Coburg
Landestheater

Coburgs neuer Erster Kapellmeister aus Weimar

Der Nachfolger von Alexander Merzyn kommt von der Musikhochschule Weimar. Johannes Braun wird sein neues Amt zu Beginn der Spielzeit 2017/2018 antreten.
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Johann Braun wird Nachfolger von Alexander Merzyn als 1. Kapellmeister am Landestheater Coburg. Foto: Guido Werner
Johann Braun wird Nachfolger von Alexander Merzyn als 1. Kapellmeister am Landestheater Coburg. Foto: Guido Werner
Das Landestheater Coburg hat sich in den letzten Jahren zur begehrten Adresse für aufstrebende junge Dirigenten entwickelt. Das belegt nicht zuletzt der große Andrang an Bewerbern um die Nachfolge von Alexander Merzyn als Erster Kapellmeister. Innerhalb kürzester Zeit hatten sich 90 Bewerber gemeldet.
Die Wahl fiel auf Johannes Braun, der sein Probedirigat beim Gastspiel des Landestheaters Anfang Juli mit Mozarts Oper "Die Hochzeit des Figaro" in Fürth für diese Aufgabe empfahl. "Das Niveau der Bewerber war enorm hoch", bilanzierte Coburgs Generalmusikdirektor Roland Kluttig: "Mit Johannes Braun gewinnen wir also wieder jemanden aus der Weimarer ,Dirigentenschmiede', die sich inzwischen zur wohl besten ihrer Art in ganz Europa entwickelt hat." Der Blick auf die Vita von Johannes Braun zeigt einen aufstrebenden jungen Dirigenten, der schon im Jahr 2014 als Stipendiat in das Dirigentenforum des Deutschen Musikrates aufgenommen wurde. Seitdem hat Braun bereits mit einer Vielzahl nationaler wie internationaler Orchester zusammen gearbeitet. hat. Dazu zählen das Israel Chamber Orchestra, die Filharmonia Hradec Kralové, die Dortmunder Philharmoniker und die Bayerische Kammerphilharmonie. Sein Operndebut auf großer Bühne gab er im Januar 2016 mit Giuseppe Verdis "Rigoletto" am Staatstheater Mainz. Als Assistent von Clemens Schuldt war er an der Neuproduktion dieser Oper beteiligt.


Studium bei Nicolás Pasquet

Opernerfahrungen hatte er zudem bereits bei den Schlosskonzerten Karlsruhe mit der musikalischen Leitung der Opernprojekte "Die Liebesabenteuer des Chevalier Faublas" (2012) sowie von "Don Juan" (2014) gesammelt. Im Jahr 2015 war er musikalische Leiter bei der Produktion von Joseph Haydns "L'infedeltà delusa" bei der Jungen Oper Weimar.
In diesem Jahr stehen unter anderem Aufführungen von Offenbachs "Orpheus in der Unterwelt" beim Festival "OperOderSpree" sowie Konzerte mit dem Beethoven-Orchester Bonn, dem Folkwang Kammerorchester Essen und der Nordwestdeutschen Philharmonie Herford auf dem Programm.
Johannes Braun studierte zunächst Musikwissenschaft und Geschichte an der Ruprecht-Karls- Universität in Heidelberg und später Schulmusik und Orchesterdirigieren bei Andreas Weiss an der Hochschule für Musik in Karlsruhe. Anschließend wechselte er an die Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar, um dort sein Dirigierstudium fortzusetzen.
Derzeit studiert er im Konzertexamen Orchesterdirigieren bei den Professoren Nicolás Pasquet und Ekhart Wycik. Sein Studium bei Nicolás Pasquet schlägt die Brücke zum Landestheater. Schließlich war Pasquet dem Landestheater seit Herbst 2001 mehrere Spielzeiten als Gastdirigent fest verbunden.


Meisterkurse absolviert

Neben seinem Studium erhielt Johannes Braun durch Assistenzen und Meisterkurse wichtige künstlerische Impulse. So assistierte er namhaften Dirigenten wie Francois Xavier Roth, Sylvain Cambreling, Johannes Klumpp und besuchte Meisterkurse bei Bernard Haitink, Alessandro de Marchi und Jukka-Pekka Saraste.


Aus dem Leben eines jungen Künstlers


Auszeichnungen Zu den jüngsten Erfolgen von Johannes Braun gehören die Auszeichnung der Familienstiftung Ernst Edler von Schuch mit dem Ernst-von-Schuch-Preis im Herbst 2016 sowie die Aufnahme in die Künstlerliste "Maestros von Morgen" des Deutschen Musikrates.
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