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1. Handball-Bundesliga

Talfahrt des HSC Coburg geht ungebremst weiter

Der HSC 2000 Coburg musste gestern Abend anerkennen, dass die Hessen spielstärker und bissiger waren. Die Niederlage fiel mit 24:31 (9:15) deutlich aus.
Steffen Coßbau, Philipp Barsties (rechts) und die anderen HSC-Spieler fanden zu selten die Lücke in der Wetzlarer Abwehr. Fotos: Iris Bilek
 
von RALPH BILEK
Der HSC 2000 Coburg kann nicht mehr gewinnen. Bei der HSG Wetzlar setzte es gestern Abend die sechste Niederlage in der 1. Handball-Bundesliga in Folge.
Bereits zur Pause lagen die Gorr-Schützlinge fast schon aussichtslos mit sechs Toren in Rückstand (9:15). Und ein Aufbäumen war nach dem Wechsel auch nicht wirklich zu erkennen. Die Gastgeber waren in allen Belangen besser und siegten auch in der Höhe völlig verdient. Am Ende triumphierten die Hessen mit 31:24.

Auch an der Stelle, an der in genau vier Wochen die "Bad Boys" von Bundestrainer Dagur Sigurdsson in einem Qualifikationsspiel zur Euro 2018 gegen Portugal antreten werden, gab es für den HSC 2000 Coburg nichts zu holen. In der Rittal Arena der HSG Wetzlar hatten die Gastgeber einfaches Spiel mit den Coburgern, deren Aktionen im Angriff oft viel zu durchsichtig und ohne die nötigen Überraschungsmomente waren. Zwei lange torlose Phasen schon im ersten Durchgang ließen die Hoffnungen auf einen Erfolg schon zur Pause fast auf den Nullpunkt sinken. Gepaart mit den vielen einfachen Ballverlusten ergab das aus Coburger Sicht einen schwachen Auftritt. Wetzlar nutzte dies konsequent aus und kam zu einem auch in der Höhe verdienten 31:24-Erfolg.
Besondere Begrüßungen gab es zahlreich für Sebastian Weber und Adnan Harmandic. Wetzlarer Fans bekannten "die hätten wir gerne behalten, die gehörten zu unsrer großen Handballfamilie." Aber nun gehen die eben für den HSC auf Torejagd und deren Treffer haben die Coburger bitter nötig, doch die blieben nahezu aus. Aber nicht nur die beiden hatten es gegen die bestens eingestellte Wetzlarer Abwehr schwer. Nicht umsonst haben die vor vier Wochen Rekordmeister Kiel geschlagen nach Hause geschickt. Hinzu kam, dass die fehlende Bindung im Spiel des HSC augenscheinlich war. Seit Wochen schlägt das Verletzungspech bei ihnen unbarmherzig zu. Nach seiner Verletzung aus dem Auftaktspiel in Melsungen müssen sie weiter auf Tom Wetzel ("er wird nur spielen, wenn es sich überhaupt nicht vermeiden lässt", so Jan Gorr) und auf Markus Hagelin nach seiner Verletzung in Lemgo verzichten. Zudem sind Stefan Lex mit einer Bänderverletzung und Girts Lilienfelds mit einer Virusinfektion angeschlagen. Gorr musste also auch in Wetzlar einmal mehr improvisieren. Drei dieser vier saßen direkt hinter der Bande als es losging und Florian Billek mit einem "Steal" gleich den ersten Treffer für die Coburger durch Romas Kirveliavicius einleitete. Als es erst ein Zeitspiel gegen die HSCler gab und Florian Billek von außen scheiterte, nutzte der Gastgeber das zur ersten eigenen Führung, weil bis zum 4:2 (7.) alle deren Würfe den Weg ins Tor fanden. Keinen rechten Zugriff auf das Angriffsspiel der HSG bekam die Coburger Abwehr. Mirkulovski auf der Mittelposition verstand es immer wieder mit lange verzögerten Pässen seine Nebenleute oder Kohlbacher am Kreis in Position zu bringen. Torflaute herrschte für die Coburger zwischen der elften und 18. Minute und auf der anderen Seite hatten die Wetzlarer weiter eine gute Wurfquote. Mehrmals ging den Mannen von Jan Gorr der Ball im Angriff verloren und Wetzlar nutzte dies eiskalt aus. Jan Gorr nahm eine Auszeit und seine Mimik zeigte, dass er alles andere als zufrieden war mit der Leistung seines Teams. Es waren wohl die vielen kleinen Nachlässigkeiten, die ihn verärgerten. Trotzdem hatte der HSC beim 11:9 (21.) wieder herangearbeitet, aber dann folgte bis zum Pausenpfiff eine erneute torlose Phase. Immer wieder wurde versucht, den Abwehrriegel der Wetzlarer zu knacken, doch das Spiel war dafür meist zu langsam, das Passspiel zu ungenau, die Würfe zu unplatziert.
Nach der Pause kam Lilienfelds dann trotz seines Infekts ins Spiel und der HSC erspielte sich im Angriff auch dadurch bessere Optionen, wie das 16:12 durch Kelm am Kreis zeigte. Denn durch die Hereinnahme waren die Coburger weniger leicht ausrechenbar. Symptomatisch allerdings für das Coburger Spiel dann das Überzahlspiel um die 40. Minute. Erst spielt Till Riehn Adnan Harmandic den Ball auf die Füße, im nächsten Angriff vergibt Florian Billek frei von der Außenposition. Das nutzte Wetzlar um den Halbzeitabstand wieder herzustellen. Und wenig später auf acht Tore davonzuziehen. Coburg erholte sich davon nicht mehr und an eine Aufholjagd war auch aufgrund der immer wieder auftretenden Fehler nicht zu denken. Auch in der Abwehr machte es der HSC dem Gegner nun viel zu einfach.

zum Thema "HSC 2000 Coburg"

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