Coburg
Einsatz

Coburger Feuerwehrleute waren vermisst

Die ASB Rettungshundestaffel übte den Ernstfall und die Coburger Feuerwehr schlüpfte in die Opferrolle.
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Beim Abseilen muss der Hund in ein besonderes Geschirr anlegen.
Beim Abseilen muss der Hund in ein besonderes Geschirr anlegen.
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Retten Löschen Bergen Schützen! Das sind die Aufgaben einer Feuerwehr. Für die Ausbildung der Rettungshundestaffel des ASB Coburg Land begaben sich jedoch einige Feuerwehrleute der Coburg Wehr in die Opferrolle und mimten eine vermisste und verletzte Person.
"Das weitläufige Gelände des Löschzugs 1 im Dammweg in Coburg, war für uns ein reizvolles Objekt um hier einmal eine Ausbildung mit unserer Rettungshundestaffel abzuhalten. Erfreulicherweise stießen wir beim Stadtbrandrat Ingolf Stökl auf ein offenes Ohr.", erläutert ASB Verbandsreferent Florian Eckardt. Neben zwei freiwilligen Feuerwehrleuten begleitete der Pressesprecher der FF Coburg, Sebastian Sorge, das Training.
"Ich bin wirklich überrascht darüber, wie so eine Vermisstensuche abläuft. Das war auch für uns sehr interessant einmal zu sehen.", kommentierte Sorge die Ausbildung. Durch die Lage und die baulichen Besonderheiten, konnten die Rettungshunde gleich verschiedene Szenarien üben. So ging es beispielsweise unter die Fahrzeughalle, welche von der Beschaffenheit sehr einem Trümmerfeld nach einem Erdbeben gleicht. Um dorthin zu gelangen, konnte auch gleich das Abseilen eines Hundes trainiert werden. Dies erforderte von den Hundeführern viel Fingerspitzengefühl im Umgang mit ihrem Tier, da der Hund dafür ein spezielles Geschirr anlegen muss.
Als weitere Trainingsorte wurden ein Baugerüst, ein Stadtbus sowie die Uferpromenade der Itz herangezogen. "Erst im Sommer, zu Beginn des Sambafestivals, waren wir hier bei einem Einsatz zur Personensuche. Es handelt sich somit um ein realistisches Einsatzszenario", berichtete Eckardt. Nachdem alle Hunde die verschiedenen Trainingsstationen absolviert hatten, bestiegen die Hundeführer mit ihren Hunden nacheinander auch noch den Korb einer Drehleiter und ließen sich von den Feuerwehrleuten einmal in luftige Höhen bringen. Damit wurde ausgetestet wie die einzelnen Hunde auf Höhe reagieren. Den Abschluss machte eine direkte Konfrontation der Hunde mit Blaulicht und Martinshorn in der Fahrzeughalle. "Im Einsatz werden die Hunde immer mal wieder auf Einsatzfahrzeuge mit Sonderrechten treffen. Deshalb ist es wichtig, dass die Hunde dies schon im Vorfeld kennenlernen", erklärte die Leiterin der Rettungshundestaffel, Gabriele Kleist, den Einsatzkräften von Feuerwehr und ASB.
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