Coburg
Kunst

Bronze für die Morizkirche in Coburg

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz würdigt die Restaurierung und das Kunstwerk Epitaph in der Coburger Stadtpfarrkirche St. Moriz.
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Die Figurengruppe des Epitaphs in der Coburger Stadtpfarrkirche St. Moriz. Die Restaurierung wurde nun mit einer Bronzetafel gewürdigt. Christoph Wiedemann
Die Figurengruppe des Epitaphs in der Coburger Stadtpfarrkirche St. Moriz. Die Restaurierung wurde nun mit einer Bronzetafel gewürdigt. Christoph Wiedemann
Reinigen und Retuschieren der Fassung. Das waren die Aufgaben der Restauratorinnen Jutta Minor und Cornelia Patterson. Ein halbes Jahr arbeiteten sie an dem Epitaph in der St. Morizkirche in Coburg. Sie haben die Fassung in neuem Glanz erstrahlen lassen: "Das ist alles, was "bunt und golden ist", erklärt Patterson.

Ihre Arbeit ist offensichtlich so gut gelungen, dass die Restauration des Epitaphs jetzt von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz mit einer Bronzetafel belohnt wurde.

Uwe Franke, Ortskurator Oberfranken der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, und Iris von Künßberg, Mitglied des Kuratoriums, überreichten Coburgs Zweiter Bürgermeisterin Birgit Weber eine Bronzetafel. Diese würdigt "die gelungene Restaurierung des Epitaphs und dessen besondere Instandsetzung", erklärt Kurator Franke.

Diese Bronzetafel wird "jährlich an herausragende Restaurierungen vergeben", sagt Franke. Er ist stolz darauf, dass diese Vergabe der Auszeichnung in ganz Oberfranken in den letzten Jahren zugenommen hat. "Das zeigt die Qualität der oberfränkischen Restaurierungen und Kunstwerke."

Zweite Bürgermeisterin Weber ist stolz auf diese Ehrung: "Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat uns aus vielen anderen Kunstwerken ausgesucht, weil sie den Wert des Epitaphs für Coburg und für Deutschland schätzen."

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hatte für die Restaurierung des Epitaphs in der Morizkirche insgesamt 25 000 Euro gespendet. Die Spende setzt sich aus zwei Töpfen zusammen: Private Spenden und Lotto Toto Bayern. Damit ist das Epitaph eine von über 380 Projekten, die von der Stiftung gefördert wurden.

150 000 Euro kostete die Sanierung des Epitaphs, erläutert Sibylle Fugmann aus dem Hochbauamt der Stadt Coburg. Neben der Deutschen Stiftung Denkmalschutz haben der verstorbene Unternehmer Otto Waldrich, das Lions - Hilfswerk, die Oberfrankenstiftung, die Bayerische Landesstiftung und das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege einen Teil der Kosten getragen.

Ein Epitaph ist eine Grabinschrift oder ein Grabdenkmal an einer Kirchenwand oder einem Pfeiler. Das Alabaster-Epitaph für Herzog Johann Friedrich II. aus dem 16. Jahrhundert ist 13,66 Meter hoch. Es wurde vom thüringischen Bildhauer Nikolaus Bergner in der Zeit von 1594 bis 1598 erbaut. Die herzogliche Familie wird in einer Figurengruppe darstellt.

Das Epitaph befindet sich im spätgotischen Chor der Kirche St. Moriz an der Stelle eines früheren Hochaltars. Im deutschsprachigen Raum zählt das Kunstwerk zu den interessantesten und wertvollsten Epitaphien um 1600 und zugleich zu den größten seiner Art.
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