Coburg
Länderneugliederung

Südthüringen nach Franken? Ramelow hält nichts von Übertrittsplänen

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hält nichts von den Übertrittsplänen nach Bayern, die ein Verein am Südzipfel seines Bundeslandes verfolgt.
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Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hält nichts von den Übertrittsplänen nach Bayern, die ein Verein am Südzipfel seines Landes verfolgt. Foto: Kay Nietfeld/dpa
Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hält nichts von den Übertrittsplänen nach Bayern, die ein Verein am Südzipfel seines Landes verfolgt. Foto: Kay Nietfeld/dpa
"Was soll ich davon halten, dass man den kleinsten Landkreis Thüringens noch mal halbiert und dem dann sagt, geht doch rüber nach Bayern?", sagte Ramelow (Linke) am Dienstagabend in Coburg. "Die Abwanderungsbewegungen an einer Grenze sind immer dann hoch, wenn man eigentlich gegenüber anderen was durchsetzen will." Er wolle die Region zwischen Oberfranken und Südthüringen stärken.

Der Vorsitzende des Vereins Henneberg-Itzgrund-Franken, Martin Truckenbrodt, setzt sich dafür ein, dass Thüringen etwas kleiner wird, Bayern dafür aber etwas wächst. Er sammelt Unterschriften für ein Volksbegehren, das Bundesinnenministerium muss das Verfahren allerdings erst zulassen.

"Wenn die basisdemokratische Willensäußerung einen Kreis halbiert, frage ich mich, was das für eine basisdemokratische Willensäußerung gegen die andere Hälfte ist", sagte Ramelow zu diesem Plan. Allerdings gebe es auf Seite Thüringens einiges zu tun. So müsse etwa der Tourismus in der Region gestärkt werden. "Wir wollen den fränkischen Raum als Ganzes größer denken."

Hintergrund: Was Thüringens Ministerpräsident Ramelow bei seinem Besuch in Coburg zusagte
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