Bad Rodach
Event

Bad Rodachs kleine Ironmen

Schwimmen, Laufen und Radeln sind die Disziplinen des Haba-Familientriathlon. Allerdings sind die Distanzen nicht ganz so lang wie beim Iron-Man.
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Das kühle Wetter schreckte die Starter beim Haba-Familientriathlon nicht ab. Mit Eifer stürzten sie sich in die Fluten des Waldbades von Bad Rodach. Fotos: Gabi Arnold
Das kühle Wetter schreckte die Starter beim Haba-Familientriathlon nicht ab. Mit Eifer stürzten sie sich in die Fluten des Waldbades von Bad Rodach. Fotos: Gabi Arnold
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Bei nur 16 Grad Außentemperatur und 18,5 Grad Wassertemperatur kostet es schon Überwindung, ins Wasser zu springen. Allerdings gilt dies nicht für Angelika Schneider. "Wer im Winter in die Ostsee geht, der schafft das locker", sagte sie am Sonntag beim Haba-Familientriathlon. 22 Einzelteilnehmer, 15 Familien und 14 gemischte Teams gingen diesmal an den Start und schwammen, sprinteten und radelten um die Wette.


Jede Menge Angebote

Viele Spiel- und Bewegungsangebote durften im Waldbad kostenlos genutzt werden. Zugegeben, die Bedingungen hätten besser sein können: Der Boden war durch den anhaltenden Regen aufgeweicht und matschig und die Temperaturen für einen Badebesuch eigentlich zu kühl. Dennoch trotzten viele Sportbegeisterte dem Wetter und kamen in das idyllische Waldbad am Rande des Kurstädtchens.
Das Wetter spielte für Angelika Schneider und ihre Familie sowieso keine Rolle. "Ich war Weihnachten zur Kur an der Ostsee und klar wollte ich ins Wasser. Das sehe ich als Kneippbad." Die Coburgerin bildete am Sonntag mit den Töchtern Lina und Sophie, zehn und neun Jahre alt, ein Team. Die Mutter musste 150 Meter schwimmen, Lina trat in die Pedale und Sophie schnürte die Laufschuhe. Papa Robert Schneider stellte sich als Einzelkämpfer dem Wettbewerb und legte alle drei Disziplinen ab. Die Radstrecke führte fünf Kilometer durch ein schattiges Waldgebiet auf befestigten Wegen, die Laufstrecke ging circa 1,5 Kilometer durch die Natur rund um das Waldbad. "Wir machen einfach mit, weil es Spaß macht", sagte Angelika Schneider.
So ging es den meisten Teilnehmern. Für viele Besucher ist der Triathlon ein fester Termin im Kalender, so auch für Alexandra Danz aus Eisfeld. "Wenn man einmal dabei war, kommt man immer wieder", sagte sie. Heuer hatte sie Freunde mit in das Waldbad gebracht; Ulrike Voigt, Sarah Schröder und Marcel Rebel wärmten sich auf, bevor Landrat Michael Busch den Startschuss abgab.


Himmel hatte ein Einsehen

Immer wieder blickte der Landkreischef zum Himmel und freute sich, als die Wolkendecke tatsächlich aufriss. Der Bürgermeister von Bad Rodach, Tobias Ehrlicher, lobte die vielen Helfern für die tolle Zusammenarbeit und nutzte die Gelegenheit, um zum Protest gegen die "Monstertrassen" aufzurufen.


Zum 13. Mal gestartet

Der Triathlon wurde zum 13. Mal von der HABA-Firmenfamilie, der Stadt Bad Rodach und dem Landkreis Coburg veranstaltet. Wie Corina Trier vom Haba-Organisationsteam erklärte, habe sich das Wochenende im August bewährt. "Seitdem haben wir eine stetig wachsende Zahl an Teilnehmern". Dieser Tag, so Nathalie Dikomey vom Familienbüro am Landratsamt Coburg, solle vor allem für Kinder und Familien ein Erlebnis sein. Deswegen habe man ein abwechslungsreiches Spiel- und Bewegungsprogramm auf die Beine gestellt. Kinder tobten auf der Hüpfburg, testeten ihr Geschick beim Bullriding, probierten Kajakfahren und Wasserballlaufen.
Für einen reibungslosen Ablauf sorgten Rettungskräfte, Streckenposten und Verkehrskadetten der Kreisverkehrswacht. Frisches Obst, Eis und alkoholfreie Cocktails der FruchtSuchtBar aus Bad Rodach sorgten für Erfrischung.
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