: Jan Lier / Manuel Lier.
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