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Schulsport

Sport ganz cool mit "Crazy Wolfi"

Mit seinem "cool move mixer"-Programm tourt Wolfgang Richter alias Crazy Wolfi durch deutsche Schulen. Ziel ist es, die Kinder zum Sport zu motivieren. Jetzt sportelte er mit den Kindern der Coburg Heimatringschule.
Hoch das Bein! Bei "Crazy Wolfi" Wolfgang Richter gibt's Bewegung mit Musik - und die Kinder können selbst weiterüben. Foto: Katja Nauer
 
von KATJA NAUER
"Achtung - wir machen jetzt Tornado-Racing", ruft Wolfgang Richter, alias Crazy Wolfi, den Kindern der Heimatringschule zu. "Das sieht aus wie ein Wirbelsturm und macht auch richtig viel Wind, wenn ihr Gas gebt." Mit Feuereifer stürzen sich die Schülerinnen und Schüler in die "total verrückte Sportstunde" mit dem Sportpädagogen, Choreografen und DJ, der das sogenannte "cool move mixer"-Programm entwickelt hat und seit dreißig Jahren hauptsächlich durch Grundschulen tourt.

"Die Kinder merken eigentlich gar nicht, dass sie heute richtig viel Sport machen", sagt Lehrkraft Jana Böving, die mit ihrer Klasse 1a/2a der Heimatringschule in Coburg teilnimmt. "Wir erwarten uns viel Spaß, viel Bewegung und Motivation der Kinder", fährt sie fort. Zudem möchte sie für sich selbst auch ein paar Ideen für den Sportunterricht mitnehmen. Genau das ist das Ziel des Programmes: "Im Sport tun sich Lehrkräfte immer schwerer, die Kinder zu motivieren", sagt Wolfgang Richter. Bei seinem Programm ist alles dabei, was Kindern Spaß macht: "Egal um welches Thema es sich handelt, Gesundheitsprävention oder andere", verrät Richter, "um Kinder auf den richtigen Weg zu bringen, muss man einen Mix anbieten, der ihrem Naturell entspricht." Und dazu gehört viel Musik und gute Laune.

Jeder ein Animator

Richter vermittelt den Kindern spielerisch Grundkenntnisse aus verschiedenen Sportarten und Tanzstilen, die sie zu Hause mit Eltern, Geschwistern, Freunden und Verwandten trainieren können. Das Motto lautet "Sport macht Spaß" und so erhalten die Kinder am Ende des Tages auch ein Zertifikat, das sie als Deutschlands "jüngste, charmanteste und witzigste Sport-Animateure" ausweist. Das Programm können sie mit jedem üben, den sie nett finden.

Nach dem Tornado-Racing steht Breakdance auf dem Lehrplan. "Das dürft ihr mit den Eltern aber nicht übertreiben", ruft Richter ins Mikrofon, "wir fangen deshalb langsam an mit dem Popo-Sting." Den kennt jeder: Auf den Popo setzen, mit einem Bein richtig Schwung holen und auf dem Gesäß um die eigene Achse rotieren - los geht's! "Michael Jacksons "Moon Walk" geht richtig gut auf den glatten Supermarktböden", rät Richter, als alle rückwärts durch die Halle robben, "probiert es mal aus!" Auch Karatetricks hat der "verrückte Wolfi" im Programm: Der Kampfschrei "Kiai" hallt weit durch die Hallen. Dazu gibt es flotte Musik - und später natürlich noch den Gangnam-Style. Den mixt Richter noch mit dem ehemaligen Sommerhit "Macarena" und alle Kinder hopsen begeistert mit.

"Ich möchte Schule und Lehrkräfte mit neuen Einfällen unterstützen", erzählt Richter in einer kurzen Atempause. Dabei greift er auch auf Hilfsmittel zurück: "Ich setzte auf Erfindungen wie Hula-Hoop-Reifen, die Frisbee-Scheibe oder die koreanische Weiterentwicklung des Waveboards", sagt er. Das Ding nennt sich "Snake-Surfer", weil die Bewegungen wie bei einer Schlange in Wellenbewegungen ablaufen. Anders als beim Waveboard sind die beiden Boards allerdings nicht durch eine Stange verbunden, sondern frei beweglich und lenkbar. "Das drückt auf das Tempo", erklärt Richter, "und verhindert im Gegensatz zum Waveboard keine natürliche Bewegung." Die Snake-Surfer sehen wackelig aus, aber Richter beruhigt. Die Kinder üben mit dem Partner. Dabei bewegen sie die Beine erst einmal überhaupt nicht. "Mit Partnerübungen merkt man, dass die Boards ganz von alleine das Gleichgewicht halten."

Hintergrund

Seit 1985 entwickelt die gemeinnützige GmbH "freshFantasy", die der Pädagoge Wolfgang Richter, seine Frau und viele Unterstützer gründeten, innovative Konzepte zur Gesundheitsprävention. Das Ziel ist, die Welt für Kinder ein bisschen schöner, gesunder und bunter zu gestalten - mit viel Sport, Spiel und Tanz - und gegen Alkohol-Missbrauch, Nikotin, Gewalt und Drogen. Das Programm steht unter der Schirmherrschaft des Gesundheits- und Jugendforschers Prof. Dr. Klaus Hurrelmann aus Berlin. Informationen dazu gibt es im Internet unter www.freshfantasy.de.


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