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Unglück

Tragödie um Coburger Flugzeugabsturz: Verhalten des Piloten lässt viele Fragen offen

Lässt sich die genaue Ursache für den Flugzeugabsturz vor eineinhalb Jahren in Coburg doch noch endgültig klären? Aufschluss geben soll der Abschluss der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung.
Das Foto der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung zeigt das grausame Ausmaß des Absturzes, bei dem alle drei Insassen ums Leben kamen.  Foto: Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung
 
von CHRISTIANE LEHMANN
Der endgültige Abschlussbericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung liegt immer noch nicht vor. Der Absturz der Piper Airkraft, bei dem drei Menschen ums Leben kamen, liegt eineinhalb Jahre zurück. Doch für Holger Röstel, der die Untersuchung leitet, sind immer noch viele Fragen offen. "Warum der Pilot unter diesen Wetterbedingungen weiter geflogen ist, weiß ich nicht", sagt er gleich als erstes auf die Nachfrage. Es sei überhaupt nicht nachvollziehbar, da die Sichtbedingungen unter dem Minimum lagen.

Drei Tote

Zur Erinnerung: Am 2. November 2013 stürzte der Coburger Unternehmer Udo-Jürgen Büchs (selbst Inhaber einer Fluglizenz für Privatflugzeuge) zusammen mit seiner Lebensgefährtin und einem 58-jährigen Berufspiloten als Flugzeugführer an Bord ab. Das Wetter an diesem Tag war vom Deutschen Wetterdienst als kritisch eingestuft worden. Zum Zeitpunkt des Absturzes um 10.22 Uhr waren ausgedehnte Nebelfelder auf dem Radarbild zu sehen.

Mehrmals gewarnt

Der Pilot wurde mehrmals vom Flugleiter in Coburg gewarnt und auf seine Kursabweichungen beim Anflug hingewiesen. Holger Röstel bedauert, dass es keine Aufzeichnungen über Gespräche im Innenraum des Flugzeuges gibt. Sie hätten Aufschluss über die Hintergründe geben können.

Keine Aufzeichnungen

Doch ein Cockpit-Voice-Recorder sei bei Privatflügen nicht vorgeschrieben. "Ich gehe auf der Suche nach Antworten jedem Hinweis nach", sagt Röstel, der sich allerdings nicht auf Spekulationen beruft. Bekannt ist, dass Udo-Jürgen Büchs in Coburg erwartet wurde, da seine beiden Söhne (damals 11 und 13 Jahre) an der Deutschen Kopfrechenmeisterschaft im Kongresshaus teilnahmen.


Röstel kann noch nicht sagen, wann der Schlussbericht der Flugunfalluntersuchung vorliegen wird. Letztendlich dienten die Berichte seiner Behörde der Erhöhung der Flugsicherheit. "Wir weisen auf die Umstände hin und geben eine Einschätzung, die von der Fliegerwelt sehr intensiv gelesen wird", erläutert Röstel. In diesem Fall werde wohl einmal mehr darauf hingewiesen, auf das Wetter zu achten und nicht unter einem Sichtminimum zu landen.

zum Thema "Flugzeugabsturz Coburg"






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