Coburg
Ausblick

Wohnbau Stadt Coburg investiert 70 Millionen

Ein neues Hauptquartier im Oktober und 350 Wohnungen neu bauen oder modernisieren: Die Wohnbau Stadt Coburg hat viel vor.
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Die Sperrwände am Erdgeschoss des früheren Modehauses Matzer & Worsch. Inzwischen weiß die Wohnbau Stadt Coburg, dass sie Ende Oktober umziehen will. Foto: Oliver Schmidt/CT-Archiv
Die Sperrwände am Erdgeschoss des früheren Modehauses Matzer & Worsch. Inzwischen weiß die Wohnbau Stadt Coburg, dass sie Ende Oktober umziehen will. Foto: Oliver Schmidt/CT-Archiv
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"Wir wissen nicht genau, wann wir öffnen - aber es wird pünktlich sein!" Dieser Spruch prangt seit vergangenem Sommer von den Tafeln rund um das Erdgeschoss des früheren Modehauses Matzer & Worsch. Christian Meyer, Geschäftsführer der Wohnbau Stadt Coburg (WSCO), weiß zwar immer noch nicht genau, wann er mit seinen Mitarbeitern ins neue Hauptquartier umziehen wird, aber er ist ziemlich sicher, dass es Ende Oktober 2017 geschehen wird. Das sagte am Donnerstag bei einer Pressekonferenz der WSCO.

Das erste Wort in dieser Pressekonferenz hatte Oberbürgermeister Norbert Tessmer (SPD), und es war ein überaus lobendes: "Eine Tochter, die richtig Freude macht", nannte er das städtische Unternehmen. Der OB ist kraft Amtes Aufsichtsratsvorsitzender der WSCO, deren Hauptgesellschafterin die Stadt Coburg ist. Ein Prozent der Anteile hält noch der "Verein".

Der OB wollte "gute Nachrichten verbreiten", wie er sagte. Nicht nur, dass die Wohnbau mit ihrem Umzug im Herbst eine innerstädtische Brache wiederbeleben wird, sie soll in "den nächsten drei bis vier Jahren" rund 70 Millionen Euro investieren. Der Großteil des Geldes wird in den Bau neuer oder die Modernisierung von Sozialwohnungen fließen. Neu gebaut werden soll am Max-Böhme-Ring, in der Fröbelstraße und in der Heilig-Kreuz-Straße; modernisiert wird vor allem am Lauersgraben, an der Von-Behring-Straße und ebenfalls an der Heilig-Kreuz-Straße: Dort wird das jetzige Hauptquartier der Wohnbau umgebaut.t


Wohnqualität in der Innenstadt

200 Wohnungen sollen neu gebaut werden, 150 modernisiert - und von all diesen Wohnungen werden hinterher wiederum 200 zu Sozialwohnungspreisen auf den Markt kommen, kündigte Tessmer an. Die WSCO sei auch ein Wirtschaftsmotor in der Region: Rund 75 Prozent der Aufträge würden an Firmen in Stadt und Landkreis sowie im benachbarten Südthüringen vergeben, sagte Christian Meyer.

Tessmer freute sich vor allem darüber, dass es mit Hilfe der WSCO gelinge, die Innenstadt mehr und mehr zum Wohnstandort zu entwickeln, der auch eine gute Lebensqualität biete. Beispiele seien die Ketschenvorstadt, die Judengasse und die Leopoldstraße. "Darauf, dass sie hier hohe Wohnqualität genießen, haben mich wildfremde Menschen auf der Straße angesprochen!" So werde die Stadt weitermachen in Richtung Steinweg, versprach der OB.

Der Bereich Steinweg soll erneut Sanierungsgebiet werden, im Gespräch ist dort auch eine Pflegeeinrichtung im ehemaligen Postareal und betreutes Wohnen. Dem OB zufolge wird sich die WSCO im Bereich betreutes Wohnen engagieren; die Pflegeeinrichtung will der kommunale Klinikkonzern Regiomed betreiben, zu dem auch das Coburger Klinikum gehört. "Bezahlbares betreutes Wohnen ist ein spannendes Projekt", bestätigte Christian Meyer. Auch im Bereich Karl-Türk-Straße/Marschberg ist offenbar etwas in dieser Richtung angedacht. Meyer: "Ich denke, dass dafür noch Bedarf ist in der Stadt."


Die Pläne für Matzer & Worsch


Das ehemalige Bekleidungshaus Matzer & Worsch erstreckt sich über die Anwesen Mauer 12 und 14. Die WSCO wird den Bereich belegen, in dem sich zuletzt die Damenmode-Abteilung befand (Haus Nummer 12). Ins Erdgeschoss von Nummer 14 (das ehemalige Herrenhaus) soll Tessmer zufolge die städtische Wirtschaftsförderungsgesellschaft umziehen. Die Konferenzräume im ersten Stock von Nr. 14 wollen sich Wifög und WSCO teilen, sie sollen aber auch von Dritten belegt werden können.
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