Ebersdorf
Bauarbeiten

Auffahrt zur A 73 bei Ebersdorf: So läuft künftig der Verkehr

Bis kurz vor Weihnachten wird an der A 73 und B 303 bei Ebersdorf noch gebaut. Dabei wird sich die Kreuzung stark verändern.
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Derzeit ist die Anschlussstelle Ebersdorf zur A 73 eine Großbaustelle. Foto: Dominic Buckreus
Derzeit ist die Anschlussstelle Ebersdorf zur A 73 eine Großbaustelle. Foto: Dominic Buckreus
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Die Auf- und Abfahrt der A 73 in Richtung Suhl ist bei Ebersdorf seit Dienstagmorgen gesperrt. Das wird sich voraussichtlich bis Mittwochmittag nicht ändern. An dem vielbefahrenen Verkehrsknoten zur B 303 und der künftigen Ortsumgehung Ebersdorf (Kreisstraße CO 13) ist im September eine Großbaustelle entstanden. Die Bagger, die derzeit dort rollen, werden die Verkehrsführung künftig stark verändern.

Schon lange habe der Bereich mit dem hohen Verkehrsaufkommen zu kämpfen gehabt, sagt Günther Engelhardt vom Staatlichen Bauamt Bamberg. "Die Anschlussstelle ist für diese Verkehrsstärke zu klein angelegt und durch die CO 13 wird die Situation noch schlechter." Das habe eine Verkehrsuntersuchung ergeben. Also mussten das Bauamt, der Landkreis und die Autobahndirektion Nordbayern handeln.

Vor allem geht es dabei um die westliche Rampe. Diese führt die Autos von und auf die A 73 in Richtung Suhl (siehe Grafik). Momentan heißt es an den Stellen, an denen sich diese Rampe mit der B 303 verbindet: warten. Egal in welche Richtung man fahren will, Ampeln regeln den Verkehr. An einigen Stellen sollen diese bald verschwinden.


Zusätzlicher Streifen für Rechtsabbieger

Zum Beispiel wenn ein Autofahrer von der A 73 kommend auf der B 303 in Richtung Kronach fahren möchte. Neben den beiden bestehenden Fahrstreifen entsteht nun ein dritter. Dieser ist genau für diese Rechtsabbieger gedacht. Der zusätzliche Streifen fädelt dann noch vor der Linksabbiegespur nach Ebersdorf in die Bundesstraße ein, sodass man nun an der Ampel vorbei fährt.

Engelhardt gibt gleich einen Ausblick: "Irgendwann wird daraus ein zweiter Fahrstreifen in Richtung Kronach", erklärt er. Aber erst, wenn die B 303 an dieser Stelle dreispurig ausgebaut wird. Wann dies passieren wird, möchte er aber noch nicht prophezeien. Auf der derzeitigen Rechtsabbiegerspur geht es künftig geradeaus in die geplante Kreisstraße CO 13. Die Spur für Linksabbieger bleibt bestehen. Auf beiden Fahrbahnen werden die Ampeln bleiben.

Gleiches gilt für Autos, die von Niederfüllbach nach Kronach fahren. Eine Linksabbiegespur in die CO 13 wird es ebenfalls nur mit Ampel geben. Nach rechts auf die Autobahn ist der Weg frei.


Alles neu

Komplett neu wird die Situation für Autofahrer auf der Gegenfahrbahn. Von der B 303 führt eine Einmündung direkt in die neue Kreisstraße. Diese soll bereits Anfang nächster Woche asphaltiert werden, sagt Engelhardt.

Die wichtigste Neuerung ist für ihn aber eine Direktrampe. Diese leitet die Autos aus Kronach auf die Autobahn in Richtung Suhl. Gerade dieser Weg sorgte in der Vergangenheit durch die Linksabbieger und der Ampel oft für massiven Rückstau. Die Ampel bleibt an dieser Stelle bestehen. Eine Spur mündet dann aber rechts in eine neu gebaute Rampe, die direkt auf die Autobahn nach Norden führt. Von der CO 13 aus kann man ebenfalls direkt über diese Rampe auf die Schnellstraße auffahren.
Für diesen Teil der Bauarbeiten haben die Verantwortlichen den 20. Dezember angepeilt. Bis dahin wollen sie fertig sein. Denn erst dann könne die neue Kreisstraße eröffnet werden, sagt Jens Laußmann von der Servicestelle Kronach des Bauamts. "Das eine bedingt das andere", sagt er. Man wolle damit dem Wunsch des Landkreises nachkommen.


Bis Mitte 2018 wird gebaut

Im Jahr 2018 werden die Bagger aber erneut rollen. Die bestehende Auffahrt in Richtung Suhl muss im Zuge der Arbeiten an der neuen Direktrampe zurückgebaut werden. Dafür sperren die Verantwortlichen die Rampe für rund ein halbes Jahr komplett. Wer dann von Niederfüllbach kommend auf die A 73 nach Suhl möchte, muss in Ebersdorf drehen, auf der Gegenrichtung wieder zurückfahren und auf der dann neu eröffneten Direktrampe auffahren. Große Probleme erwartet Engelhardt bei dieser Maßnahme nicht: "Wir haben in diese Richtung ein sehr geringes Verkehrsaufkommen."

Zum Schluss ist die westliche Auf- und Abfahrt dran. Die Abbiegespur nach rechts von der Autobahn auf die Bundesstraße nach Kronach wird verbreitert.

Mitte 2018 planen die Verantwortlichen, den Umbau fertigzustellen. Bis dahin müssen Autofahrer ab und zu noch Umwege fahren. "Es wird noch die ein oder andere Sperrung geben. Auf der B 303 werden aber immer in beide Richtungen Fahrstreifen frei sein", sagt Engelhardt. Rund 2,5 Millionen Euro sind dafür insgesamt veranschlagt. An den Kosten beteiligen sich alle drei Beteiligten Ämter.
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