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Vorhaben

Wohnprojekt in Ebersdorf: Dort alt werden, wo das Leben ist

Der ASB und die Gemeinde wollen in der Frohnlacher Straße 50 Einheiten für betreutes Wohnen verwirklichen.
Entwurf: So soll ein Teil der Gebäude für das betreute Wohnen in Ebersdorf aussehen. Grafik: ASB Coburg
 
von BERTHOLD KÖHLER
Der Coburger Regionalverband im Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) plant, das Angebot im betreuten Wohnen im Landkreis noch einmal deutlich zu erweitern: In der Ebersdorfer Ortsmitte - direkt gegenüber vom Rathaus - sollen im Laufe der kommenden beiden Jahre rund 50 Einheiten des "ASB-Service Wohnens" entstehen. "Zielgruppe des Angebotes sind Senioren, die heute noch fit sind, aber Versorgungssicherheit und sozialen Kontakt suchen", sagte ASB-Geschäftsführer Thomas Schwesinger gestern bei der Vorstellung des Projektes im Ebersdorfer Rathaus.


Weil derzeit noch die letzten Abstimmungsgespräche - unter anderem mit einem Investor, der die Baukosten in geschätzt zweistelliger Millionenhöhe übernehmen wird - zur Wohnanlage laufen, hielten sich Schwesinger und Verbandsreferent Matthias Neuf mit Detailinformationen noch ein bisschen zurück.

Weil der ASB aber unter anderem in Cortendorf bereits ein ähnliches Angebot hat, sagt die Erfahrung: Überwiegend werden in Ebersdorf Eigentumswohnungen entstehen, es soll aber auch Mietwohnungen geben. Wer dort wohnt, kann je nach Bedarf verschiedene Service- und Pflegeleistungen beim ASB dazu buchen. Bei den Eigentumswohnungen geht die Branche davon aus, dass der Kaufpreis zwischen 2800 und 3000 Euro pro Quadratmeter liegt.


Alles liegt in Laufweite

Die Idee, das Grundstück eines ehemaligen Sägewerkes für ein Seniorenprojekt zu nutzen, ist in Ebersdorf nicht neu. Bürgermeister Bernd Reisenweber (BG) erinnerte sich gestern noch gut daran, dass schon vor zehn Jahren Gespräche in dieser Richtung stattfanden - aber: "Da waren wir wohl unserer Zeit voraus." Einig sind sich ASB und die Gemeinde bei einer Einschätzung: Das einst auch für eine "Einkaufsmeile" vorgesehene Gelände neben der Frohnlacher Straße ist ideal - oder "ein Sahne-Grundstück", wie es Thomas Schwesinger formulierte. Alleine schon wegen der Infrastruktur, erklärte Hans-Joachim Lieb, der Vorsitzende des Regionalverbandes: "Alle wichtigen Einrichtungen liegen im Bereich von 100 bis 200 Meter Entfernung" Dies sei ideal für Senioren, die ihre Erledigungen noch alleine tätigen wollen.


Bernd Reisenweber zeigte sich überzeugt davon, dass die Nachfrage am ASB-Projekt riesig sein wird. Erst vor kurzem hat die Gemeinde eine Bedarfs-Umfrage unter den Senioren im Ort gemacht. "Dort stand das betreute Wohnen ganz weit oben auf der Wunschliste", berichtete der Bürgermeister. 440 Ebersdorfer signalisierten damals ihr Interesse, eventuell in eine Service-Wohnanlage einzuziehen.


Mit diesem Bedarf stehen die Ebersdorfer nicht alleine, ergänzte Hans-Joachim Lieb: "Solche Anlagen sind ein Thema, an dem alle Gemeinden im Landkreis interessiert sind." Konkrete weitere Projekte gebe es beim ASB deshalb aber (noch) nicht. Kein Wunder: Schließlich sind die personellen Kapazitäten angesichts der neben Ebersdorf laufenden Projekte in Weidach und im Coburger Max-Böhme-Ring ziemlich gebunden.


Matthias Neuf geht aber davon aus, dass es bald weitere Angebote für betreutes Wohnen geben wird, schließlich räume das neue Pflegestärkungsgesetz ambulanten Wohnformen höchste Priorität ein.


Einem, ohne den das betreute Wohnen im Coburger Land wohl noch eine exotische Angelegenheit wäre, galt der ausdrückliche Dank des Bürgermeisters: Wolfgang Hasselkus (Rödental). Der Landkreis-Seniorenbeauftragte habe schon vor einem Jahrzehnt auf den steigenden Bedarf in diesem Bereich hingewiesen und die Gemeinde auch jetzt bei der Verwirklichung des ASB-Projektes begleitet.


Wer mehr über das Wohnprojekt erfahren will, dem sei der "Ebersdorfer Gesundheitstag" empfohlen: Dieser findet am kommenden Sonntag von 13 bis 17 Uhr in der Kultur- und Sporthalle statt. Dort wird auch der ASB mit einem Infostand vertreten sein.
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