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Generalprobe

Viele Berufe spielen im Coburger Landestheater zusammen

Bei der Berufsfindung von Jugendlichen gehen die Arbeitsagentur und das Landestheater zusammen neue Wege. Mit dem Projekt erfahren junge Menschen die Anforderungen der Arbeitswelt.
Rund 30 junge Menschen haben beim Projekt "Generalprobe" einen Erkundungsgang durch die vielen Berufe gemacht, die es am Landestheater Coburg gibt. Auch bei den Schreinern in den Theaterwerkstätten schauten sich die Jugendlichen um.Foto: Christoph Winter
 
Kaum ein anderer Ort oder eine andere Institution, wo so viele verschiedene Berufe unter einem Dach zusammenkommen, wie am Theater. Da gibt es in den Werkstätten im Stadtteil Cortendorf die verschiedensten Handwerksberufe - Schreiner, Schlosser und Maler. Wobei Letztere nicht nur Wände anstreichen, sondern sich bei der Gestaltung der Kulissen künstlerisch betätigen und bis zwei Meter lange Pinsel sicher und ruhig führen können müssen.

"Die Pinsel sind deshalb so lang, damit die Maler im Stehen arbeiten können, wenn die Kulissen auf dem Boden im Malsaal liegen", erklärte Werkstattleiter Thomas Müller knapp drei Dutzend Jugendlichen.
Die Agentur für Arbeit Coburg-Bamberg und das Landestheater haben mit dem Projekt "Generalprobe" Premiere gefeiert. 30 Jugendliche konnten bei mehreren Terminen die vielen Berufe kennenlernen, die sich in dem Kulturbetrieb versammeln. Neben den Machern von Kulissen gibt es da Maskenbildner und Schneiderinnen, Musiker, Schauspieler und Tänzer, aber auch jede Menge Jobs in der Verwaltung. Angefangen von der Lohnbuchhaltung bis hin zum Kauf neuer Instrumente oder dem Entgelt von Aufführungsrechten. Rund 250 Mitarbeiter hat das Landestheater Coburg, erläuterte Theaterpädagogin Luca Pauer.

Durch die Führungen und verschiedenen Workshops seien die Berufsbilder auf neue Art vorgestellt worden, zeigte sich Torsten Schütt, Teamleiter der Agentur für Arbeit Coburg, mit der "Generalprobe" zufrieden. Auch wenn nicht immer der favorisierte Job dabei ist, "es ist auch wichtig zu wissen, was man nicht möchte".
Die 30 jungen Frauen und Männer werden sich im kommenden Herbst um eine Ausbildungsstelle bewerben oder haben im vergangen Jahr nichts Passendes gefunden. "Rein rechnerisch gibt es für jeden Jugendlichen eine Ausbildungsstelle", weiß Torsten Schütt aus den aktuellen Zahlen. "Aber nicht immer entspricht das Angebot auch der Nachfrage."


Handwerker immer gesucht

Gefragt seien in erster Linie Ausbildungsstellen in kaufmännischen Tätigkeiten, während es bei den Handwerksberufen meist mehr freie Ausbildungsplätze als Bewerber gibt. Die Arbeitsagentur Bamberg-Coburg betreut jedes Jahr etwa 4000 Jugendliche bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz.

Aber bei der "Generalprobe" war das Kennenlernen von verschiedenen Berufen nur eine Hälfte des Angebots. Natürlich war "es cool, dem Orchestermeister die Hand zu drücken", oder zu erleben, wie es unter der Drehbühne im Landestheater aussieht. Aber mit einigen Übungen trainierten die Jugendlichen auch an ihrer Körpersprache. "Das ist etwas Wichtiges, wenn es zum Bewerbungsgespräch kommt", so Torsten Schütt. Selbstbewusstsein und Kompetenz müsse ausgestrahlt werden, ohne sich zu verstellen. "Das haben die Schauspieler den Jugendlichen mitgeben können", erklärte Luca Pauer. "Wenn man in eine Rolle schlüpft, muss man authentisch sein!" Und irgendeine Rolle werde im Leben ständig gespielt.




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