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Region  // Coburg

Gesundheit

"Therme Natur" feiert den "Tag des Wassers"

Warum die Stammgäste der "Therme Natur" in Bad Rodach (Landkreis Coburg) auf die heilende Wirkung der zwei Quellen schwören.
An der Heilquelle: Nancy Grau testest im Brunnenhaus der Bohrung I das 34 Grad warme Heilwasser der "Therme Natur". Foto: Berthold Köhler
 
von BERTHOLD KÖHLER
Vom Geschmack her, da redet Nancy Grau von der Marketingabteilung der "Therme Natur" gar nicht groß drumherum, gehen die Meinung zum Wasser im einzigen Thermalbad des Landkreises Coburg "ziemlich weit auseinander". Die Anteile von Eisen und weiteren Mineralien hinterlassen im Mund nämlich einen ziemlich metallischen Nachgeschmack. An der heilenden Wirkung des Wassers gibt es hingegen keine Zweifel, schiebt Grau dann aber schnell nach: "Wir haben mehrere Gäste, die nach der Behandlung von Bandscheibenproblemen auf die heilende Wirkung unseres Wassers schwören."
Arg viel Arbeit haben sie in der Therme mit ihrem wichtigsten Produkt auf den ersten Blick ja nicht. Totenstill ist es im Raum über der Tiefbohrung I, die sich nur einen Steinwurf unterhalb des Haupteingangs der Therme befindet. "Wir brauchen keine Pumpe. Das Wasser wird von alleine hier hoch gedrückt", erklärt Nancy Grau. Zwischen 32 und 34 Grad warm ist das Wasser, das aus dem Prüf-Hahn läuft. Das ist ein bisschen zu wenig, um direkt in die Becken zu fließen. Aufgrund der großen Wasserfläche von über 1000 Quadratmetern muss das Wasser immer leicht aufgewärmt werden, damit es den Badegästen nicht zu frisch wird. Und nicht zu vergessen: das Solebecken. Sole, das ist salzhaltiges Wasser. Sole erkennt man daran, dass man als Mensch darin mehr Auftrieb als im normalen Wasser hat. Und weil das aus 652 Metern tiefe kommende Wasser der Bohrung I nur wenig Salzanteil hat, wird es nachträglich über die Technik der Therme zur Sole gemacht.
In der Geschäftsleitung der Therme haben sie zuletzt festgestellt, dass gerade die zunehmend größere Zahl der jüngeren Bad-Besucher gar nicht so recht weiß, in welch gesunder Flüssigkeit sie da ihre Bahnen zieht. Da muss Marketingleiterin Grau natürlich aktiv werden: "Wir wollen künftig die Qualität unseres Wassers ein bisschen mehr in den Mittelpunkt rücken." Und was sind die Stärken des Thermenwassers? Grau muss nicht lange nachdenken, ehe sie sagt: "Es ist nachgewiesen gut für Muskeln und Knochen. Selbst Leistungssportler sind in der Regeneration bei uns an der richtigen Stelle."
Schon bald, sagt die Marketingleiterin, werden die Badegäste einen Teil der heilenden Wirkstoffe mit nach Hause nehmen können. Die "Therme Natur" befindet sich derzeit in Gespräche mit einem Hersteller von Wellnessprodukten, der aus dem Bad Rodacher Quellwasser Cremes und Massageflüssigkeiten herstellen kann. Nancy Grau gefällt diese Idee: "Da hätten wir ein Alleinstellungsmerkmal." Denn so eine Reihe zusätzlicher Angebote passe schon gut zum ganzheitlichen Ansatz, den man in der "Therme Natur" vermitteln wolle.
Mit dem Begriff "Trinkwasser" darf die "Therme Natur" trotz aller gesundheitlichen Effekte aber nicht werben. "Zwei, drei Parameter" - welche es sind, ist nur ein Fall für absolute Spezialisten - passen nach Angaben von Nancy Grau nicht zu den Vorschriften der Trinkwasserverordnung. Als "sehr rein und sehr weich", sagt die Marketingleiterin, könne man das Bad Rodacher Thermenwasser in einfachen Worten dennoch beschreiben. So jedenfalls hat jüngst ein Labor die Ergebnisse einer Qualitätsstudie zusammengefasst.


Bohrung II: über 1000 Meter tief

Natürlich hat das Team der "Therme Natur" immer ein Auge darauf, dass die Wasserqualität in den Becken stimmt. Mehrfach täglich werden deshalb proben entnommen und vor Ort einem Check unterzogen. Dazu kommen regelmäßige Beprobungen durch ein externes Labor und alle zehn Jahre der große Rundum-Check: Da wird untersucht, ob die Wasserwerte der zwei Bohrungen - die zweite aus dem Jahr 1988 geht bis in über 1000 Meter Tiefe - immer noch den Ansprüchen einer Heilquelle genügen. Den Einsatz einer Heilquelle dürfen die Bad Rodacher seit dem Sommer 1998 offiziell angeben, am 29. Januar 1999 wurde dann aus Rodach die Stadt Bad Rodach.
Ganz normales Wasser kommt in der "Therme Natur" übrigens aus den Wasserleitungen und dem Brunnen am Haupteingang. "Da sind wir schon so umweltbewusst, dass wir unser wertvolles Heilwasser dafür nicht verwenden", erklärt Nancy Grau diese Entscheidung.


So feiert die Therme den "Tag des Wassers"

Hintergrund: Der "Weltwassertag" findet seit 1993 am 22. März statt. In der "Therme Natur" gibt es deshalb am Mittwoch zahlreiche Sonderaktionen.
Sparen: Wer eine Vier-Stunden-Karte kauft, erhält eine Tageskarte.
Verkosten: Um 10, 13 und um 16 Uhr kann man das Heilwasser kostenlos probieren.
Schauen: Kostenlose Führungen durch die Thermen-Technik gibt es um 11, 14 und 17 Uhr.

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