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Tödlicher Unfall

Coburg: Feuerwehrmann stirbt bei Unfall in Löschfahrzeug - sein Vater saß am Steuer

Ein 20-jähriger Feuerwehrmann stirbt als Beifahrer bei einem Unfall mit einem Löschfahrzeug in Coburg. Sein Vater saß am Steuer.
Bei einem Unfall mit einem Feuerwehrauto ist in Coburg ein 20 Jahre alter Feuerwehrmann ums Leben gekommen. Die Kollegen sind fassungslos. Foto: News5
 
Entsetzlicher Unfall in Coburg in Oberfranken: Auf einer Übungsfahrt mit Blaulicht und Martinshorn ist am Montagabend ein Fahrzeug der Feuerwehr Coburg umgestürzt und gegen eine Mauer geprallt. Ein 20 Jahre alter Feuerwehrmann, der auf dem Beifahrersitz saß, kam bei dem Unfall ums Leben.

Besonders tragisch: Der 47-jährige Vater des jungen Mannes saß am Steuer des Löschfahrzeugs. Das bestätigte ein Sprecher der Stadt am Dienstag.

Vor Ort sorgten zudem Gaffer für Probleme. Deshalb ermittelt die Polizei. Ob den Gaffern jetzt eine Strafe droht, steht noch nicht fest. Stefan Probst, Pressesprecher der Polizei Coburg jedenfalls, bezeichnet die Ermittlungen als "eindeutiges Zeichen", das an dieser Stelle gesetzt werden müsse. Denn: "Hier ist eine Grenze überschritten worden."


War der 47-Jährige zu schnell unterwegs?

Ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge wollte der 47-Jährige mit dem Fahrzeug vom Dammweg aus links in die Neustadter Straße abbiegen und verlor dabei die Kontrolle über das Feuerwehrauto. Offenbar war er zu schnell unterwegs. Das 18 Tonnen schwere Löschfahrzeug krachte gegen eine Mauer und kippte nach rechts um. Dabei wurde der junge Feuerwehrmann auf dem Beifahrersitz im Führerhaus eingeklemmt.
Zahlreiche Einsatzkräfte des Rettungsdienstes mit Kriseninterventionsdienst und mehrere Polizisten eilten zum Unfallort. Den Rettungskräften gelang es, ihren jungen Kollegen schwer verletzt zu befreien - der junge Coburger starb wenig später aber im Rettungswagen.


Hier geht es zum Video "Coburg: Feuerwehrauto prallt gegen Mauer - 20-jähriger Feuerwehrmann stirbt"

Der 47 Jahre alte Fahrer aus dem Landkreis Coburg wurde leicht verletzt und erlitt einen Schock. Wegen des Traumas war er zunächst nicht vernehmungsfähig, hieß es in der Nacht zu Dienstag. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Coburg kam ein Sachverständiger vor Ort und unterstützte die Beamten der Polizeiinspektion Coburg bei der Klärung der Unfallursache.



Unfall geschah während einer Bewegungsfahrt

Der Unfall hatte sich nicht während eines Einsatzes ereignet, sondern bei einer sogenannten Bewegungsfahrt. Dabei werden die Feuerwehrautos "bewegt", etwa um zu testen, ob die Technik an Bord einwandfrei funktioniert.

Um das Fahrzeug abzuschleppen, an dem ein Sachschaden von geschätzten 250.000 Euro entstand, musste ein Kran angefordert werden. Die Unfallstelle blieb für mehrere Stunden gesperrt.


Gaffer legt sich mit Feuerwehrmann an

Wie erst am Dienstagvormittag bekannt wurde, hatten Polizei und Rettungskräfte an der Unfallstelle Probleme mit einem Gaffer. Der 43-Jährige befand sich laut Polizeiangaben mit seinem Sohn (15) an der Unfallstelle und versuchte offenbar, die schrecklichen Szenen mit seinem Smartphone zu filmen. Als ein Helfer den Mann daraufhin ansprach, drohte der Gaffer dem Feuerwehrmann sogar noch Schläge an.

Das soll nun Konsequenzen haben: "Hier ist eine Grenze überschritten worden", sagt Polizeisprecher Stefan Probst. Im vorliegenden Fall kämen zwei Komponenten erschwerend hinzu. Erstens hätten die Gaffer Foto- und Videoaufnahmen angefertigt, was eine "Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereiches" darstelle. Dies könne mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren geahndet werden. Zweitens, und das macht Probst besonders wütend, sei hier ein ehrenamtlich tätiger Feuerwehrmann bedroht und beleidigt worden.

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