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Tischtennis-Gala

"Tischtennis vom anderen Stern"

Die etwa 500 Tischtennis-Fans in der HUK-Arena waren am Sonntagabend vom Auftritt der sechs Weltklasse-Spieler restlos begeistert.
Ich hab den Ball! Das Publikum war Teil der fantstischen Tischtennis-Show in der Angerhalle. Nicht nur dieser "Drei-Käse-Hoch" hatte seinen Spaß. Bei Boll, Waldner & Co. kamen Klein und Groß auf ihre Kosten. Fotos: Albert Höchstädter
 
von CHRISTIAN DREßEL
Tischtennissport der Spitzenklasse bot sich am gestrigen Sonntag den rund 500 Zuschauern in der HUK-Arena beim FM Munzer Supercup. Die Turnierserie machte nicht einfach nur in Coburg Halt, sondern trug auch ihr Finale in der Vestestadt aus. Das Teilnehmerfeld bestand aus sechs hochdekorierten Stars der Szene.
Unter ihnen war auch das deutsche Aushängeschild Timo Boll, der vom Coburger Publikum begeistert empfangen wurde. Der neunmalige Deutsche Meister und mehrfache Europameister war gerade Anfang der 2000er Jahre in die Phalanx der Chinesen eingedrungen, die den Sport seit jeher dominieren.
In Coburg hatte er es beim Supercup in der Gruppenphase mit dem Chinesen Wang Xi, der in der deutschen Bundesliga spielt, und dem schwedischen Altmeister Jörgen Persson zu tun. Eben dieser Persson war in früheren Jahren sowohl Europameister als auch Weltmeister - in Coburg zeigte er zwar immer wieder seine Klasse, war aber in den direkten Duellen mit Boll und Wang Xi am Ende unterlegen.
Gleich beim ersten Spiel des Turniers zwischen Boll und Persson wurden die Zuschauer Augenzeugen von atemberaubenden Ballwechsel. So auch beim Stand von 8:2 für Boll im ersten Satz, als dieser vom Schweden mit harten Schlägen in die Defensive gedrängt wurde. Timo Boll entfernte sich daraufhin immer weiter von der Platte, um genug Reaktionszeit zum Returnieren zu haben, bis er plötzlich hinter der Bandwerbung stand! Als der Deutsche dennoch überraschend den Punktgewinn verbuchte, brandete das erste Mal großer Applaus in der Halle auf.
Für weitere spektakuläre Highlights zeichnete sich vor allem Publikumsliebling Jan-Ove Waldner verantwortlich. Der ebenfalls aus Schweden stammende Olympiasieger von 1992 und mehrfache Weltmeister zeigte den Schaulustigen gleich mehrere Kabinettstückchen.
Auch ins Gruppenspiel seines Landsmann Persson griff Waldner ein, gewann sogar einen Punkt für ihn und erntete ein euphorischen "Ja, gut gemacht!", von Persson, der es sich währenddessen im Publikum gemütlich gemacht hatte. Aber Waldner überzeugte die Zuschauer nicht nur durch seinen Humor, sondern vielmehr auch durch sein überragendes Können an der grünen Platte. "Vom Ballgefühl eines Jan-Ove Waldner träumt jeder Tischtennisspieler von der Kreisliga bis zur Bundesliga", erklärt etwa Thomas Deffner, der selbst in der 2. Herrenmannschaft des TTC Tiefenlauter aktiv ist.
Sein Großvater Hellmut Deffner, jahrelanger Förderer des TTC Tiefenlauter, kann diese Einschätzung seines Enkels nur bestätigen: "Waldner ist bekannt als die Hand, ein wirklich ganz besonderer Spieler."
Trotz der Lorbeeren aus dem Publikum konnte sich Waldner in Gruppe B nicht durchsetzen: Er verlor seine beiden Spiele gegen die Tischtennisgröße aus Tschechien Petr Korbel und die Nummer 13 der Weltrangliste Marcos Freitas aus Portugal.
Die beiden entscheidenden Spiele um den ersten Platz in Gruppe A und B sollten es dann aber nochmal in sich haben. Im Gruppenfinale setzte sich Wang Xi gegen Timo Boll durch. In der anderen Gruppe behielt Marcos Freitas gegen Petr Korbel die Oberhand. Nach den spektakulären Gruppenspielen fand zudem eine Autogrammstunde mit den Tischtennisstars statt. Das abschließende Finale gewann Freitas mit 4:2.
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